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Newsletter  Juli 2019

Junge Generation der ARGE SVA engagiert im Klimaschutz.

„Empört und Engagiert Euch!“

 

 Empörung drückt den Schmerz
über die erlittene Entwürdigung aus!

(Stéphane Hessel, 1917 - 2013)

 

 

 

 

Sehr geehrte Leserinnen und Leser!

 

Stéphane Hessel. Foto: denk-doch-mal.de

Im Jahr 2010 erschien die bis heute aktuelle und vielbeachtete Kampfschrift des ehemaligen französischen Widerstandskämpfers, Diplomaten, Mitverfasser der UN-Menschenrechtscharta Stéphane Hessel: "Engagez-vous!" . Darin plädierte der 93-Jährige für den handfesten Einsatz zum Schutze der Umwelt. Wenn "Empört euch!" als Impuls, die geistige Haltung zu ändern, interpretiert wurde, so lässt "Engagiert euch!" keinen Zweifel mehr am Primat der Tat: "Es genügt nicht, sich nur zu entrüsten", erklärte Hessel.

[> Empört und engagiert euch!]

 


 

 

Aus dem INHALT

  • Jugend und Umwelt: von Severn Suzuki (1992) über Felix Finkbeiner (1997) zu Greta Thunberg
  • Petition RELIGIONS FOR FUTURE
  • Jugend-Aktivität in Sibiu
  • Aus unseren „Future Generations“-Projekten: von 0 bis zum Erwachsenenalter
  • Einladung SDG-Veranstaltungen: Chancen und Handlungsrahmen für die Junge Generation
  • Veranstaltungsreihe SDGs: ein Halbzeit-Resumee
  • Papst Franziskus und die junge Generation (Laudato Si)
  • Schöpfungszeit: eine theologische Begründung
  • Behelfe für eine nachhaltige Schöpfungszeit
  • Ankündigung Schöpfungszeit 2019
  • Aktuelles: Glyphosat-Verbot in Österreich, Klimanotstand, Europas Jugend
  • Empfehlungen: Spiele und Ratgeber

 

 


Jugend und Klima – Jugend und die SDGs

Foto: ARGE SVA


Was der reife, altersweise Erfolgsautor verlangte, wird auf beeindruckende Weise von ebenfalls bereits sehr reifen jungen Menschen umgesetzt.

Sind das die neuen Zeichen der Zeit? Werden jetzt die jungen Menschen die Klimakorrekturen durchsetzen müssen? Was konnten sie bisher erreichen?

Was wurde zum Beispiel aus Severn Suzuki? Wie entwickelte sich Felix Finkbeiners weltweite Baumpflanzkampagne weiter?

 




Severn Suzuki. Foto: DW.com

Severn Suzuki

... brachte 1992 „die Welt zum Schweigen“. In ihrem 6-minütigen Auftritt vor der Konferenz der Vereinten Nationen über nachhaltige Entwicklung 1992 löste sie als 12-jährige Betroffenheit aus, zumindest kurzzeitig, wie die Bilder zeigen.

https://www.youtube.com/watch?v=3XccMW0krLo

https://www.youtube.com/watch?v=Sur8coFE0tU


Heute bedauert es die Umweltaktivistin und Initiatorin zahlreicher zivilgesellschaftlicher Projekte, die mittlerweile Mutter von zwei Söhnen ist, dass ihrer Beobachtung zufolge die Politiker seit ihrem Appell nichts dazugelernt haben.

 

Felix Finkbeiner. Foto: NDR

Felix Finkbeiner

... gründete 2007 als damals 10-Jähriger die weltweite Baumpflanzaktion „plant for the planet“ und konnte damit hunderttausende Kinder dazu gewinnen, sich dafür zu engagieren. Auch er hatte eine große Bühne, im UN-Hauptquartier forderte er im Jahr 2011 die Delegierten auf, im Kampf gegen die Klimakrise nicht nur zu reden, sondern endlich zu handeln.

https://www.youtube.com/watch?v=tGLtkbaeupI

https://www.youtube.com/watch?v=3XccMW0krLo

https://www.youtube.com/watch?v=Sur8coFE0tU


Heute unterstützt der mittlerweile 21-jährige Felix Finkbeiner die Mitstreiterinnen und Mitstreiter von Greta Thunbergs „Friday For Future“.

