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Es wird immer wärmer in Österreich. Grafik: APA
Im Norden und Osten war es besonders warm. Grafik: ZAMG
Klimaturbulenzen: Kirschblüte und Herbstlaub - ein Foto aus Wien vom November 2018. Foto: ORF.at
Schneechaos und Schneearmut: Schneeband in grüner Umgebung ist in den letzten Jahren zur Normalität geworden.

Erderwärmung schreitet voran

 

Das Jahr 2018 war ein Hitze-Rekordjahr in Österreich und vielen Regionen Europas. Ein beständiges Hoch sorgte für langanhaltende Hitze und daraus resultierende Dürre mit enormen Schäden. Das lange Anhalten von gleichbleibenden Wetterlagen sei ein Indiz für den Klimawandel, so Experten.
Der Kampf gegen den Klimawandel droht indes ins Stocken zu geraten.


Zu Jahresende war es vielfach zu mild und in den meisten Regionen zu trocken. Danach setzte heftiger Dauerschneefall ein, der zu prekären Zuständen führte.
Wie die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) im Dezember mitteilte, war es in Österreich im Jahr 2018 so warm wie nie zuvor. Durchschnittlich war es um 1,8 Grad Celsius zu warm als im Durchschnitt der Jahre 1981 bis 2000. Wenn als Vergleichszeitraum eine frühere Periode herangezogen werden würde, wäre die Abweichung noch viel größer.

In der Bilanz der letzten Jahre zeigt sich, dass es seit 2000 die warmen Jahre häufen. Das zweitwärmste Jahr bisher war 2014 mit +1,7 Grad, das drittwärmste 2015.

Selbst am 7. Dezember 2018 erreichte die Temperatur in Aspang, NÖ noch +15,4 Grad Celsius.1

 

Heiße Sommer – schneearme milde Winter – Schneechaos

Langzeitstudien zeigen, dass in den Alpen und auch im übrigen Europa immer weniger Schnee liegen bleibt. Das ist nicht nur für Wintersportler ein Problem, sondern hat auch massive Auswirkungen auf Flora und Fauna sowie auf das alltägliche Leben der Menschen im Alpenraum.
Die gegenwärtige Schneelage lässt befürchten, dass es im Frühjahr mit größeren Überschwemmungen zu rechnen ist.

In den Alpen hat es in den letzten Jahrzehnten immer weniger geschneit, so hat es gemäß einer Auswertung des Tages-Anzeigers in den Jahren in der Schweiz seit 1988 in Lagen von 800 bis 1300 Meter Seehöhe um 33 Prozent weniger geschneit als von 1959 bis 1988. In vielen Orten hielten nur mehr Schneekanonen den Betrieb aufrecht. Das hat weitreichende Folgen wie die Gefährdung der Wasserversorgung.
In den letzten Jahren seien laut Prof. Wolfgang Schöner von der Universität Graz vor allem im Süden der Alpen Niederschläge ausgeblieben. Das entspricht auch der gegenwärtigen Situation. Diese Regionen sind für Niederschläge auf Adria-Tiefs aus dem Mittelmeerraum angewiesen. "Diese treten generell etwas unregelmäßig auf, zuletzt waren sie sehr selten", sagt Schöner. Die ausbleibenden Tiefs könnten eine Folge des Klimawandels sein.

Jänner 2019: Teile Österreich im Schneechaos

Während am Galzig am Arlberg fast 4 Meter Schnee (in 2079 Meter Seehöhe) liegen, sind es auf der Villacher Alpe laut Zentralanstalt hingegen nur 20 Zentimeter (in 2117 Meter Seehöhe). Viele Verkehrswege sind gesperrt oder wegen Schneebruch unpassierbar, die Versorgung der Menschen ist gefährdet.

Klimawandel kann eingebremst werden

Gelingt es, die Treibhausgas-Emissionen bis zum Jahr 2050 zu halbieren, könnte man immerhin ein bisschen was retten. Statt 70 Prozent des Schnees einzubüßen, läge der Rückgang bis zum Jahr 2100 dann bei 30 Prozent. Gelangt dagegen weiter ungebremst Kohlendioxid in die Atmosphäre, könnte es nach einer Studie des Instituts für Schnee- und Lawinenforschung ISF in Davos bis zum Jahr 2100 unterhalb von 1200 Metern praktisch keinen Schnee mehr geben. Selbst auf 1500 Metern würde sich die Anzahl der Schneetage im Vergleich zu heute halbieren.

Bei Betrachtung der Entwicklung der Emissionen in den letzten Jahrzehnten scheint ein Rückgang und damit eine Trendwende nur schwer vorstellbar. Nach wie vor dominieren fossile Energieträger, verbunden mit einem massiven CO2-Ausstoß.

Euphorie von Paris 2015 ist verflogen

Obwohl die Weltgemeinschaft im Dezember 2018 in Katowice ein Regelwerk zur Einbremsung der Erderwärmung beschlossen hat – das Ziel den Temperaturanstieg auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen ist ohnehin laut Studien sehr schwierig zu erreichen – ist die Einigkeit von Paris nicht mehr gegeben. Vor allem die USA und Saudi-Arabien stellten sich in Polen gegen eine ambitionierte Klimapolitik. In Brasilien wurde zuletzt ein Leugner des Klimawandels zum Präsidenten gewählt.

Wenn dem Klimawandel wirksam Einhalt geboten werden soll, ist Einigkeit und Geschlossenheit der Internationalen Staatengemeinschaft unabdingbar. Ein entschiedenes Vorgehen der Politik gegen den Klimawandel ist notwendig, statt Klimasünden wie Flugverkehr etc. zu fördern. Zudem braucht es das Bewusstsein der Weltbevölkerung für den Klimawandel, um eine Trendwende einzuleiten. In dieser kritischen Situation, in der wir uns heute befinden, können Lösungen nur im Zusammenwirken von Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft erreicht werden.

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[1]    Presseaussendung Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) vom 28.12.2018: Dezember 2018 sehr mild und im Großteil Österreichs viel Niederschlag. URL https://www.zamg.ac.at/cms/de/klima/news/dezember-2018-sehr-mild-und-im-grossteil-oesterreichs-viel-niederschlag – Stand 02.01.2019

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