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Sehr geehrte Leserinnen und Leser!

 

Wir gehen mit großen Schritten, angetrieben vom Klimawandel und seinen Bild Begleiterscheinungen, auf die SCHÖPFUNGSZEIT 2018 zu, und versuchen Antworten und Anregungen zu geben – einige davon finden Sie im DOSSIER „Zeit der Schöpfung“. Wir alle aber müssen uns den Fragen der Jungen Generation nach den Ursachen des Klimawandels und der zunehmenden Aggression stellen und sollten mit ihnen gemeinsam eine lebensfördernde Kultur entwickeln. Möge das Dossier dazu eine Hilfestellung bieten.

Klima, Boden, Wasser, Kinderrechte, Mobilität …

Die ARGE Schöpfungsveranwortung stellt auch in diesem Jahr Behelfe für die Wahrnehmung der Schöpfungszeit zur Verfügung. Mit diesem Sonder-NL präsentieren wir die Inhalte des Dossiers „Zeit der Schöpfung“. Dieses Dossier umfasst sieben Expertenkommentare zu den drängendsten Problemen unserer Epoche (Klima, Boden/Landwirtschaft, Wasser, Kinderrechte) und gibt Antwort auf die Frage „warum Schöpfungszeit?“ – eine theologische Begründung. Pastorale und biblische Impulse, Umsetzungserfolge, sowie die Europäische Mobilitätswoche als Maßnahme für eine sanfte Mobilität, eine Art „Gewissensspiegel“ dienen der verantworteten Lebenshaltung im Blick auf die Leiden unserer Zeit und auf künftige Generationen. [Sonder-NL SZ_Inhalt]

Die Schöpfungszeit ist eine  Initiative der ARGE Schöpfungsverantwortung und des ECEN (European Christian Environmental Network), die vom evangelischen Theologen und Ökumeniker Dr. Lukas Vischer unmittelbar vor der II. Europäischen Ökumenischen Versammlung in Graz 1997 ins Leben gerufen und als Schwerpunktprojekt konzipiert und ausgearbeitet wurde.

In diesem Zusammenhang wurden Theologenkonsultationen mit Vertretern aller christlichen Traditionen nach Genf einberufen und 1998 die Arbeitsgruppe „Time of Creation international“ eingerichtet, von welcher jährlich Arbeitsbehelfe für die Kirchen in 3 – 5 Sprachen herausgegeben worden sind.

Das Jahr 2018 steht für die ARGE Schöpfungsveranwortung unter dem Thema:

„Generationenverantwortung“ *) – wir haben es gewusst

Die Schöpfungszeit im Jahresverlauf bedarf einer gründlichen Auseinandersetzung und Planung, denn daraus soll ein starker Impuls für das gesamte Jahr gesetzt werden.

2015 wurden gleich zwei wichtige Prozesse in Bewegung gesetzt:

*) Generationenverantwortung ist auch ein gemeinsamer Nenner aller Religionsgemeinschaften!

Doch ehe wir den ethisch-theologischen Hintergrund beleuchten, tun wir das, was alle verantwortungsbewussten Zeitzeugen, zuerst vornehmen – eine Recherche, hier zur Lage der Welt: Einschätzungen, Prognosen und neue Zielsetzungen.  Dabei kommen Experten zu Wort.


 

1. KLIMA

Klimawandel – die größte umweltpolitische Herausforderung des 21. Jahrhunderts


Das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) veröffentlichte im Jahr 2014 den 5. Sachstandsbericht zum Thema Klimawandel. Es handelt sich dabei sicher um die weltweit umfassendste Zusammenstellung der wissenschaftlichen Erkenntnisse zu diesem Umweltproblem.
Ein Auszug der offiziellen deutschen Fassung:

Der Einfluss des Menschen auf das Klimasystem ist klar und die jüngsten anthropogenen Emissionen von Treibhausgasen sind die höchsten in der Geschichte. Die jüngsten Klimaänderungen hatten weitverbreitete Folgen für natürliche Systeme und solche des Menschen.

Die Erwärmung des Klimasystems ist eindeutig und viele der seit den 1950er Jahren beobachteten Veränderungen waren vorher über Jahrzehnte bis Jahrtausende nie aufgetreten. Die Atmosphäre und der Ozean haben sich erwärmt, die Schnee- und Eismengen sind zurückgegangen und der Meeresspiegel ist angestiegen.

Jedes der letzten drei Jahrzehnte war an der Erdoberfläche sukzessive wärmer als alle vorangegangenen Jahrzehnte seit 1850. Der Zeitraum von 1983 bis 2012 war wahrscheinlich die wärmste 30-Jahres-Periode der letzten 1400 Jahre auf der Nordhalbkugel, wo eine solche Bewertung möglich ist.

