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Thema SCHÖPFUNGSVERANTWORTUNG – Infragestellung unmöglich


Unsere Wirtschaft tötet! Wir Menschen töten!

Seit Jahrzehnten ist klar, dass so weiterzuwirtschaften nicht geht: Diese Wirtschaft tötet! (Papst Franziskus; auch Karl Marx hätte es so formulieren können, zu seiner Zeit waren aber die globalen katastrophalen Auswirkungen noch nicht gegeben)

Dennoch, unsere (ja, konkret auch "unsere" in Österreich, ausnahmslos alle Regierungen seit Kreisky) Politiker machen ungerührt business as usual; doch auch der einzelne Bürger scheint faktisch keine Notiz davon zu nehmen: Ein kurzer Spaziergang in der Stadt genügt, um zu beobachten, wie mit Autos die Luft verpestet und Lebensraum verstellt wird; wie viel Mist einfach auf die Straße geschmissen wird; was sinnlos eingekauft und auch sonst konsumiert wird – Österreichs Overshoot Day ist derzeit Anfang April!

Psychologische Gründe für diese Verdrängung und Gleichgültigkeit wurden beim Symposium der ARGE Schöpfungsverantwortung, Beginn der Schöpfungzeit 2018, erläutert.

Einsatz für das Leben

Nun aber die andere Seite: Warum setzen sich Menschen für den Erhalt der Lebensgrundlagen aller ein. Woher kennen Menschen eine SchöpfungsVERANTWORTUNG?

Manche Menschen wissen einfach darum, dass sie in allem ihrem Tun der gesamten Mitwelt gegenüber verantwortlich sind, vielleicht gar nicht bewusst. Für sie ist das eine klare Selbstverständlichkeit (so wie das zerstörerische Agieren der anderen). Worin liegt aber der sinnvolle, reflektierte Grund dafür?

Es gibt diese menschliche Grunderfahrung, dass man sich (unvermutet, plötzlich) in Anspruch genommen weiß; in einer bestimmten Situation, nie hätte man damit gerechnet, man war so mit den Alltagsagenden befasst – und da begegnet es einem, ein Mensch vielleicht, der mich braucht, ein Erlebnis, das mich rührt, das mir eine Zuwendung zu einem Anderen (personal oder oder apersonal) zumutet. Mit einer unbedingten Notwendigkeit!

In der semitischen Kultur des Alten Orients wurde dieses "einen unbedingt Angehende" mit einem Wort bezeichnet, für das die Linguisten die Sprachwurzel *ul erschlossen haben – davon leitet sich "El" ab, die biblische Bezeichnung für GOTT.

Gotteserfahrung

Es kann eine Situation der Not sein, der Gefahr – und ich entscheide mich (werde von woher entschieden) nicht mein eigenes Heil in der egoistischen Flucht zu suchen, sondern ich wende mich den anderen zu und nehme mich ihrer an.

Es kann die Situation des neugeborenen Kindes sein – eine Belastung für die Eltern, sich um den kleinen Schreiling kümmern zu müssen! Aber es ergreift die Mutter/den Vater, sich seiner anzunehmen (das ist keine naturgegebene Selbstverständlichkeit!) und plötzlich geht ihnen eine neue Welt auf.

Diese Wirklichkeit, die sich dabei unversehens eröffnet, nannten die alten Hebräer "Gott".

Es kann die Situation des Wiedersehens mit einem alten, längst nicht mehr gesehenen Freund sein – und die Beziehung ist genau so innig und herzlich wie vor zig Jahren. Das nannten die alten Griechen "Gott".

Gott als Bundesherr

In der Kultur Israels der biblischen Königszeit wurde das theologisch zur Sprache gebracht im Rahmen der "Bundestheologie". Der Bundesherr beruft jemanden als Knecht in den Bund (ברית, berīt) und nimmt ihn damit in die absolute Verantwortung – und der Knecht (die Magd) gehört ab nun zum/dem Herrn mit allen Fasern seiner (ihrer) Existenz.

Der Grund für ein Wissen um SchöpfungsVERANTWORTUNG liegt also in der realen Gotteserfahrung, gleich ob einem dies reflektiert klar ist oder nicht.

Im Sich-Stellen gegenüber diesem Anspruch lebt der Mensch seine Existenz vor Gott – in großem prophetischen Wirken (Jeremia, Jesus, Franz von Assisi) oder schlicht und unscheinbar – und dennoch von großer Zeugniskraft.

Keine Flucht und keine Resignation möglich

Wen "ES" ergriffen hat (das ihn/sie unbedingt Angehende) oder "ER" berufen hat, kann sich dem nimmer (sinnvoll) entziehen und wird den geforderten Weg bis ans Ende weitergehen (selbst bis ans Kreuz).

Daher ist auch keine Resignation möglich! Selbst angesichts der Unumkehrbarkeit des Klimawandels und aller zu befürchtenden Schreckensszenarien (vor allem aufgrund der zu erwartenden (un)menschlichen Reaktionen darauf) können die wirklich gläubigen Menschen sich weder vor der Weiterarbeit drücken noch resignieren. Das geht nicht, seinen Herrn zu verraten!

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  Arbeitsgemeinschaft Schöpfungsverantwortung | Peterskirche - Petersplatz 1, 1010 Wien
E-mail: office(at)argeschoepfung.at  | Tel: +43 660-76 000 08 | letzte Änderung: 12-03-2019