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Sehr geehrte Leserinnen und Leser!

Es freut uns sehr, Ihnen hiermit die dritte Ausgabe unseres Newsletters zu präsentieren. Wiederum beschäftigen wir uns mit einem zentralen umweltpolitischen Anliegen: Das Freihandelsabkommen TTIP stoppen, dazu wollen wir mit fundierter Information beitragen.

Nach dem Fachbeitrag erläutert Prof. Günter Virt Bausteine einer christlichen Umweltethik im theologischen Teil des Newsletters. Gelebte Umweltethik findet man in der Pfarre Dechantskirchen, deren Porträt sie ebenfalls in dieser Aussendung finden können. Den Abschluss bilden schließlich ökologische Kurznachrichten.

Damit wir auch in Zukunft den Umweltschutz in Kirche und Gesellschaft aktiv und unabhängig voran bringen können, sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen. Falls ihnen unsere Arbeit im Dienste der Schöpfungsverantwortung gefällt, bitten wir Sie um einen finanziellen Beitrag. 

Möglichkeiten der Unterstützung

Wir wünschen Ihnen eine aufschlussreiche und unterhaltsame Lektüre,

Ihre ARGE Schöpfungsverantwortung


 

 

Die Folgen des drohenden Freihandelsabkommens

Stoppt TTIP


von Karl-Heinz Schaurhofer


Das transatlantische Handels- und Investmentabkommen (TTIP), das zurzeit zwischen der EU und den USA verhandelt wird, soll durch den Abbau von Handelsschranken Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätze ermöglichen, birgt aber große Risiken für die demokratische Entscheidungsfindung und Regulierungen im Umwelt-, Lebensmittel- und Sicherheitsbereich.


Dies ist eine für den Newsletter gekürzte Version des Artikels. Lesen sie hier den gesamten Artikel samt der Quellenangaben.

Geschichte und aktueller Status
Handelsabkommen und der Abbau von Zöllen und Handelshemmnissen werden seit Jahrzehnten als wirtschaftsfördernde Maßnahme angepriesen, richten aber in der Realität vor allem in schwächeren Volkswirtschaften erheblichen Schaden an.
In dieser Tradition steht auch das TTIP, das eine Freihandelszone über den Atlantik hinweg ermöglichen soll. Aktuell befinden wir uns mitten in den Verhandlungen, die abwechselnd in den USA und der EU abgehalten werden.


Probleme und zukünftige Risiken
Durch die Ausweitung des Begriffes der Handelshemmnisse könnten wichtige staatliche Regelungen abgeschafft werden:
* Kennzeichnung gentechnisch veränderter Lebensmittel
* Verbot von Wachstumshormonen in der Schweinezucht
* Recht der US-Kontrollbehörde, kontaminierte Lebensmittel vom Markt zu nehmen.
* Europäisches Emissionshandelssystem
* Frackingverbot in Europa

Ein schon in anderen Handelsabkommen verankerter "Investitionsschutz" soll es im Rahmen des TTIP allen amerikanischen und europäischen Unternehmen ermöglichen, Staaten auf entgangene Gewinne zu klagen. Zigarettenkonzerne könnten dann zum Beispiel Staaten aufgrund schärferer Anti-Rauch-Gesetze klagen, wie der aktuelle Fall Philip Morris gegen Australien zeigt.
Staaten werden dadurch eher von der Einführung strenger Gesetze zum Schutz der Natur/Umwelt oder auch der Arbeitnehmer/Bürger zurückschrecken. Dieser sogenannte „Chilling effect“ vermindert den Handlungsspielraum von Nationalstaaten, Gesetze für das Wohl der Bürger auch gegen die Interessen von Unternehmen zu erlassen.
Weitere Einschränkungen der staatlichen Handlungsfähigkeit drohen auch durch die Einrichtung eines ständigen Rates, der die zukünftige Konvergenz und Kooperation in der Gesetzgebung gewährleisten soll. Durch den geplanten institutionalisierten Einfluss von Industrievertretern auf die Entscheidungsfindung wandert die Entscheidungsmacht in der Gesetzgebung weg von den demokratisch legitimierten Parlamenten hin zu gut organisierten Konzernen.
Eine zusätzliche, entscheidende Folge des TTIPs ist die beabsichtigte Vorbildwirkung auf andere Länder. Wenn in Drittländern Gesetze an die amerikanisch-europäischen Verhältnisse angepasst werden, spielt dies den konkurrenzstarken westlichen Konzernen in die Hände.


