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Interreligiöse "Friedensglocke" Bosco di San Francesco d'Assisi. Foto: I.Schönstein/ARGE SVA

Hier auf diesem Bild ein Friedensdenkmal der Religionen in Assisi, im Bosco di S. Francesco. Auf jeder der vier Säulen befindet sich ein Symbol der Weltreligionen, in der Mitte vereint durch die Friedensglocke!

In Assisi fand 1986 auf Veranlassung von Papst Johannes Paul II. das erste interreligiöse Treffen statt. Zu dieser Zeit standen die beiden Großmächte USA und Russland vor Beendigung des Kalten Krieges, doch die Gefahr war noch nicht gebannt und die Sehnsucht der Völker nach Frieden groß. Heute aber scheint der Friede mehr denn je gefährdet.

Was können wir als Religionsgemeinschaften tun?

Allein die christlichen Kirchen haben einen Anteil von 32 % an der Weltbevölkerung, gefolgt von 22 % Muslimen, 13 % Hindus, 6,5 % Buddhisten und nur 0,2 % Juden und sonstige. Um die Informationsstrukturen aller Religionen ist es gut bestellt, auch Verantwortung für die Schöpfung ist ihnen gemeinsam, weshalb wir nicht aufhören dürfen, die Verantwortungsträger und uns selbst herauszufordern, es mit dem Frieden ernst zu nehmen.

Im Rahmen dieser Bemühungen hat die ARGE Schöpfungsverantwortung 2007 zur Zusammenarbeit der Religionsgemeinschaften eingeladen und Arbeitstreffen organisiert. Man hat sich rasch auf ein gemeinsames Ziel geeinigt, was dann in zwei Interreligiösen Symposien, einmal zu Klimawandel und Systemwandel und das zweite zur Lage der Welt, zum Ausdruck kam.

Die allen gemeinsame Generationenverantwortung war und kann auch künftig Ausgangspunkt für die Zusammenarbeit sein. Zur Zeit gibt es keine organisierte Zusammenarbeit.

Mit einem Gedenkstein im Sigmund-Freud-Park wollten die Religionen auf die Bedrohung durch den Klimawandel aufmerksam machen – hier fehlt es allein an der Finanzierung.

Isolde Schönstein, ARGE Schöpfungsverantwortung


Foto: franziskaner.net

Franziskus - Begegnung mit dem Islam


Diese fließt in die Ordensregel von 1221 ein.

Sie ermutigt „Brüder, von Gott inspiriert, unter Andersgläubige zu gehen“: Sie sollen da „unter ihnen vom Geist geleitet leben“ und „weder zanken noch streiten“, sondern „jedem Menschen um Gottes willen dienstbar sein“. Erst danach und nur „wenn sie sehen, dass es Gott gefällt“, sollen sie auch von ihrem Glauben sprechen. Die Ermutigung lässt sich in folgende Handlungsoptionen fassen:

 

Initiativ werden – Handlungsoptionen“ Br. Niklaus Kuster

  • Wer Schritte wagt und auf Fremde zugeht, macht gute Begegnungen möglich, die ihrerseits die Basis werden für gemeinsame Erfahrungen.

  • Ohne Eigeninteresse begegnen
    Dabei sollen Brüder nicht missionarische oder andere Ziele verfolgen, sondern Gottes Inspiration folgen: dem Gott aller Menschen, dessen Geist öffnet und verbindet.

  • Am Verbindenden anknüpfen
    Begegnung gelingt, wo Menschen den Frieden suchen: nicht das Trennende sehen, sondern das Verbindende entdecken und miteinander vertrauter werden.

  • Dem Fremden Gutes tun
    Wer anderen und Fremden wohltuend begegnet, öffnet Augen und Herzen und bringt eine Dynamik in Gang, die auch in Jesu befreiendem Tun aufleuchtet (Pro-Existenz, Reich Gottes).

