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Newsletter  Oktober 2019

Klimastreik - Generationen übergreifendes Engagement. Foto: ARGE SVA

Wir vergessen, dass wir selber Erde sind.
Unser eigener Körper ist aus den Elementen

des Planeten gebildet;


seine Luft ist es, die uns Atem gibt,
und sein Wasser belebt und erquickt uns.
Nichts von dieser Welt ist für uns gleichgültig.


(Papst Franziskus, Auszug aus  " Laudato si' " , 2015) 

 



Sehr geehrte Leserinnen und Leser unseres Newsletters!



Handeln!  Jetzt!


Wie anders könnte unser Motto lauten? Die Zeichen der Zeit erfordern nichts anderes; gezaudert, hinausgeschoben und versäumt wurde schon zu viel.
Dass dies von vielen Menschen so verstanden wird, zeigt sich in immer neuen Aktionen, Initiativen und Zusammenschlüssen, die auch medial stets mehr an Aufmerksamkeit gewinnen. Diese nicht bloß wahrzunehmen, sondern sich selbst tatkräftig einzubringen, ist das Gebot der Stunde.

"Es gibt einfach Sachen, die man machen muss, ... Sonst ist man kein Mensch, sondern nur ein kleiner Staublurch." (Astrid Lindgren, Die Brüder Löwenherz)


Dazu erwarten Sie, liebe Leserinnen und Leser, in diesem Newsletter

ein Beitrag zur eben zu Ende gegangenen Schöpfungszeit und dem in diese Zeit gefallenen Klimastreik;

theologisch-philosophische Überlegungen zum unbedingt notwendigen Wandel in den Einstellungen und Handlungsmustern der Menschheit weltweit sowie eine Vorschau, wie dieser Wandel auch praktisch inszeniert werden kann (Abschlussveranstaltung der SDG-Reihe am Dienstag, 15. Oktober).

Nach nicht weniger bedeutsamen Kurznachrichten laden wir Sie zu einer Mitmach-Aktion ein, bieten Ihnen wieder unwiderstehliche Buchtipps und zur Meditation ein zur Jahreszeit passendes Sonett von R.M. Rilke.

 




Theologie und Ethik

Schöpfungszeit / Time of Creation

Schöpfungszeit


... ist der Zeitraum vom 1. September bis 4. Oktober eines jeden Jahres, in welchem der Fokus auf die Lage der Welt, die Bestimmung des Menschen und seine damit verbundene Verantwortung gesetzt wird. Wir brauchen dazu eine bestimmte Zeit der Konzentration und Einübung in eine neue Lebenskultur und wir brauchen Stärkung und Halt in der schwierigen Übergangsphase von einem zerstörerischen zu einem nachhaltigen und somit zukunftsfähigen Lebensstil. Für diese Umkehr ist ein umfassendes Bildungsprogramm, innere Betroffenheit und Gemeinschaftssinn erforderlich. Keine Kirche/Religionsgemeinschaft, keine Partei, keine Bewegung wird es alleine schaffen.

Wir laden zur Generationen übergreifenden Zusammenarbeit im "Zukunftsparlament" ein!

-> mehr zur Schöpfungszeit

-> Schöpfungszeitlogo: Herkunft und Bedeutung

-> ECEN



Wichtiges, das heuer in die Schöpfungszeit gefallen ist

Zehntausende bei Klimaprotesten in Wien. Foto: ARGE SVA

Weltweiter Earth-Strike / Klimastreik am 27. September

Die weltweiten Proteste im Rahmen der Klimawoche von 20. bis 27. September haben alle Erwartungen übertroffen. Am Höhepunkt (Freitag, 27. September) waren in Wien etwa 50.000 Menschen auf der Straße, die sternförmig vom Hauptbahnhof, Westbahnhof und Praterstern zum Karlsplatz gingen. "Wir streiken bis ihr handelt", war der Grundtenor, der alle Versammelten verbindet.
Die Klimakrise ist die größte Herausforderung der Gegenwart und muss oberste Priorität in der Politik haben. Es sind radikale Klimaschutzmaßnahmen notwendig, um die Einhaltung des 1,5-Grad-Ziels überhaupt noch gewährleisten zu können.


