ARGE Schöpfungsverantwortung kontakt newsletter bestellen sitemap impressum top_bar
top_bar
Home Button   ThemenSchöpfungszeitServiceSpendenNewsletter AktuellesDatenschutzÜber uns
Klima Flugverkehr NGOs und Kirchen
Beitrag Erderwärmung-Klimawandel
Beitrag Flugverkehr
Beitrag NGOs
Beitrag Kromp-Kolb
Beitrag Letzte Zuflucht
Schenken Sie Umweltarbeit!
Advent - Weihnachten 2018
Fastenzeit 2018
Ökologie und Religion
Save the Date: Symposium
Erderwärmung, Grünes Fliegen etc.
Schöpfungstag 2018
Schöpfungszeit 2018
Einladung Symposium
Mobilität 2018
Infoabend Multimodalität
Multimodalität 2018
SYMPOSIUM 2018
Rep Friedensaktiv. Kinder
Es geht um's Klima
-
ARCHIV  2014 bis 2017
suche
 
spacer
Seite druckenSeite weiterempfehlen
spacer
 
Die Emissionen von Flugzeugen sind besonders hoch. Quelle: Umweltbundesamt 2017, Grafik: ARGE SVA
2017 wurden in Wien-Schwechat knapp 25 Millionen Passagiere abgefertigt. Quelle: Flughafen Wien AG 2018, Grafik: ARGE SVA
Viele Flugziele liegen in Distanzen unter 1.000 Kilometer. Quelle: Statistik Austria 2018, Grafik: Statistik Austria 2018

Flugverkehr – das rasch wachsende Problem

 

 

 

Gerne wird darauf verwiesen, dass Emissionen aus dem Luftverkehr nur 2 Prozent des weltweit freigesetzten CO2 ausmachen, und dass nur 1,3 Prozent auf den internationalen Flugverkehr entfallen. Unerwähnt bleibt dabei, dass der Anteil der Flugemissionen rasant wächst: Das Öko-Institut warnt 2015 in einem Bericht für das Europäische Parlament, dass die CO2-Emissionen aus dem internationalen Flugverkehr im Jahr 2050 einen Anteil von bis zu 22 Prozent der weltweiten Emissionen ausmachen könnten. Für einige Länder ist sogar ein deutlich höherer Anteil wahrscheinlich.1


Immer mehr Flugverkehr

Durch das beschleunigte globale Wirtschaftswachstum steigt auch der Flugverkehr weltweit stark an.

Das zeigt sich auch am Beispiel des Flughafens Wien. Wurden im Jahr 2010 19,7 Millionen Passagiere bei 246.000 Starts und Landungen abgefertigt, waren es 2017 bereits 24,4 Millionen Reisende (+24 Prozent im Vergleich zu 2010) bei knapp 250.000 Flugbewegungen.2,3 Hier zeigt sich, dass es aufgrund der sinkenden Flugbewegungen aus Kapazitätsgründen keine Notwendigkeit für die viel diskutierte dritte Piste gibt.

Weltweit wurden im Jahr 2017 4,1 Milliarden Passagiere transportiert, so viele wie noch nie. 2010 waren es 2,5 Milliarden Fluggäste, was einem Anstieg von 64 Prozent entspricht.4


Flugverkehr ist privilegiert

Begünstigt wird der Luftverkehr seit Jahrzehnten durch das Chicagoer Abkommen von 1944. Dieses legt global Steuerfreiheit fest. Laut dem Abkommen ist es verboten, auf internationalen Flügen eine Kerosinsteuer einzuheben. Für Inlandsflüge wäre es aber seit 2004 aufgrund der EU-Energiesteuer-Richtlinie zulässig, Kerosin zu besteuern. Bisher hat allerdings kein Staat davon Gebrauch gemacht. Jüngst werden auch im Rahmen der Finanzkrise eingeführte Maßnahmen wie eine Flugticket-Steuer zurückgenommen. Würde Österreich Kerosin besteuern, könnten jährlich einige hundert Millionen Euro lukriert werden, wie der VCÖ berechnet hat.

Eine weitere Begünstigung und deutliche Besserstellung gegenüber dem Bahnverkehr ist die Umsatzsteuerfreiheit für internationale Flugtickets.

Umweltschädigungen durch Luftverkehr massiv

Die Emissionen des Luftverkehrs haben verschiedene Effekte, die zum Klimawandel beitragen. Obwohl der Anteil der Schadstoffemissionen an der Gesamtmenge nur gering ist, kommt den Emissionen des Luftverkehrs für den Klimawandel und Treibhauseffekt eine erhebliche, überproportionale Bedeutung zu, da Emissionen in Reiseflughöhe eine zwei- bis vierfach höhere Klimawirksamkeit aufweisen als am Boden. Im IPCC-Report vom Jahr 1999 wird der Beitrag des internationalen Flugverkehrs zur Klimaerwärmung mit etwa vier Prozent quantifiziert. Das Bezugsjahr hierfür war 1992. Seither hat sich die Flugleistung etwa verdoppelt und damit sind Klimaeffekte durch Flugverkehrsemissionen noch massiver.5
Laut Umweltbundesamt verursacht ein Personenkilometer mit dem Pkw durchschnittlich 218 Gramm CO2-Äquivalente, mit der Bahn sind es 14 und mit dem Flugzeug 451.6 Das zeigt die hohe klimaschädigende Wirkung des Flugverkehrs (siehe Grafik1 rechts).


Brauchbare Alternativen zum Fliegen gibt es


Da der überwiegende Teil der Flüge ab Wien in einen Umkreis, der kleiner als 1.000 Kilometer ist, geht, ist die Bahn eine adäquate Alternative (siehe nachstehende Grafik). Bei vielen Destinationen ab Wien, wie München oder Budapest, ist die Bahn von der Reisezeit absolut konkurrenzfähig, wenn die gesamte Reisezeit betrachtet wird (inklusive der Dauer des Transfers vom Flughafen, der oft weit von der Stadt entfernt ist, ins Zentrum). Ein Umstieg ist hier also einfach, jedoch ist Fliegen durch die steuerliche Bevorzugung auch auf diesen Destinationen vielfach billiger.
Darüber hinaus sind viele Geschäftsreisen mittlerweile durch Videokonferenzen ersetzbar.



1 Finance & Trade Watch, c/o Global 2000: Broschüre Grünes Fliegen. Wien, 2017

5 Deutsches Umweltbundesamt: Möglichkeiten der Einführung einer Kerosinsteuer auf innerdeutschen Flügen. Berlin, 2005

 

 

spacer
spacer
  Arbeitsgemeinschaft Schöpfungsverantwortung | Peterskirche - Petersplatz 1, 1010 Wien
E-mail: office(at)argeschoepfung.at  | Tel: +43 660-76 000 08 | letzte Änderung: 08-01-2019