  • Missionarisch?
    Erst wenn Brüder mit der Lebenssituation der Fremden vertraut sind, von ihnen als friedfertig und wohltuend erfahren werden und nur „wenn es Gott gefällt“ (inshallah), sollen auch Glaubenserfahrungen Thema sein und in einen Austausch auf spiritueller Ebene führen.“

    (zitiert aus Kuster: Begegnungen mit Franziskus)


 

Foto: Isode Schönstein/ARGE SVA

In Memoriam: Adolf Holl
(1923-2020)

 

„Der letzte Christ – Franz von Assisi“


Die vor einigen Jahren von Isolde Schönstein in Planung gegangene Diskussionsrunde mit drei Franziskus-Biographen kam aus Termingründen nicht mehr zustande, wenngleich Adolf Holl sehr daran gelegen war, mit Br. Dr. Niklaus Kuster (Autor von „Rebell und Heiliger“) *) und Dr. Markus Hofer („Francesco – der Mann des Jahrtausends“) * über seine persönliche Begegnung mit dem Santo zu diskutieren.

Bei der Lektüre von Holls Buch „Der letzte Christ – Franz von Assisi“ erlebt man den nüchtern und gründlich recherchierenden Autor von einer sehr betroffenen Seite, die Hoffnung aufrecht erhaltend, dass über die Zeiten hinweg die Signalwirkung der Flucht in die Mittellosigkeit Franzens nie aufhört: „Was die jugendlichen Zivilisationsflüchtlinge von ihren antiken und mittelalterlichen Vorläufern unterscheidet, ist die fehlende Tiefe und Beständigkeit der Abkehr vom väterlichen Mammon. Aber warten wir ab. Es ist nicht auszuschließen, dass die Preisgabe der herkömmlichen bürgerlichen Existenz auch unter Vierzigjährigen attraktiv wird – wofür manche Anzeichen heute schon sprechen.“

Eine Auseinandersetzung mit den jungen Menschen von „Fridays for Future“ war ihm bedauerlicherweise nicht mehr gegönnt, wenngleich sich der Bogen bis zu ihnen hin spannt …

 

> Mehr dazu im Newsletter Feber 2020
> Newsletter  Dezember 2019

> Newsletter  November 2019


 

Foto: ARGE SVA

Was uns Franzikus heute zu sagen hat:


Mit dem Gewicht von 800 Jahren –
unwägbare Zeit –
in unsere Augen geworfen;
Geburtswehen, die wir brauchen,
Franz von Assisi;
geheimnisvoll nah, geheimnisvoll fern,
gelächelt, geliebt, bewundert, verehrt;
erforscht, verschwiegen, verwundet, gefürchtet,
kleiner Knecht Gottes.
Unzählbar unsre Versuche dich einzuordnen, dienstbar zu machen,
festzustellen auf das Podest
unsrer Möglichkeiten.

Begabt mit unsterblicher Sehnsucht
erhoffen wir dich als Gefährten,
die volle Wahrheit fürchtend,
den unausweichlichen Ruf –
und entschärfen mit eigenen Bildern
den evangelischen Sprengsatz.

Hier im vollstädigen Interview zum 800. Geburtstag



 

 

Foto: Aavindraa

Franziskus und der Traum des Papstes


Einige Tage vor dem Besuch von S. Francesco bei Papst Innocenc III., so die Legende, hatte dieser die Vision,dass die Kirche des Hl. Johannes im Lateran einzustürzen drohte. Den genauen Sinn dieses merkwürdigenTraumes habe Innocenc III. verstanden als Franziskus bei ihm wenige Tage später um die Bestätigung seiner Lebensregel, die auf Texten des Evangeliums gründete, ansuchte.
Mehr dazu bei Raoul Manselli,
Biographie "Franziskus der solidarische Bruder" - Franziskus und Innozenz III.


 

Das älteste, 1228 entstandene Bild Franziskus’ von Assisi, Fresko im Sacro Speco in Subiaco.

