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Newsletter  Jänner 2019

Sehr geehrte Leserinnen und Leser!

Foto: S. Hofschlaeger/pixelio.de

Das Klima liegt in unserer Hand – haben wir es noch in der Hand?


Laut den SDGs (Sustainable Development Goals) der Agenda 30 haben wir nur noch 11 Jahre Zeit, um unser Klima und damit das Leben auf der Erde in seiner derzeitigen Ausprägung zu retten.

So wie weltweit muss auch in Österreich noch viel mehr geschehen, um die Ziele zu erreichen. Was aber, wenn weder Regierungen noch „die Wirtschaft“ sich auf entsprechende Maßnahmen einigen?

Das ist eine Herausforderung an die Zivilgesellschaft und die Religionsgemeinschaften. Die Erfahrung zeigt, dass alle großen Entscheidungen (Gefahr der Atomtechnik, Gentechnik, Problemstoffe, …) auf Druck bzw. Engagement besonders erster zur Umsetzung gelangten. Sie werden weiterhin vehement auftreten, das Potenzial der zweiteren gehört noch stärker ausgeschöpft.

Dem entsprechend bilden in diesem Newsletter, nach zwei Fachbeiträgen zur Erderwärmung und der speziellen Rolle des Flugverkehrs dabei, Stellungnahmen zur Bedeutung des umweltpolitischen Einsatzes von NGOs und Kirchen den Schwerpunkt.

Natürlich ist damit auch jede und jeder persönlich herausgefordert, die Ziele der jüngsten Klimakonferenzen zum Leben zu bringen, indem wir nicht den „grünen Lügen“ der Großkonzerne Glauben schenken, uns nicht zum unnötigen Konsum verlocken lassen, sondern einfach sozial verantwortlich zur Tat schreiten – jetzt gleich!




Es wird immer wärmer. Grafik: APA
Klimaturbulenzen Kirschblüte im November. Foto: ORF.at

Erderwärmung schreitet voran

Das Jahr 2018 war ein Hitze-Rekordjahr in Österreich und vielen Regionen Europas. Ein beständiges Hoch sorgte für langanhaltende Hitze und daraus resultierende Dürre mit enormen Schäden. Das lange Anhalten von stabilen Wetterlagen sei ein Indiz für den Klimawandel, so Experten. Aktuell führt Dauerschneefall im Alpenraum zu prekären Zuständen in Österreich.
Der Kampf gegen den Klimawandel droht indes ins Stocken zu geraten.

Zu Jahresende war es vielfach zu mild und in den meisten Regionen zu trocken, bevor starke Schneefälle einsetzten.
Wie die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) im Dezember mitteilte, war es in Österreich im Jahr 2018 so warm wie nie zuvor.

Heiße Sommer – schneearme milde Winter – Schneechaos

Obwohl es derzeit große Schneemengen gibt, zeigen Langzeitstudien, dass in den Alpen und auch im übrigen Europa immer weniger Schnee liegen bleibt. Das ist nicht nur für Wintersportler ein Problem, sondern hat auch massive Auswirkungen auf Flora und Fauna sowie auf das alltägliche Leben der Menschen im Alpenraum.

Jänner 2019: Teile Österreich im Schneechaos

Während am Galzig am Arlberg fast 4 Meter Schnee (in 2079 Meter Seehöhe) liegen, sind es auf der Villacher Alpe laut Zentralanstalt hingegen nur 20 Zentimeter (in 2117 Meter Seehöhe). Viele Verkehrswege sind gesperrt oder wegen Schneebruch unpassierbar, die Versorgung der Menschen ist gefährdet.

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Die Emissionen von Flugzeugen sind besonders hoch. Grafik: ARGE SVA

Uwe Sattler, Referent Mobilität in der ARGE SVA. Foto: ARGE


Flugverkehr - das rasch wachsende Problem


Gerne wird darauf verwiesen, dass Emissionen aus dem Luftverkehr nur 2 Prozent des weltweit freigesetzten CO2 ausmachen, und dass nur 1,3 Prozent auf den internationalen Flugverkehr entfallen. Unerwähnt bleibt dabei, dass der Anteil der Flugemissionen rasant wächst: Das Öko-Institut warnt 2015 in einem Bericht für das Europäische Parlament, dass die CO2-Emissionen aus dem internationalen Flugverkehr im Jahr 2050 einen Anteil von bis zu 22 Prozent der weltweiten Emissionen ausmachen könnten.