Warum der Klimawandel mehr als ein weiteres globales Problem ist,
beschreibt Frau Prof. Dr. Helga Kromp-Kolb, Universität für Bodenkultur Wien in Ihrem Beitrag zum og. Dossier. Hier ein Auszug: [Sonder-NL SZ_Klima]


 

2. BODEN


Der Boden – Grundlage des höheren Lebens

Wasser und Boden sind die zentralen Elemente für das Leben auf der Erde. ... Doch ist es gerade der Boden und sein biologisch-chemisches Gefüge, das die Pflanzenwelt, als Grundlage weiteren Lebens, hervorgebracht hat.

In einer Handvoll Erde gibt es mehr Lebewesen als Menschen auf dem ganzen Planeten.

Nach dem zweiten Weltkrieg und nach Überwindung der Nahrungsmittelknappheit setzt die Industrialisierung der Landwirtschaft ein. Die Ertragskraft des Bodens wird durch chemische Düngemittel enorm gesteigert und die händische Pflege der Ackerkulturen wird durch chemische Spritzmittel ersetzt.
Aber genau mit dieser Industrialisierung der Landwirtschaft wurde eine Vielzahl von Problemen erzeugt: Chemikalienbelastung, Verlust an biologischer Vielfalt, Hunger- und Ökologieprobleme in der Dritten Welt, Rückstände von Tierarzneimitteln, ...

Alternative: Biologischer Landbau, Gentechnikfreiheit und nachhaltige Regionalwirtschaft

Hier ein Auszug aus dem einschlägigen Artikel von DI Dr. Josef Hoppichler, Bundesanstalt für Bergbauernfragen: [Sonder-NL SZ_Boden]


 

3. Wasser – Die wichtigste Ressource der Menschheit


Zwei Drittel der Weltbevölkerung droht Wasserknappheit

Laut dem aktuellen UNESCO-Weltwasserbericht leben derzeit schätzungsweise 3,6 Milliarden Menschen, also 51 % der Weltbevölkerung, in Regionen, die immer wieder von Wasserarmut betroffen sind. Bis 2050 soll diese Zahl auf 4,8 bis 5,7 Milliarden Menschen ansteigen.

Neue Herausforderungen für die Christen – Erkennen des Ausmaßes der Bedrohung eines Gottesgeschenkes

Für Christen hat Wasser auch eine tiefe spirituelle Bedeutung, denn es ist ein Geschenk Gottes und gleichzeitig die Grundvoraussetzung des Lebens. Dies spiegelt sich sowohl im Gottesdienst als auch in den theologischen und liturgischen Traditionen der Kirchen wider. Auf verschiedene Weisen unterstreicht die christliche Tradition die Bedeutung und die Heiligkeit des kostbaren Gutes.

Ausführlicheres dazu und erforderliche Gegenmaßnahmen finden Sie im Artikel von Dr. Lukas Vischer, Theologe, Gründungsmitglied des ECEN und Mitinitiator der weltweiten Schöpfungszeitinitiative. [Sonder-NL SZ_Wasser]


 

4. Kinder


A) Kinderarbeit

Zahlen und Fakten

In Indien knüpfen Kinder bis zu 16 Stunden am Tag mit gebeugtem Rücken Teppiche oder verbringen von klein auf ihr Leben auf Teeplantagen und Baumwollfeldern. In Kambodscha werden sie wie Waren als Farmarbeiter, Bettler oder Prostituierte ins benachbarte Thailand verkauft. In Haiti leben sie als Hausmädchen in völliger Abhängigkeit von ihren Arbeitgebern. Und in vielen Ländern Westafrikas müssen sie mit Macheten Kakaofelder frei schlagen und Insektengifte versprühen.

Am 19. September 2017 kam der neue, bereits fünfte 4-Jahres-Report der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) über Kinderarbeit heraus, der versucht, Zahlen, Charakteristiken und Trends von Kinderarbeit wiederzugeben. Demnach waren im Jahr 2016 152 Millionen Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 5 und 17 Jahren gezwungen zu arbeiten, fast die Hälfte davon in gefährlicher Arbeit, die ihrer Gesundheit, Sicherheit oder sittlichen Entwicklung schadet. Und davon wiederum entfällt ein Viertel auf die jüngste Gruppe im Alter von 5 bis 11 Jahren.

Keine einfache Lösung

Kinderarbeit ist ein komplexes gesellschaftliches Problem. Einen einfachen, schnellen Weg zu ihrer Abschaffung gibt es nicht. Ein Verbot der Beschäftigung von Kindern allein ändert noch nichts daran, dass weiterhin Mädchen und Buben arbeiten. Für manche Kinder wird die Situation dadurch sogar schwieriger. Dort, wo das Arbeitseinkommen der Kinder für das Überleben unverzichtbar ist, werden ganze Familien in noch größere Not gestürzt.

Mehr von Mag. Nora Mühlegger zu den obigen Themen sowie fundierte Aussagen zu den Bereichen:

Entwicklung und Trends
Ursachenbekämpfung
Was können wir tun?