 

Greta Thunberg. Foto: Jack Taylor/Gettyimages.com


Fotos: ARGE SVA

Greta Thunberg

... ist derzeit in allen Medien präsent – siehe auch unsere Newsletter vom März und Mai 2019 – und trat nach Erscheinen des Letzeren auch in Wien auf:

Große Klimademo in Wien mit Greta Thunberg Ende Mai

Nach dem Vorbild von Greta Thunberg gehen auch in Österreich seit Ende Dezember junge Menschen als Teil der weltweiten Bewegung "Fridays for Future" wöchentlich auf die Straße. Sie demonstrieren für eine konsequente Umwelt- und Klimapolitik.

Am Freitag, den 31.05.2019 nahm Greta Thunberg in Wien an der "Fridays for Future"-Demonstration teil, die von laut Veranstaltern 35.000 jungen und erwachsenen Menschen mitgetragen wurde.

Vienna right now! #FridaysForFuture#schoolstrike4climate#ClimateStrike pic.twitter.com/Qxm01QLc31

Greta Thunberg (@GretaThunberg) 31. Mai 2019

In ihrer Rede, während der es immer wieder spontanen Applaus gab, verwies Thunberg darauf, dass es laut Wissenschaftern noch möglich sei, die Pariser Klimaziele (Pariser Klimaschutzkonferenz, Dezember 2015) zu erreichen. Allerdings selbstverständlich nur, wenn nicht weiterhin ungerührt so weitergewirtschaftet werde wie bisher.

Quelle: https://orf.at/stories/3125225

Reaktionen darauf, die uns Hoffnung geben könnten?

Die 16-jährige schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg wurde bei ihrem Aufenthalt in Wien am 27. Mai auch von Bundespräsident Alexander Van der Bellen empfangen.

"Greta und ihre Mitstreiterinnen und Mitstreiter geben mir Hoffnung, dass wir die Klimakrise gemeinsam erfolgreich bekämpfen werden", twitterte der Bundespräsident.

Quelle:
https://www.bundespraesident.at/aktuelles/detail/news/alexander-van-der-bellen-trifft-greta-thunberg/



Arnold Schwarzenegger trat ebenfalls beim “R20 Austrian World Summit” in Wien auf, zu dem Greta Thunberg wie üblich mit dem Zug (Schwarzenegger mit dem Privatjet!) angereist war. Den Ehrenschutz für die Veranstaltung hatte der Bundespräsident übernommen. Was allerdings hat der Hummer-Fahrer, Vielflieger und Redenschwinger bereits wirklich persönlich für den Klimaschutz geleistet?


Die tatsächliche Klimapolitik wird von den im Parlament vertretenen politischen Parteien gemacht. Bei der kommenden Nationalratswahl am 29.09.2019 werden die Entscheidungsträger neu bestimmt.

Während der letzten 40 Jahre, als die Virulenz der Umweltzerstörung bereits offensichtlich und auch im Bewusstsein der verantwortlich handelnden BürgerInnen verankert war, verschlechterte sich die Umweltsituation in Österreich ständig. Keine der drei in dieser Zeit als Regierungsparteien bestimmenden Kräfte setzte ernsthafte und wirksame Maßnahmen gegen die Umweltzerstörung. Höchstwahrscheinlich wird es im Wahlkampf auch diesmal nicht an Lippenbekenntnissen mangeln, eine tatsächliche Umkehr ist aus der Sicht des "gelernten Österreichers" aber erfahrungsgemäß nicht zu erwarten, es sei denn der immer größer werdende Druck zeigt doch noch Erfolg.

 


Petition  Religions for Future

Die Umweltbüros der evangelischen und katholischen Kirchen in Österreich haben jetzt unter dem Motto "Religions for Future" eine Erklärung veröffentlicht, die sich hinter diese Bewegung stellt - bitte unterzeichnen und weiterleiten: 
https://www.schoepfung.at/site/home/petition/petition/1.html

Bleibt zu hoffen, dass diesem Bekenntnis Taten folgen.


 

 

 

Diese drei Mädchen haben es geschafft mit ihren Forderungen für eine entschlossenere Klimapolitik in den streng bewachten abgesperrten Ring in Sibiu einzutreten und diese "an den Mann" zu bringen. Foto: Dörr

Ausland: Jugend-Initiative in Sibiu


Pfarrerin Elfriede Dörr aus Sibiu/Hermannstadt sandte uns ein schönes Beispiel vom informellen EU-Gipfel der europäischen Staatschefs am 9. Mai 2019 in Sibiu, Rumänien.