Fehlende Transparenz und zwielichtige Öffentlichkeitsarbeit
Das völlige Stillschweigen über die laufenden Verhandlungen lässt vermuten, dass die Bürger erst mit dem fertigen Vertrag konfrontiert werden sollen. Im Gegensatz dazu haben Industrievertreter an 93% der Vorbereitungstreffen zum TTIP teilgenommen und haben auch jetzt einen Fixplatz in den Verhandlungen. Aufgrund der befürchteten Widerstände in der Bevölkerung wurden die EU-Mitgliedsstaaten hingegen dazu aufgefordert, die Vorteile des TTIP intensiv zu propagieren und dafür alle möglichen Kanäle bis hin zu Social Media zu nutzen.
Ein bereits fertig verhandelter, ähnlicher Vertrag mit Kanada (CETA), wurde immer noch nicht veröffentlicht, obwohl er nur mehr von den Parlamenten abgesegnet werden muß, um in Kraft zu treten. Den Beteuerungen der Beteiligten, es würden keine Nachteile für die europäische Bevölkerung entstehen, kann unter diesen Umständen nicht vertraut werden.


Widerstand und Ausblick
Zum Glück gibt es bereits Widerstand in Form eines breiten und stetig wachsenden Bündnisses aus zivilgesellschaftlichen Organisationen, Anbauverbänden und Umweltschutzorganisationen. Dadurch konnten bereits öffentliche Konsultationen bezüglich Klagerechten von Investoren erreicht werden. Weiterer Widerstand ist aber dringend notwendig.
Mehr Informationen zum TTIP und der Arbeit gegen das Freihandelsabkommen finden sie unter folgenden Adressen:


http://www.attac.at/
http://www.fian.at/
http://www.viacampesina.at/cm3/index.php
https://www.global2000.at/
www.corporateeurope.org/trade


 

 

 

Prof. Dr. Günter Virt

Bausteine einer christlichen Umweltethik


von Prof. Dr. Günter Virt
(gekürzte Fassung)


Das mit dem Schöpfungsglauben gegebene Vorverständnis, mit dem der Christ an eine ökologische Ethik herangeht, kann kurz mit folgenden Stichworten umrissen werden:
• Die Umwelt ist etwas Geschaffenes.
• Das Bekenntnis zu Gott als dem Schöpfer ist eine Aussage über die Gegenwart und nicht über die Vergangenheit; Schöpfung ist jetzt.
•Der Mensch erscheint mit der Fähigkeit ausgestattet, die sinnvollen Möglichkeiten, die in der Schöpfung angelegt sind, mit seiner Vernunft auszukundschaften und mit Engagement und Rücksicht so zu verwirklichen, dass er es vor dem Schöpfer verantworten kann.
Diese Verantwortung wird in der ethischen Sprache in Prinzipien, Kriterien und Normen sowie Haltungen und Motive entfaltet.

a) Prinzipien
Sittliche Verantwortung gegenüber der Schöpfung bedeutet, dass der Mensch die Eigenbedeutung und Ziele der einzelnen Geschöpfe entsprechend ihrer Verschiedenheit berücksichtigt und im Konfliktfall gegeneinander verantwortlich abwägt. Das aber heißt die Beweislast umkehren: auch der Eingriff in die nicht menschliche Natur bedarf der ausdrücklichen Rechtfertigung. Es bedarf einer Umkehr, nicht zuerst den Nutzwert, sondern den relativen Eigenwert der Geschöpfe wahrzunehmen.

b) Kriterien
Verantwortliche und vernünftige Abwägung im Problem- und Konfliktfall aber setzt klare Vorzugsregeln für die Urteilsfindung voraus. Von diesen Kriterien, die eigentlich in Bezug auf die Umweltverantwortung Selbstverständlichkeiten sein sollten, seien hier nur einige genannt:
Fundierungskriterium: Schutz und Pflege jener Wirklichkeiten, die die Basis abgeben, haben unter sonst gleichen Voraussetzungen Vorrang vor jenen, die erst darauf aufbauen.
Verursacherkriterium: Die Verursacher von Umweltschäden sind auch vom Recht her wirksam vor allen anderen haftbar zu machen.
Reversibilitätskriterium: Bei unvermeidbarer Inkaufnahme von Schäden haben reversible Maßnahmen Vorrang vor solchen, die irreversible oder lang dauernde Folgen bewirken.
Regenerationskriterium: Regenerierbare Energieträger haben unter sonst gleichen Voraussetzungen den Vorrang vor nicht erneuerbarer Energie.