 

Flugverkehr ist privilegiert

Begünstigt wird der Luftverkehr seit Jahrzehnten durch das Chicagoer Abkommen von 1944. Dieses legt global Steuerfreiheit fest. Laut dem Abkommen ist es verboten, auf internationalen Flügen eine Kerosinsteuer einzuheben. Eine weitere Begünstigung und deutliche Besserstellung gegenüber dem Bahnverkehr ist die Umsatzsteuerfreiheit für internationale Flugtickets.

Umweltschädigungen durch Luftverkehr massiv

Die Emissionen des Luftverkehrs haben verschiedene Effekte, die zum Klimawandel beitragen. Obwohl der Anteil der Schadstoffemissionen an der Gesamtmenge nur gering ist, kommt den Emissionen des Luftverkehrs für den Klimawandel und Treibhauseffekt eine erhebliche, überproportionale Bedeutung zu, da Emissionen in Reiseflughöhe eine zwei- bis vierfach höhere Klimawirksamkeit aufweisen als am Boden.

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Die Rolle der NGOs

Interview mit Willi Nowak, VCÖ-Geschäftsführung


Was es für den VCÖ bedeutet, Zukunft zu gestalten, wie er guten Ideen eine Bühne gibt, weshalb es bei Innovationen wichtig ist, sich Reaktionsmöglichkeiten offen zu halten, und warum populistische Regierungen NGOs bekämpfen - Willi Nowak, VCÖ-Geschäftsführer, im Gespräch über seine Erfahrungen aus 30 Jahren VCÖ.

Auszug: "Noch fehlt in unserer Gesellschaft das Hinarbeiten auf ein gutes Leben für alle auf der Welt, ohne Schaden anzurichten, jetzt und in der Zukunft. Die Rolle einer NGO ist es, diese Lücke zu schließen."

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Klima - wer soll nun das Klima retten?

 

Gedanken von Helga Kromp-Kolb, Klimaforscherin


Die Lösungen können weder von den Naturwissenschaften noch von den Ökonomen allein erwartet werden, jetzt sind die Sozialwissenschaften gefragt:

Wie kommt eine Gesellschaft vom Verstehen zum Handeln?

Wie überwindet sie die jeder Änderung, insbesondere aber so tiefgreifenden Änderungen entgegenstehenden strukturellen und psychologischen Hindernisse? Wie kann – wie es kürzlich eine europäischer Politiker klar ausdrückte – die Politik die notwendigen Maßnahmen ergreifen ohne seine Wiederwahl zu gefährden? Grundsätzlich scheint es in einer Demokratie nur einen Weg zu geben: den Druck der Zivilgesellschaft.

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Roland Zisser, Theologe. Foto: ARGE SVA

Die Rolle der Kirchen

 

Können Religionsgemeinschaften die Welt retten?

Die ökologische und soziale Situation der Welt ist dramatisch. Politische Vereinbarungen oder Appelle konnten das Ruder bislang nicht herumreißen. Es wird immer deutlicher, dass sich die Außenwelt nur ändert, wenn sich auch in der Innenwelt der Menschen etwas tut.

Die folgenden Ausführungen beziehen sich hauptsächlich auf den Beitrag "Letzte Zuflucht Glauben". Der Beitrag der Spiritualität zur Erhaltung einer lebenswerten Welt" von Hermann E. Ott und Wolfgang Sachs (Quellenangabe im verlinkten Artikel, Originalzitate kursiv). Beide Autoren haben gleich zwei Tage nach Erscheinen von Laudato Si diese sehr positiv kommentiert!

Trotz aller groß und medienwirksam aufgezogenen UN-Klimakonferenzen mit ihren zahlreichen Absichtserklärungen bewegen sich praktisch alle ökologischen Indikatoren für den Zustand der Welt in die falsche Richtung.

Seit Jahrzehnten wissen wir um die Dringlichkeit einer Umkehr im gesamten Weltwirtschaftssystem, dennoch findet sie nicht statt. Offensichtlich liegt dies daran, dass eine "äußere" Umkehr erst stattfinden kann, wenn sie zuerst "innen" vollzogen wurde. Oder wie die Lutheran World Federation (LWF) es in ihrer Einladung zur Feier der Schöpfungszeit 2018 formulierte: Climate should not continue changing, but the hearts and minds of people need to begin to change, so that coming generations will enjoy God's good creation.

Über den Beitrag zu einer nachhaltigen Ökologie – eine andere verdient diese Bezeichnung auch nicht –, den (in erster Linie wohl nur!) Religionsgemeinschaften leisten können, lesen Sie [hier]

 


 

 

Heiliger Stuhl. Foto: Kathpress


Auszug aus der Enzyklika LAUDATO SI, Papst Franziskus, 2015


In den bisherigen Beiträgen zu diesem Newsletter wurde die entscheidende Rolle der Zivilgesellschaft und der Religionsgemeinschaften zur Rettung des Planeten erläutert.