Drei Vertreterinnen der "Fridays for Future"-Bewegung gelang es, mit 9 der 27 anwesenden Staatspräsidenten ins Gespräch zu kommen und ihre Anliegen vorzutragen, darunter Emanuel Macron.Die jungen Menschen haben das Streikverbot zwar beachtet, aber Alternativen ausgelotet um ihre Anliegen zu vertreten.

[Den vollständigen Artikel finden Sie hier.]



Autofreier Tag, Rasen am Ring. Foto: ARGE SVA
www.argeschoepfung.at

Über uns: ARGE SVA und FUTURE GENERATION


Die ARGE Schöpfungsverantwortung initiert das Projekt
„Future Generations“ (FG) von 0 (Arche Noah) bis zum Erwachsenenalter seit vielen Jahren.

  • Jugend-Umweltbildungs- und Beschäftigungsprogramm: "Future Generations". Im Rahmen dieses Programms wurden bisher 95 junge Menschen in christlicher Ökologie, internationaler Zusammenarbeit und Umweltpolitik und in die Schöpfungszeit eingeführt.
  • Das Eltern-Kind-Projekt zielt auf gesunde Entwicklung in einer intakten Umwelt, Elternkompetenz und Umwelt-Früherziehung (Eltern-Kind-Ratgeber, Kinder-Umwelt-Theater).


"Im Netz des Lebens" - Ökologie und Religion

15 Unterrichtsmodule für die Oberstufe warten auf Umsetzung im größeren Umfang! Aufruf an die Lehrerschaft, Fachbereich Religion/Ethik

> Link zum Projekt


Damit in Zusammenhang steht die Verleihung des Staatspreises der Republik Österreich „Konrad-Lorenz-Preis“ an die ARGE SVA. Als Kriterien für die Verleihung gelten der Einsatz für

  1. das Nichtwiederbringliche in Natur und Umwelt 
  2. Generationenverantwortung und

  3. Schöpfungsethik

> https://www.argeschoepfung.at/ueber-uns/preise/konrad-lorenz-preis.html

weitere Jugend-/FG-Projekte:
Schulprojekt, Baumpflanzaktionen, Malwettbewerbe, Klimaprotestaktion COP15 in Kopenhagen etc.




 

Veranstaltungshinweis

Isabella Steger, Bundesjugendvertretung. Foto: privat

Die junge Generation und die SDGs -


Chance und Handlungsrahmen


Was haben junge Menschen von den SDGs? Einfach: die letzte Chance auf eine Zukunft in einer gesunden intakten Umwelt. Dazu muss sie aber auch sowohl die Verantwortlichen beim Wort nehmen und Taten einfordern als ebenso selber ökologisch-nachhaltig wirtschaften.

Diesem Ziel dient unsere

EINLADUNG an die Jugend und junge Erwachsene zur SDG-Veranstaltung:

SDGs – Chance und Handlungsrahmen für die junge Generation” mit der Referentin Isabella Steger von der Bundesjugendvertretung am 26. September im Don-Bosco-Haus, 1130 Wien

In diesem Zusammenhang erinnern wir an unsere komplette 8-teilige Veranstalungsreihe “OUR COMMON FUTURE”, deren zweiter Block am 10. September startet.


Die erste Hälfte über die im Jahr 2015 beschlossenen UNO-Nachhaltigkeitsziele, die "Sustainable Development Goals" (SDGs) erfreute sich bereits großen Interesses zahlreicher Teilnehmender. Unter dem Motto "Our Common Future" erklären Fachleute aus Wissenschaft und Umweltorganisationen die Entstehung der UNO-Ziele und zeigen auf, was Verantwortungsträger aus Kirche, Politik und Zivilgesellschaft zu deren Umsetzung beitragen können. Einen Kurzbericht über den ersten Veranstaltungsblock finden sie hier:

PNGkey.com, United Nations




Fotos: ARGE SVA

O U R  C O M M O N   F U T U R E

Mit den SDGs die Zukunft gestalten -


Resümee über die erste Hälfte der Veranstaltungsreihe

von Uwe Sattler


Die erste Hälfte der achtteiligen Veranstaltungsreihe über die im Jahr 2015 beschlossenen UNO-Nachhaltigkeitsziele, die "Sustainable Development Goals" (SDGs), erfreute sich großen Interesses zahlreicher Teilnehmender. Die SDGs sind vielleicht "unsere letzte Chance", dem Klimawandel mit seinen Folgen Einhalt zu gebieten. Ihre Umsetzung soll laut UNO „einer nachhaltigen Entwicklung auf ökonomischer, sozialer und ökologischer Ebene“ dienen.