c) Normen
Aber selbst wenn wir Einsicht in die ethisch richtigen Normen hätten, wäre Wissen noch lange nicht Tugend. Was den Christen letztlich bewegt, ist sein Glaube an den dreieinigen Gott. Glaube, Hoffnung und Liebe gelten als die fundamentale Bestimmung christlicher Existenz und werden göttliche Tugenden genannt, weil sie nicht durch ethische Anstrengung zu erreichen sind, sondern im Beziehungsraum Gottes geschenkt werden.

d) Was den Christen bewegt (Motive)
Der Glaube an den Vater als Ursprung der Schöpfung hat nicht nur Bedeutung für das Verständnis der Beziehung Gottes zum Menschen, sondern auch der Beziehung Gottes zur Natur. Innerhalb der Schöpfung behält der Mensch dennoch seine Sonderstellung. Diese impliziert weiterhin die Verantwortung des Menschen, die Natur zu ordnen und Konflikte in der Schöpfung vernünftig zu regeln. Daraus resultiert die Notwendigkeit der Selbstbeschränkung. Unbegrenztes Wachstum und überzogene Wachstumsideologien stehen dem Schöpfungsglauben entgegen.

Download: Ungekürzter Text


 

 

Das Elektroauto von Pfarrer Fank
Einweihung der Solaranlage

Die sonnige Pfarre Dechantskirchen


Dank Solarpaneelen energieautark, mit vielen Projekten gegen Umweltzerstörung und für einen nachhaltigen Lebensstil aktiv und die Schöpfungsverantwortung in allen pfarrlichen Tätigkeiten mitdenkend, das ist die Pfarre Dechantskirchen im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld/Steiermark.


Ökologische Neuausrichtung der Pfarre
„Die Erde ist ein Geschenk von Gott. Dieses Geschenk müssen wir behütet den kommenden Generationen übergeben.“ Dieses schöne Zitat aus einer Predigt von Pfarrer Wolfgang Fank beschreibt die Motivation der Pfarrmitglieder, die im Jahr 2001 zum ersten Mal im Arbeitskreis „Schöpfungsverantwortung“ zusammen traten. Unter der Leitung von Maria Knöbl und Pfarrer Fank kam es zu einer ökologischen Neuausrichtung der Pfarre und seit damals zu unzähligen Projekten und Aktivitäten rund um schöpfungsrelevante Themen.

Projekte und Aktivitäten, die ökologische und soziale Anliegen verbinden
Der Errichtung  einer pfarrlichen Phovoltaikanlage im Jahre 2005 auf Spendenbasis als erste große Aktion folgten bis heuer drei weitere Anlagen, die zur vollständigen Energieautarkie der Pfarre führten. Dechantskirchen erarbeitete sich in der Folge eine der ersten EMAS-Zertifizierungen für eine Pfarre in Österreich. Eine Auswahl von ökologischen Projekten der Pfarre umfasst zusätzlich:
* „Sonntag der Sonne“ im Mai
* Selbstbesteuerung des persönlichen Wasserverbrauchs zugunsten eines Brunnens in Afrika
* „Autofreier Sonntag“ im September
* Umstieg auf Hackschnitzelheizung für die pfarreigenen Gebäude
* Verkauf von selbstgemachten Einkaufstaschen aus Stoff
* Organisation von Fairtrade-Märkten
* Regionale, saisonale Beschaffung von Bioprodukten
* Projekt  Solidarische Landwirtschaft

Bewusstseinsbildung für einen überlegten privaten Umgang mit der Schöpfung
Für die Verantwortlichen in der Pfarre sind aber nicht nur die Projekte von entscheidender Bedeutung, sondern auch die Bewusstseinsbildung darüber hinaus. Es gibt jährlich mehrere Informationsveranstaltung, in deren Folge an die 100 Haushalte auf Ökostrom umgestiegen sind. Durch gemeinsame Unterschriftenaktionen wird Einfluss genommen auf wichtige Entscheidungen wie im Falle des Volksbegehrens „Ausstieg Österreichs aus dem Euratomvertrag“ im März 2011.
Durch die Bewusstseinsbildung und die erfolgreichen Projekte sind mittlerweile auch anfangs skeptische Pfarrmitglieder von der Richtigkeit des pastoralen Öko -Schwerpunktes überzeugt.  