Das ist leicht gesagt und begründet, was allerdings noch dabei zu beachten ist, erklärt Papst Franziskus in Laudato Si (Hervorhebungen von der Red.):

(201) Der größte Teil der Bewohner des Planeten bezeichnet sich als Glaubende, und das müsste die Religionen veranlassen, einen Dialog miteinander aufzunehmen, der auf die Schonung der Natur, die Verteidigung der Armen und den Aufbau eines Netzes der gegenseitigen Achtung und der Geschwisterlichkeit ausgerichtet ist. Dringend ist auch ein Dialog unter den Wissenschaften selbst, denn jede von ihnen pflegt sich in die Grenzen ihrer eigenen Sprache zurückzuziehen, und die Spezialisierung neigt dazu, sich in Abschottung und in eine Verabsolutierung des eigenen Wissens zu verwandeln. Das verhindert, die Umweltprobleme in geeigneter Weise anzugehen. Ebenfalls wird ein offener und freundlicher Dialog zwischen den verschiedenen Ökologiebewegungen notwendig, wo es nicht an ideologischen Kämpfen fehlt. Die Schwere der ökologischen Krise verlangt von uns allen, an das Gemeinwohl zu denken und auf einem Weg des Dialogs voranzugehen, der Geduld, Askese und Großherzigkeit erfordert, immer eingedenk des Grundsatzes: »Die Wirklichkeit steht über der Idee.«


 

 

 

Betreffend die Rolle der Kirchen


in der Situation des drohenden Klimakatastrophen schrieb Joseph Kardinal RATZINGER im Vorwort zu seinem bereits 1981 erschienenen Buch

Im Anfang schuf Gott
Vier Predigten über Schöpfung und Fall
Konsequenzen des Schöpfungsglaubens

'Die Bedrohung des Lebendigen durch das Werk des Menschen, von der heute allenthalben die Rede ist, hat dem Thema Schöpfung eine neue Dringlichkeit gegeben. Paradoxerweise ist aber gleichzeitig ein nahezu völliges Verschwinden der Schöpfungsbotschaft in Katechese, Predigt und auch Theologie festzustellen. Die Schöpfungsberichte werden versteckt; ihre Aussage gilt als nicht mehr zumutbar.'

Und er fragt sich, ob dies alles keine Geltung mehr habe.

Auch wir fragen uns, was den lehramtlichen Verkündigern heute der „Schöpfungsauftrag“ gilt, da im Dialog mit der Politik so wenig Prophetisches davon zu hören zu ist.


 

 

 

Kairos

Der richtige Zeitpunkt zu handeln, wann ist er?

Seit rund 40 Jahren wissen wir mit Sicherheit um die Gefährdung unserer Lebenswelt. Warum wurde das Ruder noch nicht zurückgerissen? War es immer noch zu früh? Ist es jetzt bereits zu spät? Wann müssen wir wirklich handeln?
Die antike Philosophie kennt einen Begriff für den richtigen Zeitpunkt, den Kairos. Er bezeichnet den günstigen Zeitpunkt einer Entscheidung, dessen ungenutztes Verstreichen nachteilig sein kann. In der griechischen Mythologie wurde der günstige Zeitpunkt als Gottheit (Καιρός) personifiziert, die am Haupte vorne einen Schopf trägt.
Die Redensart, "die Gelegenheit beim Schopfe packen", wird auf diese Darstellung des Gottes zurückgeführt: Wenn die Gelegenheit vorbei ist, kann man sie am kahlen Hinterkopf nicht mehr fassen.

Wer bist du?
Ich bin Kairos, der alles bezwingt!
Warum läufst du auf Zehenspitzen?
Ich, der Kairos, laufe unablässig.
Warum hast du Flügel am Fuß?
Ich fliege wie der Wind.
Warum trägst du in deiner Hand ein spitzes Messer?
Um die Menschen daran zu erinnern, dass ich spitzer bin als ein Messer.
Warum fällt dir eine Haarlocke in die Stirn?
Damit mich ergreifen kann, wer mir begegnet.
Warum bist du am Hinterkopf kahl?
Wenn ich mit fliegendem Fuß erst einmal vorbei geglitten bin,
wird mich auch keiner von hinten erwischen
so sehr er sich auch bemüht.
Und wozu schuf Euch der Künstler?
Euch Wanderern zur Belehrung.
(Poseidippos von Pella, 3. Jahrhundert v. Chr.)