Unter dem Motto "Our Common Future" erklärten Fachleute aus Wissenschaft und Umweltorganisationen die Entstehung der UNO-Ziele und zeigten auf, was Verantwortungsträger aus Kirche, Politik und Zivilgesellschaft zu deren Umsetzung beitragen können.


Startveranstaltung Ende April: Thomas Mördinger von "ÖKOBÜRO - Allianz der Umweltbewegung" referierte über den Prozess bis zur Formulierung der Agenda 2030 und die Chancen der Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele.


Anfang Mai: Ulrich Leth vom Institut für Verkehrswissenschaften der TU Wien behandelte die Mobilitätswende. Der Verkehr ist - neben anderen - eine der wesentlichen Ursachen für den Klimawandel. Das sogenannte "Mobilitätswachstum" ist ein Mythos, da die Zahl der Wege einer Person pro Tag konstant bleibt. "Physische Mobilität ist immer Ausdruck eines Mangels am Ort!"


Ende Mai: ein Kernthema der ARGE Schöpfungsverantwortung: das Klima. Uwe Sattler präsentierte die Klimaaktivitäten der ARGE Schöpfungsverantwortung, Herbert Formayer von der BOKU Wien Fakten zum Klima.

Der Klimawandel betrifft viele Lebensbereiche (Verkehrsinfrastruktur, Land- und Forstwirtschaft etc.) und seine Bekämpfung bringt einen Mehrfachnutzen.


Anfang Juni: Wege zur Überwindung unserer imperialen Lebensweise. Alexander Behr vom Forum Civique Européen verwies auf die Ausbeutung von Menschen und Ressourcen durch Wenige und welche Probleme, wie beispielsweise strukturelle Fluchtursachen, sie mit sich bringt. Die imperiale, rücksichtslose Lebensweise ist eng verknüpft mit unserem Konsumverhalten und der Ausbeutung migrantischer Arbeitskräfte (die meist aus Afrika und Osteuropa stammen) in der Landwirtschaft in Südeuropa (Produktion von Tomaten, Melanzani etc.), die sich über die Wertschöpfungskette der Lebensmittel bis hier zu uns in den Supermärkten auswirkt.

 

 

Ausblick auf die kommenden Veranstaltungen / E I N L A D U N G

(Anmeldung empfohlen)

Di 10.09.2019: Frieden, Gerechtigkeit und Nachhaltige Entwicklung sind Kernziele der SDGs   Peter Weish, Universität Wien

Do 26.09.2019: SDGs – Chance und Handlungsrahmen für die junge Generation Isabella Steger, Bundesjugendvertretung

Do 03.10.2019: Ganzheitliche Gesundheit, Klima und Kooperationen zur Erreichung der Ziele

Heinz Fuchsig, Umweltreferent der Öst. Ärztekammer

Di 15.10.2019: Zusammenfassung: Wege und Auswege aus der Krise

Podiumsdiskussion mit Fachleuten aus zivilgesellschaftlichen Organisationen, Politik, Kirche und nicht zuletzt den aufstrebenden Klima-Initiativen der jungen Generation


Eine ausführliche Zusammenfassung der Abende mit Download-Möglichkeiten der Präsentationen und Fotos finden Sie hier.


 

"Gemeinsam geht es besser" - Symposium 2018 Foto: ARGE SVA

An den Themen der SDG-Veranstaltungsreihe weiterarbeiten!

Auf wiederholt geäußerten Wunsch der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist bis Projektende im Oktober 2019 die Errichtung einer „Interessens- und Aktionsgruppe SDG“ angedacht.

Interessierte können sich jeweils im Anschluss an die Veranstaltung oder unter office(at)argeschoepfung.at anmelden.