 

 

Markus Vogt. Foto: LMU München

Die Angst vor dem Wandel


Nachhaltige Entwicklung zwischen Katastrophendiskurs und Zukunftshoffnung


von Markus Vogt

Viele erleben die Gegenwart als Zeit des beschleunigten Wandels, als Zeit des Übergangs, in dem bekannte Ordnungsmuster in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft an Geltung verlieren, ohne dass die künftige Ordnung schon erkennbar ist. Manche sprechen auch von einer Zeit der „Großen Transformation“, die durch beschleunigte Innovationen, multiple Krisen und vielfältige Umbrüche und Aufbrüche gekennzeichnet ist. Diese Gegenwartsdiagnosen verbinden sich mit ganz unterschiedlichen Zukunftserwartungen und Handlungsvorschlägen. Die folgenden Ausführungen nehmen dieses Panorama zum Anlass, die Gegenwartsdeutungen erkenntnis- und sozialtheoretisch zu vergleichen (1), dabei die Zukunftserwartung der Katastrophe näher anzuschauen (2), nach Bewältigungsstrategien für den Umgang mit Unsicherheiten und einer offenen Zukunft zu fragen (3) und schließlich das Programm einer christlich geprägten Transformationsethik zu entwerfen (4). Der rote Faden des Essays ist ein Realismus der Hoffnung, der sich sowohl von utopischen wie auch von dystopischen Modellen abgrenzt.

[Den vollständigen Artikel finden Sie hier.]


 

 

 

Gerhard Frank. Foto: privat

 

Handeln! Jetzt! -


vom Diskutieren zum Handeln


von Gerhard Frank


Die SDG-Veranstaltungsreihe der ARGE Schöpfungsverantwortung neigt sich dem Ende zu. Ein wunderbares Beispiel für Zukunftslernen, das die Wichtigkeit des konziliaren Prozesses unterstrich und zugleich dessen vereinigende, konstruktive Kraft bewies. Spannende Vorträge, die das Problemfeld „Klimawandel“ von unterschiedlichen Seiten beleuchtet haben. Im Mittelpunkt die Trias des gemeinsamen Lernweges christlicher Kirchen, Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung. Gute Diskussionen. Interessierte Menschen. Junge Menschen, ältere Menschen. Meinungsvielfalt, jedoch getragen von einer allseits geteilten Sorge für das gemeinsame Haus, wie es Papst Franziskus in Laudato si so treffend ausgedrückt hat. Ist dabei irgendetwas ungesagt geblieben? Die Schlussveranstaltung am 15. Oktober stellt auf das scharf, was möglicherweise bislang ausgespart wurde.

-> Vom Diskutieren zum Handeln

 


 

 

 

 


Aktuelles / Kurznachrichten / TIPPS

 

Im Netz des Lebens

SCHULPROJEKT: Im Netz des Lebens


Rechtzeitig zum Schulbeginn verweisen wir auf unsere Stundenbilder "Im Netz des Lebens" - Ökologie und Religion, die wir kostenlos zur Verfügung stellen. Darin finden Sie umfassendes Material und Impulse für vorwissenschaftliche Arbeiten zur Verwendung im Religionsunterricht und darüber hinaus.

-> zu den Stundenbildern/UMWELTBILDUNG


 

Klimavolksbegehren

KLIMAVOLKSBEGEHREN unterstützen!

 

Das Klimavolksbegehren liegt derzeit zur Unterstützung auf allem Gemeindeämtern und in den größeren Städten am Magistratischen Bezirksamt auf. Zudem kann es online via Handysignatur unterstützt werden. Die Klimakrise ist die größte Herausforderung der Gegenwart und muss oberste Priorität in der Politik haben.

-> weitere Informationen (klimavolksbegehren.at)


 

 

Der Amazonas brennt. Foto: ARGE SVA

Amazonas-Synode


vom 6. bis 27. Oktober in Rom


Drei Wochen lang beraten Bischöfe, Fachleute und Menschen aus der Amazonas-Region über pastorale, soziale und ökologische Herausforderungen. Dabei soll es auch um die schwierige Lage indigener Völker und um die Ausbeutung der Ressourcen im Regenwald gehen, der oft als "grüne Lunge der Welt" bezeichnet wird.