Der richtige Zeitpunkt zu handeln, wann ist er also? Die Alten wussten es. Vergangenheit und Zukunft seien nicht real, lehrten sie; entscheidend sei nur die Gegenwart, also jetzt!


 

 

"schlafend soll er mich nicht antreffen"

Die Welt ist noch nicht fertig und die Geschichte ist nicht zu Ende.“1 Nichts wird bleiben, wie es ist. Die Zukunft ist, wie die Gegenwart, Licht und Dunkel zugleich. Die gegenwärtige Zeit ist die Zeit der Gnade und Herausforderung, es ist unsere Zeit! Wir entscheiden, wie wir in die Zukunft gehen, doch wir können es nicht alleine tun „Gott wird nicht mit einem atemberaubenden Wunder alles Übel aus der Welt schaffen und wir können nicht alles alleine tun ….“2

1 I. Schönstein: von Unglauben bzw. Aberglauben; vgl. Röm 8,19: Denn die ganze Schöpfung wartet sehnsüchtig auf das Offenbarwerden der Söhne Gottes.

2 M. L. King


AKTION

Dossier Lebensstil stoppt Klimawandel


ARGE-Klimatipps

Einen persönlichen Beiträg zum Klimaschutz zu leisten ist machbar, wie die Klimatipps, die wie für Sie zusammengestellt haben, zeigen.
Angefangen von einer CO2-armen Ernährung über die Möglichkeiten nachhaltig und umweltschonend mobil zu sein bis hin zu einem ökologischen Heiz-System für Ihr Zuhause, haben wir für Sie eine umfangreiche Sammlung an Empfehlungen zusammengestellt, die leicht umsetzbar sind. 
Ausführliche Informationen finden Sie auch auch in unserem Dossier für einen nachhaltigen Lebensstilsowie auch Empfehlungen für Pfarren.


 

 

 

Fasten für ein neues Klima


Der Verein "Religion. Begegnung. Friede", entstanden 2015 (https://religionbegegnungfriede.jimdo.com), ruft zu einem

Fasten für ein neues Klima - gesellschaftlich, ökologisch auf.

Im gesellschaftlichen Bereich ist das Ziel dieser Aktion, ein neues Klima des Zusammenlebens zu finden,

im ökologischen Bereich geht es darum, ein neues Klima des Umgangs mit unserem Planeten zu finden.


Die Teilnehmenden (überkonfessionell) werden dazu aufgefordert, je nach ihren Möglichkeiten – ganz oder teilweise auf Dinge, die ihnen wichtig sind (Essen, Trinken, Auto, …) zu verzichten und die dabei gewonnenen Freiräume dazu zu nützen, der Natur und den Mitmenschen Raum zu geben.

Die ARGE Schöpfungsverantwortung unterstützt diese Initiative gerne und will mit diesem Beitrag dazu aufzurufen, zur genaueren Information das Interview mit dem Initiator der Aktion Wolfgang Bartsch zu lesen sowie sich auch daran aktiv zu beteiligen.

Zwischen Reiz und Reaktion liegt ein Raum.

In diesem Raum liegt unsere Macht zur Wahl

unserer Reaktion. In unserer Reaktion liegen

unsere Entwicklung und unsere Freiheit.“

(Viktor Frankl)

(Quelle: Website Religion. Begegnung. Friede)


 

 


Umweltnews

Grafik: de.freepik.com

good news: ein Schritt vorwärts

EU beschließt neue Emissionsvorgaben für Autos

EU-Kommission, EU-Parlament und Rat der EU haben sich Ende Dezember 2018 auf neue CO2-Normen für neue Pkws und leichte Nutzfahrzeuge geeinigt. Der Umweltverband Transport & Environment bewertete den Kompromiss als unzureichend, die Autoindustrie als unrealistisch.

Der Kompromiss sieht vor, dass neu zugelassene Pkws bis 2025 15 Prozent weniger CO2 ausstoßen. Bis 2030 soll der CO2-Ausstoß 37,5 Prozent geringer sein im Vergleich zum Niveau von 2021. Bei neuen leichten Nutzfahrzeugen weicht das 2030-Ziel deutlich ab: 31 Prozent weniger CO2 als 2021.

Transport & Environment begrüßte die Verhandlungsergebnisse als einen Schritt in die richtige Richtung. Für die Klimaziele von Paris reichten die CO2-Standards jedoch bei Weitem nicht aus. Pkws und leichte Nutzfahrzeuge sind für etwa zwei Drittel der Treibhausgasemissionen im Verkehr verantwortlich.