 

 

 

Kirchliche Positionen, Theologie, Biblisches

 

Papst Franzikus mit Jugendlichen. Foto: ED Wien

LAUDATO SI' (209)

 

Das Bewusstsein der Ernsthaftigkeit der kulturellen und ökologischen Krise muss in neuen Gewohnheiten zum Ausdruck kommen. Viele wissen, dass der gegenwärtige Fortschritt und die bloße Häufung von Gegenständen und Vergnügen nicht ausreichen, um dem menschlichen Herzen Sinn zu verleihen und Freude zu schenken, doch sie fühlen sich nicht fähig, auf das zu verzichten, was der Markt ihnen bietet. In den Ländern, welche die größten Änderungen der Konsumgewohnheiten erbringen müssten, haben die Jugendlichen ein neues ökologisches Empfinden und eine großzügige Gesinnung, und einige von ihnen kämpfen in bewundernswerter Weise für den Umweltschutz, doch sie sind in einem Kontext außerordentlich hohen Konsums und Wohlstands aufgewachsen, der die Entwicklung anderer Gewohnheiten erschwert. Darum stehen wir vor einer erzieherischen Herausforderung.

 

Diese Herausforderung hat die ARGE Schöpfungsverantwortung bereits vor 30 Jahren aufgegriffen und in die

II. Ökumenische Versammlung von Graz 1997

eingebracht.

Zur Erinnerung ein Auszug:

(B45) Die Geschichte lehrt, dass die christlichen Kirchen das notwendige Umdenken bei sich selbst beginnen müssen.


DIE HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN

der II. Europäischen Ökumenischen Versammlung von Graz 1997


Neue Praxis ökologischer Verantwortung, jetzt und im Hinblick auf kommende Generationen!


5.1. Wir empfehlen den Kirchen, die Bewahrung der Schöpfung als Bestandteil des kirchlichen Lebens auf all seinen Stufen zu betrachten und zu fördern.

dem entgegen:

Richard Wagner, Obmann der KMB Wien, zeigt sich in der jüngsten Ausgabe des „ypsilon“, der Mitgliederzeitschrift der röm.-kath. Männerbewegung, sehr erfreut darüber, dass die österreichischen (röm.-kath.) Bischöfe beschlossen, „ab sofort auf klimafreundliche Firmen setzen zu wollen“.

So wird sich die katholische Kirche in Österreich in den kommenden Jahren mit ihrem Vermögen aus allen Unternehmen zurückziehen, die fossile Brennstoffe wie Kohle, Öl oder Erdgas fördern beziehungsweise produzieren.“

Wir von der ARGE Schöpfungsverantwortung sind vielmehr entsetzt darüber, dass es für diesen Entschluss Jahrzehnte gebraucht hat - Jahrzehnte, die den kommenden Generationen zum Schaden gereichen werden!

Wie (und ob) dieser Beschluss tatsächlich realisiert werden wird, werden wir aufmerksam verfolgen und dokumentieren!


 

 

 

 


 

Alpha und Omega - Eine Zeit der Schöpfung im Kirchenjahr

Theologische Begründung

Auszug aus Dossier „Zeit der Schöpfung“, Lukas VISCHER


Diese Ordnung hätte den Vorzug, dass sie den Glauben an Gott den Schöpfer mit dem Ganzen des Credos verbindet. Wenn heute von ökologischer Verantwortung die Rede ist, entsteht leicht der Eindruck, dass es sich um eine neue und dazu noch politische Aufgabe handle. Noch immer ist für viele Christen nicht klar, dass es dabei um einen Imperativ des christlichen Glaubens geht. Der heutige Umgang mit den Gaben der Schöpfung kommt einer Leugnung Gottes gleich. Jede Isolierung dieser Verantwortung vom Ganzen des Glaubens ist darum eine Verharmlosung


Die Würdigung Gottes als Schöpfer nahm bisher im sogenannten Kirchenjahr keine zentrale Stelle ein. Die großen Feste im christlichen Kalender haben Gottes ‘große Taten’ in Christus zum Inhalt: seine Ankunft/Geburt, Kreuz und Auferstehung, Himmelfahrt und die Ausgießung des Heiligen Geistes. Im Laufe eines Jahres feiert die Christenheit die grundlegenden Ereignisse der Offenbarung in Christus. Sie lässt sich aber zu keiner Zeit und an keinem Tag an Gott den Schöpfer erinnern. Das Kirchenjahr konzentriert sich fast ausschließlich auf den zweiten und dritten Teil des christlichen Credos.