Appell von Papst Franziskus
(Der Kampf gegen die Ausbeutung von Kindern, aber auch Erwachsenen, zählt zu den zentralen Anliegen von Papst Franziskus. ... Der Papst appelliert an die internationale Gemeinschaft, den Schutz von Kindern vor Ausbeutung zu verstärken. Taten statt Worte, fordert der Papst - denn die Würde eines jeden Kindes sei unantastbar. ...)

finden Sie unter [Sonder-NL SZ_Kinder1]

B) Die Stellung der Kinder aus der Sicht Jesu

Das Kind galt im historischen Kontext Jesu (wie auch in Europa noch für viele Jahrhunderte) als unfertiger Erwachsener und spielte in der damaligen Gesellschaft keine Rolle. Jesus, der auf seine einzigartige Weise die Welt im Geiste Gottes betrachtete, stellte seinen JüngerInnen die Kinder ganz anders vor Augen.

Mehr dazu von Mag. Roland Zisser [Sonder-NL SZ_Kinder2]


 

5. Theologie – warum Schöpfungszeit?


Eine Zeit der Schöpfung

Woher stammt die profetische Idee, einen Tag/eine Zeit der Schöpfung im Kirchenjahr einzuführen? Wie wurde dieser Vorschlag (von 1989) zunächst europaweit aufgegriffen? Welche Initiativen, welche Persönlichkeiten leisteten die Pionierarbeit? Wie sieht die erst gründlich zu erarbeiten gewesene theologische Begründung für diese Antwort auf die Zeichen der Zeit aus?
Einen der europäischen Meilensteine dieser inzwischen weltweiten Bewegung setzte Prof. Dr. Lukas Vischer, Schweiz. Seine maßgeblichen Überlegungen auf den Punkt gebracht, finden sie hier: [Sonder-NL SZ_LV theolog. Begründung]

Gott den Schöpfer und Gottes gute Schöpfung feiern

“Alles hat seine Stunde. Für jedes Geschehen unter dem Himmel gibt es eine bestimmte Zeit ...“ (Kohelet 3,1)

Die Kirche versteht sich von ihrem Wesen her als sich ständig erneuernd – ecclesia semper reformanda! Auch die gegenwärtige ökologische Krise ruft die Kirche zur erneuten und erneuernden Umkehr auf!

Die Feier des Schöpfungstages und der Schöpfungszeit bieten eine ausgezeichnete Gelegenheit, einen ökologisch wirksamen christlichen Schöpfungsglauben und eine christliche Schöpfungsspiritualität feiern und im täglichen Leben praktizieren zu lernen. ... Es ist eine geeignete Zeit zur Einübung in einen ökologisch relevanten christlichen Schöpfungsglauben.

Siehe dazu: P. Georg Ziselsberger SVD [Sonder-NL SZ_GZ warum Schöpfungszeit]


 

In Folge bieten wir verschiedenste Überlegungen und praktische Anleitungen für den persönlichen Einsatz für eine Welt, die auch noch den kommenden Generationen Raum (Lebensraum!) gibt:


 

 

 

Nach-denkenswertes in ver-dichteter Form:

Mt 24,43    „Die Stunde“ - Wachheit und Aufmerksamkeit
Bedenkt: Wenn der Herr des Hauses wüsste, zu welcher Stunde in der
Nacht der Dieb kommt, würde er wach bleiben und nicht zulassen, dass
man in sein Haus einbricht.

Wollen wir warten, bis die ökologische Katastrophe wirklich mit voller Wucht einbricht? Hoffen wir darauf, „es ohnehin nicht mehr zu erleben“ oder lassen wir uns in Verantwortung nehmen auch für die kommenden Generationen!
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               Der „Vorökologische Mensch“ verhält sich zum „Ökologischen Menschen“
von dem allenthalben seit mehr als hundert Jahren, die Rede ist,
wie der „Blinde“ zum „Sehenden“. (biblisch betrachtet)

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mehr Texte/Zitate unter: [Sonder-NL SZ_Zitate]

Eine anregende Lektüre und eine segensreiche “Zeit der Schöpfung” ab dem 1. September wünscht Ihnen Ihr Team der ARGE Schöpfungsverantwortung.

Bitte beachten Sie auch unsere jüngst an Sie ergangene Einladung zu unserem

Symposium am Schöpfungstag im Kardinal König Haus, sowie zur ökumenischen Vesper in der Wr. Minoritenkirche!

Für eine lebenswerte Welt mit Zukunft – Einen statt Spalten

Einladung und weitere Details...


 

 

Spendenaufruf: „Schöpfungszeit-Kollekte“

Helfen Sie mit, die Kosten abzudecken, die bisher alleine von der ARGE Schöpfungsverantwortung aufgebracht werden mussten – es gibt keine kirchliche Beteiligung!

Jetzt auch ONLINE möglich … 

 

 

Falls es zu Doppelzusendungen kommen sollte, bitten wir um Entschuldigung!

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