Außerdem veröffentlichte die EU-Kommission am Montag eine Studie über externe Kosten, die der europäische Verkehrssektor jedes Jahr verursacht. Im Detail gehen die AutorInnen von etwa 1 Billion (1.000 Milliarden) Euro für Gesundheits- und Umweltkosten aus. Der Betrag entspricht fast 7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aller 28 EU-Mitgliedstaaten.

 

Grafik: de.freepik.com

bad news: ein Schritt rückwärts

Fangquoten: Überfischung offiziell beschlossen

Ebenfalls Ende Dezember 2018 haben die für Fischerei zuständigen EU-MinisterInnen die Fangquoten in Nordsee und Atlantik beschlossen. Dabei erhöhte der Fischereirat die Fangmengen für eine Reihe von Beständen. Nichtregierungsorganisationen kritisierten die Erhöhung der Quoten, da damit die Überfischung auch 2019 weiter fortgesetzt werde.

Sowohl für Kabeljau und Hering in der Nordsee als auch für Makrele im Nordwestatlantik wurden die Fanggrenzen deutlich oberhalb der wissenschaftlichen Empfehlungen des Internationalen Rats für Meeresforschung (ICES) festgelegt, kritisierten Slow Food Deutschland und die Deutsche Umwelthilfe die Entscheidung, denn immer noch 55 Prozent der Fischbestände in der Nordsee und im Atlantik sind laut wissenschaftlicher Bewertung überfischt.

Die Deutsche Umwelthilfe und die Kampagne Our Fish hatten vor dem Fischereirat mit einer Protestaktion 350.000 Unterschriften mit "göttlicher Unterstützung" eines verkleideten Meeresgottes Poseidon überreicht. Die PetentInnen sprachen sich für eine nachhaltige Fischerei aus.


https://www.eu-umweltbuero.at - Quelle: Radio DNR (Den neien Radio)


 

 


Isolde Schönstein, Gründerin und Leiterin der ARGE. Foto: ARGE SVA


Über uns


Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der „Öko-Soziale Bewegung in der katholischen Kirche“, später (1992) als „ARGE Schöpfungsverantwortung“ bekannt gewordenen Umweltorganisation melde ich mich als deren Gründerin und langjähriger Leiterin zu Wort.

Gleich zwei Kirchenversammlungen im Jahr 1989 befassten sich mit den Bedrohungen durch Kriege, Hunger und Umweltzerstörung. In diesem Rahmen wurden eine Reihe von Selbstverpflichtungserklärungen abgegeben. Ich sah also, nach jahrelangen Bemühungen, die Zeit für gekommen an, mich in kirchliche Umweltprozesse einzubringen – diese gab es aber nicht, und so machte ich mich auf, „von Haus zu Haus, Pfarre über Pfarre“ kirchliche Umweltarbeit zum Thema zu machen. 1992 war es soweit, dass wir mit einem Aktionsteam und Expertenbeirat eine Arbeitsgemeinschaft bilden und kirchliche Umweltarbeit initiieren konnten. Im Zentrum unserer Arbeit standen und stehen weiterhin: Umweltbildung (und Ausbildung), Schöpfungsethik, Ökosoziale Pastoral, Service: Informations-Beratungs-Behelfsdienst, umweltpolitische Interventionen, Umsetzungsprojekte und die Schöpfungszeit-Initiative.

Unsere ökumenische Ausrichtung mündete 1998 in den Aufbau und die Mitbegründung des EUROPEAN CHRISTIAN ENVIRONMENTAL NETWORK (ECEN), unsere Bemühungen um interreligiöse Zusammenarbeit brachten zwei internationale Konferenzen und ein Bekenntnis (Interreligöses Manifest Klima- und Artenschutz) hervor.

Über Erfolge, Hindernisse und schließlich den Durchbruch mit der Schöpfungszeit berichten wir im nächsten NEWSLETTER.

Und wer es noch nicht gemerkt hat: Unsere Ausrichtung ist franziskanisch!

 

 

ARGE Schöpfungsverantwortung seit 25+2 Jahren im Einsatz für Gesellschaft und Kirche!

Unser Newsletter erfreut sich einer weitreichenden Leserschaft und soll auch weiterhin mit einer Synergie von Ökologie und Religion aufwarten und zur Umsetzung von Aktionen, Projekten und Ideen anregen können. Dafür leistet ein Team von Aktivisten und Experten ehrenamtliche Arbeit.

Fachkommentare und Behelfe stehen grundsätzlich unentgeltlich zur Verfügung, doch nur mithilfe Ihrer SPENDE oder FÖRDERMITGLIEDSCHAFT  können wir als unabhängige Organisation arbeiten. Werden Sie FÖRDERMITGLIED oder SPENDEN Sie online.    

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Der Vorstand der ARGE Schöpfungsverantwortung

 


 

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