Gewiss, der Glaube an “Gott, den Allmächtigen, Schöpfer Himmels und der Erde” wird bei allen Festen selbstverständlich vorausgesetzt. Reicht diese Auskunft aber aus? Wenn es zutrifft, dass nicht die Lehre, sondern der Gottesdienst das Bewusstsein der Gläubigen in erster Linie prägt, muss der Glaube an den Schöpfer Himmels und der Erde eigenständigen Ausdruck erhalten. Der gesamte Inhalt des Credos muss gottesdienstlichen Ausdruck finden.


Feier der Schöpfungszeit

Deshalb schlug im Jahr 1989 der damalige orthodoxe Ökumenische Patriarch Dimitrios die christliche Welt ein, am 1. September (Schöpfungstag) zu "Gott, dem Schöpfer" zu beten. Die christlichen Kirchen griffen diesen Gedanken auf und 2007 empfahl die II. Europäische Ökumenische Versammlung von Sibiu "dass der Zeitraum zwischen dem 1. September und 4. Oktober dem Gebet für den Schutz der Schöpfung und der Förderung eines nachhaltigen Lebensstils gewidmet wird, um den Klimawandel aufzuhalten!“


Die ARGE Schöpfungsverantwortung begeht den Schöpfungstag als Beginn der Schöpfungszeit seit dem Jahr 1995. Seit jeher stellt Sie auch Materialien mit Grundinformationen, Impulsen für Gottesdienste und liturgisches Material zur Verfügung. Gerne laden wir Sie wieder ein, von unserem eigens dafür angefertigten Dossier „Zeit der Schöpfung" international [1,7 MB], Gebrauch zu machen.


Folgende Behelfe für eine „Nachhaltige Schöpfungszeit“ und auch für die Zeit danach erhalten Sie ebenfalls zum Gratis-Download (beachten Sie bitte die Quellenangaben):


Franziskanerkirche in Wien

Ankündigung und Einladung für die Schöpfungszeit 2019

ARGE Schöpfungsverantwortung lädt zu folgenden Veranstaltungen und Initiativen in der Schöpfungszeit 1. September bis 4. Oktober 2019 ein:

 

1. Schöpfungsgottesdienst am 1. September in Wien 1., Franziskanerkirche, Beginn: 18:30 Uhr – Aufführung der PANNONISCHEN MAESSE von Toni Stricker

2. Informations-Veranstaltung zur Einführung in die SCHÖPFUNGSZEIT anhand des Dossiers „Zeit der Schöpfung“. Nähere Angaben dazu finden Sie im nächsten Newsletter link zum zum Index? *)

3. SDG-Veranstaltungen in der Schöpfungszeit „Friede-Gerechtigkeit-‚Bewahrung der Schöpfung“ [>Details]

4. Europäische Mobilitätswoche: 16. bis 22. September: Orientierungshilfe und Aktionstag „Walk with us“

Nähere Information erhalten Sie mit dem nächsten Newsletter Ende Juli. Voranmeldung für Interessierte ab jetzt unter office(at)argeschoepfung.at möglich!


 

 

Aktuelles


Glyphosatverbot in Österreich


Der österreichische Nationalrat beschloss am 2. Juli ein Totalverbot von Glyphosat in Österreich.Österreich verbietet damit als erstes Land der EU den Einsatz des Unkrautvernichters - ein historischer Schritt für ein Land, dessen Regierungen beim Umweltschutz immer (bewusst) recht säumig waren.

Greenpeace schreibt dazu: Wir haben zusammen das Unmögliche vollbracht ... Das ist ein überwältigender Erfolg für alle, die die Natur lieben ... Dieser historische Moment zeigt, was wir alles erreichen können, wenn wir zusammenhalten. 50.000 Menschen unterzeichneten unsere Petition für ein Glyphosat-Verbot 10.000e Menschen schrieben an ihre BürgermeisterInnen, um Glyphosat aus ihrer Gemeinde zu verbannen Schließlich nahmen 29.000 Menschen an unserer letzten E-Mail-Aktion teil und überzeugten den Nationalrat, für das Totalverbot von Glyphosat in Österreich zu stimmen!

