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3. Klima:

Klimaziele kaum erreichbar

von Oskar Luger, Molekular- und Humanbiologe

Klimawandel – was tun?

Der Klimawandel ist leider Realität und er ist nicht mehr aufzuhalten. Das +2-Grad-Klimaziel ist unrealistisch. Dafür hat die Klimaänderung längst zu viel Eigendynamik entwickelt und dafür geschieht zu wenig und zu wenig Wirkungsvolles.

Der Permafrost hat zu schmelzen begonnen und wird weiter schmelzen. Da bei werden unvorhersehbare Mengen an CO2 und Methan frei, die weiter verstärkend wirken.

Einen verstärkenden Effekt stellt auch das Schmelzen des Poleises in der Arktis dar. Freies Wasser ist dunkler als Eis und reflektiert darum weniger Sonnenlicht – je mehr offenes Wasser, desto mehr wärmt sich die Arktis auf.

Dem Palmölwahn sind riesige Regenwald Flächen zum Opfer gefallen und fallen ihm weiter zum Opfer. Damit fehlen die großen Wälder, die CO2 speichern könnten.

Eine unkontrollierte Zunahme von Pellets- und Holzheizungen und Holzverbrauch allgemein führt dazu, dass immer mehr bestehende Wälder ausgebeutet werden.

Keiner der Industriestaaten hat bisher wirkungsvolle Maßnahmen ergriffen oder scheint solche kurzzeitig zu planen. [...]

Weltweit wird massiv aufgerüstet, das hat einen zunehmenden Materialverbrauch und massiven Energieverbrauch mit entsprechender Emission von Treibhausgasen zur Folge. [...]

Auch der private Energieverbrauch geht nicht zurück. Und Luxusunternehmen wie z.B. Kreuzfahrten boomen. [...]

Das waren einige markante Beispiele, die Liste ließe sich problemlos fortsetzen.


Neben den nach wie vor wichtigen Aufrufen die Produktion von Treibhausgasen zu beschränken wir es immer dringender sich Gedanken über die Folgen zu machen, was geschehen kann oder vermutlich wird wird und vor allem, wie wir damit umgehen werden. Welche Herausforderungen kommen in einem geänderten Klima auf uns zu und wie können wir damit zurecht kommen:

  • Wir müssen mit stark steigenden Flüchtlingsströmen rechnen; wobei das Ausmaß offen ist. Wenn der Meeresspiegel stärker steigt, dann werden u.U. Millionen fliehen müssen. Zunehmende Dürren und wachsende Wüsten zwingen die Menschen ebenfalls ihr Land zu verlassen. [...]

  • Was geschieht in den Alpen, wenn der Permafrost schmilzt? Wo ist mit Erdstürzen, Muren zu rechnen? Wie kann man die Menschen schützen? Werden Gegenden unbewohnbar? [...]

  • Wird der Klimawandel Änderungen in der Land- und Forstwirtschaft erzwingen? Vielleicht gedeihen lang bewährte Pflanzen nicht mehr und die Bauern müssen sich auf neue Früchte einstellen. [...]

  • Wenn es wärmer wird, können andere Krankheiten und andere Überträger bei uns Fuß fassen. So ist es z.B. für die Anophelesmücke, die die Malaria überträgt, im Winter noch zu kalt – wer weiß wie lange noch. [...]

  • All das hat Einfluss auf die Wirtschaft, damit auf Beschäftigung und Wohlstand. Wie gleichen wir Probleme aus, um soziale Verwerfungen zu vermeiden? [...]


Es ist trotz alledem wichtig, sich um eine Beschränkung des Klimawandels zu bemühen – selbst wenn alles Bemühen nichts fruchten sollte. Es ist persönlich nicht gleichgültig, ob ich mich bemüht habe oder die Hände in den Schoß gelegt habe. Es ist auch für nachkommende Generationen wichtig, dass Menschen sich bemüht haben. So wie Widerstand gegen Hitler zwar keinen Erfolg hatte, ist es für die Nachkommenden von Bedeutung, dass wenigstens einige aktiv waren, auch wenn es oft ihr Leben gekostet hat. Bemühen um eine Begrenzung des Klimawandels ist aber auch wichtig und sinnvoll, da dies meist zu einem einfacheren Leben führt, mit weniger Energieverbrauch. So kann man lernen und Beispiel geben, wie man mit weniger Aufwand, weniger Energie leben kann – was vermutlich notwendig sein wird.

Hinweis der Redaktion: Offensichtlich ist, dass, nichts gegen den Klimawandel zu tun, ein klarer Verstoß gegen das 5. Gebot ("Du sollst nicht über Leichen gehen" [wisschenschaftl. Übersetzung]) ist. Mit einem Teilaspekt der oft schwierigen Fragestellung, was wie richtig machbar ist, beschäftigt sich im nächsten NL der Beitrag: "Ist Grünes Fliegen möglich?"

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E-mail: office(at)argeschoepfung.at  | Tel: +43 660-76 000 08 | letzte Änderung: 24-04-2018