Quelle: Stefan von Kempis - Vatikanstadt

Erwin Kräutler. Foto: Diözese Innsbruck

Bischof Kräutler: "Der Schutz des Lebens und der Biosphäre wird mit größtem Nachdruck von den indigenen Völkern eingefordert. Die kommenden Generationen werden uns fragen, was wir ihnen vererben, in Bezug auf die gerechte Verteilung der Güter unseres Planeten, die Qualität der Erde, des Wassers und der Luft. Wir benötigen eine neue Askese für den Gebrauch der Güter und eine neue Bioehtik, die über fragmentierte ökologische Forderungen hinausgeht."

(Quelle: KIRCHE IN. 33. Jg./Nr. 10, Oktober 2019)


 

Madre Terra - Schulprojekt Folignio. Foto: ARGE SVA

Klimafreundliche Landwirtschaft gefordert

Im August 2019 wurde die Initiative “Klimafreundliche Landwirtschaft” gegründet. Mitglieder sind Greenpeace, BIO AUSTRIA, Sonnentor, die Klimawissenschaftlerin Helga Kromp-Kolb, der Umweltmediziner Hans-Peter Hutter, Fridays For Future, die ARGE Schöpfungsverantwortung, ARCHE NOAH sowie das Tierschutzvolksbegehren.

-> mehr zum Thema (Pressestatement der Initiative, Position der Kirche)

-> Forderungen der Initiative Klimaschutz an Österreichs Landwirtschaft [PDF]

Als eine ihrer ersten Initiativen stellte die Initiative „Klimafreundliche Landwirtschaft“ im Vorfeld der September-Nationalratswahl fünf Forderungen an die SpitzenkandidatInnen der antretenden Parteien für die künftige Ausgestaltung der Agrarpolitik in Österreich.
Die Antworten darauf finden Sie hier [Factsheet - PDF].


 

30 Jahre Eurosolar Austria

Österreichischer Solarpreis 2019


Wir gratulieren Eurosolar Austria für das unermüdliche Engagement für Erneuerbare Energien und Innovationen auf allen Ebenen.

Solarpreis 2019

Im Rahmen einer Festveranstaltung im Naturhistorischen Museum zur 30-Jahr-Feier von Eurosolar Austria wurden Anfang Oktober zwölf besonders nachhaltige Projekte ausgezeichnet.

-> zu den Projekten und Preisträgern


 

Aktionsbündnis ABFANG

ABFANG


Aktionsbündnis für Frieden, aktive Neutralität und Gewaltfreiheit

Anfang September 2019 trat das Aktionsbündnis für Frieden, aktive Neutralität und Gewaltfreiheit (AbFaNG) erstmals an die Öffentlichkeit.

30 Organisationen und zahlreiche Einzelpersonen reagieren damit auf die "Aufkündigung des INF-Vertrages, das damit ausgelöste neue atomare Wettrüsten", worin sie "eine bedrohliche Situation für die Neutralität, die Demokratie und die Zivilgesellschaft" sehen.

Das Positionspapier von ABFANG und nähere Informationen über diese zivilgesellschaftliche Initiative finden Sie unter

->  http://abfang.org/


 


Mitmach-Aktion Leserdebatte

Roland Zisser vom Redaktionsteam


Wie können wir Umweltethik kommunizieren?

Obwohl die Abfassung solch eines Newsletters mit viel Arbeit verbunden ist, fällt dies doch nicht schwer. Was einen selbst bewegt, ist bekanntlich leicht in Worte zu fassen, bloß um die passende Formulierung muss oft noch gerungen werden.

Mittels eines Mausklicks wird der Newsletter an zahlreiche Empfänger versendet, von Ihnen jetzt gerade auch gelesen –, aber wie wirkt er dann weiter?

Was bewirken überhaupt all die vielen engagiert ausgesprochenen Worte und Appelle zum Thema Umweltschutz? Das fragen auch Sie sich doch sicher oft.