Global 2000: Bereits 2013 haben wir Glyphosat im Harn von Menschen nachgewiesen und mit diesen Ergebnissen ein österreichweites Verbot des Totspritzens von Getreide zur Ernteerleichterung erwirkt. 2016 haben wir dann anhand von Gutachten und wissenschaftlichen Analysen auf Falschdarstellungen von Krebsstudien im Zulassungsantrag von Monsanto verwiesen. Ebenso haben wir die systematische Fehlleistungen der EU-Behörden bei der Bewertung dieser Studien aufgedeckt und Strafanzeige gegen Monsanto, BfR und EFSA erstattet.

Die ARGE Schöpfungsverantwortung unterstützte alle diese Aktionen und setzte sich auch in ihren eigenen Publikationen gegen die Verwendung des Umweltgiftes ein. Wir freuen uns natürlich sehr über diesen einen Erfolg und werden uns tatkräftig für die Verbannung weiterer gefährlicher Gifte einsetzen.

 

Klimanotstand in Österreich


Fast täglich erreichen uns Meldungen, dass Märkte, Städte, Gemeinden, zuletzt sogar das Bundesland Vorarlberg den Klimanotstand ausrufen.

Mit dem Beschluss werden Regierung und Verwaltungen beauftragt, Maßnahmen auszuarbeiten, die über den derzeitigen Stand hinausgehen und versprechen, die globale Erwärmung aufzuhalten. Durch die Einführung und den Gebrauch des Begriffs "Notstand" in diesem Zusammenhang wird diesen Maßnahmen höchste, nicht aufschiebbare Priorität zugeschrieben. Die "Fridays for Future"-Bewegung Österreich fordert seit dem nationalen Protesttag am 15. März die Ausrufung des Klimanotstands ebenfalls auf nationaler Ebene.
Quelle: https://vorarlberg.orf.at/stories/3003146/, red

Laut derstandard.at steht auch ein österreichweiter Klimanotstand parlamentarisch zur Diskussion. So begrüßenswert diese verbalen Ankündigungen auch sein mögen, die ARGE Schöpfungsverantwortung hofft endlich auf konkrete Taten, wie sie aufgrund des vor Jahrzehnten schon bekannten Wissensstandes um die Situation unserer Umwelt schon längst gesetzt werden hätten müssen!

PS: Greenpeace sieht durch die Klimakrise Grund- und Menschenrechte bedroht und bereitet derzeit eine Klimaklage beim VfGH gegen Österreich vor, die im Herbst eingebracht werden soll. 

Europas Jugend fordert mehr Mitsprache

In Deutschland liegt Schwerpunkt auf Sozialpoltik

Die Zustimmung der jungen Europäer zur EU ist laut einer Studie insgesamt gestiegen. Doch sie fühlen sich nicht ausreichend repräsentiert.

Da ist ein Fehler: Wir "" "fühlen" "" uns nicht ausreichend repräsentiert, ist schlichtweg falsch. Wir SIND nicht ausreichend repräsentiert.Das Problem ist leider, dass unsere Gesellschaft überaltert. Und die Interessengruppen von lauter alten Leute ist eben so groß, dass wir uns nicht durchsetzen können. Friday's for Future, wie auch immer man die Demos findet, haben nur für Empörung gesorgt, keineswegs für Handlung. Und das trotz der vielen Teilnehmer.Das liegt nicht am viel beschworenen Desinteresse, sondern schlichtweg an der Minderheitenstellung. Jedes Jahr die Rente erhöhen bringt den Parteien nunmal deutlich mehr Sympathisanten als eine vernünftige Schule, Reduktion von Stundenausfällen oder Digitalisierung.

Umweltschutz treibt am meisten an

Jeder fünfte junge Europäer hat in den vergangenen zwölf Monaten an einer Demonstration teilgenommen (22 Prozent, in Deutschland 18 Prozent). In etwa genauso hoch ist der Anteil junger Menschen, der auf Produkte aus politischen oder ethischen Gründen verzichtet beziehungsweise sie gerade deswegen konsumiert hat (28 Prozent, in Deutschland 33 Prozent). Das Thema Umweltschutz treibt die Jugendlichen am meisten an: 43 Prozent von ihnen waren dazu in den letzten zwölf Monaten politisch aktiv (in Deutschland 41 Prozent).