S. Francesco – Patron der Umweltschützer


Der heilige Franz von Assisi, den ich 1979 zum himmlischen Patron der Umweltschützer erklärt habe (vgl. Apost. Schreiben Inter sanctos: AAS 71 [1979], 1509 f.), bietet den Christen das Beispiel der authentischen und vollen Achtung vor der Integrität der Schöpfung. Als Freund der Armen und geliebt von Gottes Geschöpfen hat er alle - Tiere, Pflanzen, Naturkräfte, auch die Schwester Sonne und den Bruder Mond - eingeladen, den Herrn zu ehren und zu preisen. Vom Poverello von Assisi erhalten wir das Zeugnis, dass wir uns im Frieden mit Gott auf bessere Weise der Aufgabe widmen können, den Frieden mit der ganzen Schöpfung herbeizuführen, der vom Frieden unter den Völkern nicht zu trennen ist. Möge sein begeisterndes Vorbild uns helfen, den Geist der „Brüderlichkeit“ mit allen guten und schönen Dingen, die vorn allmächtigen Gott geschaffen sind, immer lebendig zu erhalten, und uns an unsere schwere Pflicht erinnern, sie zu achten und mit Sorgfalt zu hüten im Sinn umfassendster und tiefster menschlicher Brüderlichkeit.

Johannes Paul II., aus dem Vatikan, am 8.12.1989


 

 

Foto: Kerstin Meinhardt/franziskaner.net

Wem wir die Krippen verdanken


S. Francesco d'Assisi und die Krippe von Greccio


San Francesco d'Assisi (Franziskus von Assisi) legte im Dorf Greccio den Grundstein für die Verlebendigung der Geburt Jesu. Vermutlich wählte er diesen Ort wegen seiner Ähnlichkeit mit den Gegenden, die er in Palästina kennen gelernt hatte.

So wurde im Jahr 1223 in einer Höhle bei Greccio erstmals das Weihnachtsgeschehen mit lebenden Personen und Tieren dargestellt. Francesco ging es darum, einem armen und ungebildeten Volk das wunderbare Ereignis der Geburt Christi nahezubringen. Und sie kamen. In großen Scharen folgten sie dem Aufruf der Herolde um an diesem großen Ereignis teilzunehmen.

Damit war der Grundstein für die weltweite Entwicklung der Weihnachtskultur gelegt. Fortan sollte sich dieses Fest zu einer Friedensbotschaft entwickeln, zur Hoffnung für die Armen, zur Versöhnung unter den Völkern, Rassen und Religionen.

Wie sehr wir dies heute nötig haben, zeigt ein Blick auf die aktuelle Situation unseres Heimatplaneten, dessen Bewohnerinnen und Bewohner in großer Zahl an Hunger, Ausbeutung, Krieg und der Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen leiden.

Es liegt an uns, von der Verlebendigung der Geburt Jesu berührt zu werden

Weihnachten soll uns auch daran erinnern, dass wir mit der Umsetzung der von den Vereinten Nationen vereinbarten Nachhaltigkeitszielen - den SDGs - nicht zögern dürfen, geht es doch um eine gerechte und lebensfreundliche Welt für alle.

Es sind dies 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung als politische Zielsetzungen der Vereinten Nationen, die der Sicherung einer nachhaltigen Entwicklung auf ökonomischer, sozialer sowie ökologischer Ebene dienen sollen. Nach der Agenda der Staatengemeinschaft gilt es, diese SDGs bis 2030 umzusetzen - engagiert, konsequent und solidarisch, wozu es auf individueller, lokaler, regionaler, nationaler und insbesondere auf internationaler Ebene beständiger Anstrengungen bedarf. Nur so können wir bis zum Jahr 2030 dem Unrecht und dem Hass, aber auch der Gleichgültigkeit gegenüber dem Schutz der Lebensarten - und damit gegenüber künftigen Generationen - erfolgreich entgegenwirken und der Verwirklichung einer friedvollen Welt ganz im Sinne Jesu sowie San Francesco d'Assisi entschieden näher kommen.

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  Arbeitsgemeinschaft Schöpfungsverantwortung | Peterskirche - Petersplatz 1, 1010 Wien
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