Ein einschlägiger konkreter Anlass – siehe den verlinkten Artikel – bewog mich, mich mit der Bitte an Sie, liebe Leserinnen und Leser, zu wenden, Ihre Erfahrungen auszutauschen, wie "Umweltethik" erfolgreich kommuniziert werden kann.

Mit bestem Dank im Voraus,
Roland Zisser (roland.zisser@argeschoepfung.at) vom Redaktionsteam.

-> zur Leserdebatte



 

 


Literaturempfehlungen

Erneuerung jetzt. Foto: Tyrolia

Erneuerung jetzt

 

Impulse zur Kirchenreform aus Amazonien

von Erwin Kräutler

erschienen 2019 im Tyrolia-Verlag, 160 Seiten, ISBN 3702237860

Bischof Kräutler geht auf die Agenda der Synode ein und zeigt Wege auf für die Kirche der Zukunft – in Amazonien aber ebenso in Europa. Der Schutz für Mensch und Natur steht im Mittelpunkt.




Foto: Campus-Verlag

Wie viele Sklaven halten Sie?


von Evi Hartmann,

erschienen 2016 im Campus-Verlag, 225 Seiten

Wenn Sie Kleidung tragen, Nahrung zu sich nehmen, ein Auto fahren oder ein Smartphone haben, arbeiten derzeit ungefähr 60 Sklaven für Sie und mich. Ob wir wollen oder nicht. Und ohne dass wir das veranlasst hätten. Wie fühlen Sie sich damit? Dies fragt BWL-Professorin Evi Hartmann und meint es nicht rhetorisch.

 

Cover: Promedia

Fassadendemokratie und Tiefer Staat

Auf dem Weg in ein autoritäres Zeitalter

von Ullrich Mies, Jens Wernicke

erschienen bei Promedia, 272 Seiten, ISBN 9783853714245

Immer sichtbarer wird für Beobachter des Zeitgeschehens die schleichende Transformation parlamentarischer Demokratien in Richtung autoritärer Systeme. Organisationen, die sich ausschließlich Kapitalinteressen verpflichtet fühlen, schaffen suprastaatliche Strukturen, die sich der demokratischen Kontrolle entziehen. Vom Volk gewählte politische Repräsentanten sehen sich zu Handlangern der ökonomisch Mächtigen degradiert, viele von ihnen vollziehen den Schulterschluss mit ihnen.


 

Foto: Zisser

Voller Apfel, Birne und Banane,
Stachelbeere ... Alles dieses spricht
Tod und Leben in den Mund ... Ich ahne ...
Lest es einem Kind vom Angesicht,

wenn es sie erschmeckt. Dies kommt von weit.
Wird euch langsam namenlos im Munde?
Wo sonst Worte waren, fließen Funde,
aus dem Fruchtfleisch überrascht befreit.

Wagt zu sagen, was ihr Apfel nennt.
Diese Süße, die sich erst verdichtet,
um, im Schmecken leise aufgerichtet,

klar zu werden, wach und transparent,
doppeldeutig, sonnig, erdig, hiesig –:
O Erfahrung, Fühlung, Freude –, riesig!

(Rainer Maria Rilke, Sonette an Orpheus I/13)



ARGE Schöpfungsverantwortung

Ökosoziale Bewegung

 

seit 1989 im Einsatz für Gesellschaft und Kirche

 

Unser Newsletter erfreut sich einer weitreichenden Leserschaft und soll auch weiterhin mit einer Synergie von Ökologie und Religion aufwarten und zur Umsetzung von Aktionen, umweltpolitischen Initiativen, Projekte - wie aktuell das Klimaprojekt OUR COMMON FUTURE - und Ideen anregen können. Dafür leistet ein Team von Aktivisten und Experten ehrenamtliche Arbeit.

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ARGE Schöpfungsverantwortung - "Wir machen Schöpfungsverantwortung zum Thema!"
Redaktionsteam: Isolde Schönstein,
Roland Zisser, Uwe Sattler

 


 

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  Arbeitsgemeinschaft Schöpfungsverantwortung | Peterskirche - Petersplatz 1, 1010 Wien
E-mail: office(at)argeschoepfung.at  | Tel: +43 660-76 000 08 | letzte Änderung: 29-10-2019