 

 


 

Empfehlungen


Wir stellen zwei anspruchsvolle Spiele im Zusammenhang mit SDGs vor:

Das Reise-Gamble.

Reise-Gamble


Wusstest Du wer sich hinter der Königin der Alpen verbirgt oder wo jährlich das größte Rock-Festival des Landes stattfindet? Reise Gamble zeigt eine Fülle an großen und kleinen, bekannten oder auch skurrilen Urlaubsdestinationen in Österreich und vermittelt spielerisch die Botschaft, dass jegliche Art von Tourismus unwiederbringlich mit Kosten für die Natur verbunden ist. Ziel des Spiel ist es, die eigenen Wünsche zu erfüllen und gleichzeitig die Auswirkung auf Österreichs natürliche Ressourcen so gering wie möglich zu halten.

In hitzigen Auktionen wird um den besten Preis für Urlaubsziele aus ganz Österreich gefeilscht. Doch Achtung – ein Lottogewinn – Überschwemmungen oder der Bau von neuen Sportstätten können plötzlich alles wieder verändern!

SpielerInnen: 3 - 5, Alter ab 14 – 100

Spieldauer: 60 – 80 Minuten

Herausgeber und Medieninhaber Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus, 1010 Stubenbastei 5.

Inhaltliche Leitung: FORUM UMWELTBILDUNG im Umweltdachverband, 1080 Wien, Strozzigasse 10

forum(at)umweltbildung.at



Entrepreneur CHANGEMAKER

Changemaker ist ein Kartenspiel für all jene, die mehr über die globalen Herausforderungen unserer Zeit erfahren wollten. Du beantwortest Fragen zu den Global Goals, spielst deine Best-Practise-Joker aus und setzt dich damit auseinander, wie du selbst einen Beitrag leisten kannst. Ein wenig Glück gehört natürlich auch dazu. Sieger oder Siegerin ist, wer die meisten Inpact Punkte gesammelt hat – in Wahrheit gewinnen aber alle durch ein besseres Verständnis für die Herausforderungen unserer Zeit. Mach auch du mit und werde Change Maker.

Alter: ab 14 Jahren bis 99

2 – 12 Spieler/Innen

Herausgeber: Initiative für Teaching Entrepreneurship, 1010 Wien, Eschenbachgasse 11, bestellbar unter arbeitsweltschule(at)akwien.at

Inspired by the Global Goals for Sustainable Development Teil des Youth Programms


 

 

Buch

NICHT ALLES IST MIST

das kompakte Anti-Wegwerf Buch

Verdorbene Lebensmittel erkennen, Reste verwerten, Geld sparen

von Angelika Kirchmaier
erschienen im Tyrolia-Verlag
92 Seiten, ISBN: 978-3-900717-90-2

Lebensmittel wegwerfen muss nicht sein! Weltweit wird ein Drittel aller Lebensmittel weggeworfen – ein Volumen, mit dem man alle Hungernden auf der Welt dreimal satt bekommen könnte … Diese Verschwendung muss nicht sein, denn meist ist das Weggeworfene durchaus noch genießbar. [mehr]



 

Film

ERDE (Earth)

ein Film von Nikolaus Geyrhalter

cooppa, 19.06.2019, Aurelia Jurtschitsch: “Es macht einen riesengroßen Unterschied, ob du einem Bagger zuschaust oder es einmal selber machst und erlebst, dass du mit kleinen Handbewegungen mit dem Joystick enorme Kräfte freisetzen kannst.“ Nikolaus Geyrhalter, der Regisseur des Films ERDE, machte diese prägende Erfahrung schon vor 20 Jahren. In Kombination mit der beginnenden Diskussion über die massiven geologischen Eingriffe des Menschen überall auf der Welt verdichtete sich schließlich die Idee, ja das Bedürfnis, dieses Thema aufzugreifen.

Faszination, Unbehagen, Monotonie, Abneigung, Entsetzen, Erstaunen, Spannung, Wissbegierde werden ausgelöst, wenn der Frage nachgegangen wird, wozu Menschen – oder muss man sagen, die Männer – überall ihre Bagger und Bohrmaschinen, Kräne und Sprengsätze ansetzen zum Wohle aller?!

> www.erde-film.at/deutsch



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E-mail: office(at)argeschoepfung.at  | Tel: +43 660-76 000 08 | letzte Änderung: 24-07-2019