Starke Wirkung weit über die Pfarre hinaus
Wie es bei guten Beispielen häufig der Fall ist, strahlt die erfolgreiche Umweltarbeit der Dechantskirchner weit über die Grenzen der Pfarre hinaus. Maria Knöbl und Pfarrer Fank sind schon mehrmals zu Vorträgen eingeladen worden und die Pfarre kann eine beeindruckende Medienpräsenz aufweisen. Zwischen 2010 bis 2012 gab es 74 Erwähnungen in den Printmedien, vier Beiträge im Radio und drei im ORF. Dem Vorbild Dechantskirchen folgend gründeten mittlerweile auch die Pfarren Hartberg, Vorau und Wenigzell einen Arbeitskreis Schöpfungsverantwortung.

Verankerung der Schöpfungsverantwortung in der Liturgie und Verkündigung
Für Pfarrer Fank ist es ein wichtiges Anliegen, die Schöpfungsverantwortung auch in der Verkündigung und Liturgie zu verankern. Es gibt ca. 4 bis 5 Öko-Predigten im Jahr, darin werden sowohl ökologische Handlungsempfehlungen als auch aktuelle ökologische Probleme mit einbezogen. Die ökologische Verantwortung der Menschen ist in allen Arbeitskreisen und im Besonderen auch im Firmunterricht präsent.
Alle Bewusstseinsbildung und Verkündigung soll letztlich zur Tat motivieren, zur Veränderung persönlicher Lebensweisen und zur aktiven Teilnahme an den Projekten. Um mit einem Zitat von Pfarre Fank zu schließen: „Aber wir müssen was tun, wenn wir eine gesunde Erde für gesunde Kinder erhalten wollen.“


 

 

Kurznachrichten


1. Jahresopening ARGE SVA

Am 24.Jänner 2014 trafen sich in der alten Burse im ersten Wiener Bezirk Mitarbeiter, Förderer und Freunde der ARGE Schöpfungsverantwortung, um in entspannter Atmosphäre die aktuellen Projekte und zukünftige Schwerpunkte der ARGE zu besprechen.Die auch aufgrund der Protestegegen den Akademikerball bescheidene Anzahl an Teilnehmern wurde im ersten Teil der Veranstaltung vor allem über aktuelle Entwicklungen in der ARGE informiert.

Nach der Vorstellung aller Teilnehmer präsentierten Angelika Söllner und Karl-Heinz Schaurhofer, die gemeinsam für die Geschäftsleitung der ARGE vorgeschlagen sind, die aktuellen Projekte Newsletter NEU und die Broschüre „Kinder und ihre Zukunft – Tipps und Tricks für eine gesunde Entwicklung“. Isolde Schönstein informierte über kommende strukturelle Veränderungen in der ARGE. Nach einem schmackhaften, vegetarischen Imbiß und einem Schluck Biowein in der Pause zeichnete Markus Fabrizy in einer Fotoschau mit selbst aufgenommen Bildern den Lebensweg des heiligen Franziskus nach. Der sehr lebendigen Präsentation folgte ein theologisch-humoristischer Beitrag von Roland Zisser über die Rolle der Schokolade als Fastenspeise.

Den Abschluss des Jahresopenings bildete eine sehr lebhafte Diskussion über die zukünftige Entwicklung der ARGE Schöpfungsverantwortung. Die für die Teilnehmer wichtigsten Projekte wurden ebenso besprochen wie die zukünftige Arbeitsweise der ARGE und mögliche Finanzierungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse dieser Diskussion werden inhaltlich in die am 28. Februar stattfindende Generalversammlung einfließen. Auf diesem Wege sei noch einmal allen Teilnehmern herzlich für ihre Vorschläge und Diskussionsbeiträge gedankt.


 

 

2. Enttäuschendes Weißbuch der EU-Kommission zur Klima- und Energiepolitik 2030


Umwelt- und Naturschutzorganisationen kritisieren einstimmig die unzureichenden klima- und energiepolitischen Ziele bis 2030, die am 22.Jänner 2014 von der EU-Kommission veröffentlicht wurden.
Mit deutlichen Worten drückt es Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft aus: „Der nun veröffentlichte Entwurf der EU Kommission für die Zielsetzungen für 2030 in Europa ist eine klare Kampfansage gegen die Energiewende. Mit der Festlegung auf ein wirklich bindendes Treibhausgasziel ist die Kommission endgültig zur Außenstelle der Atomindustrie mutiert." Dass bis 2030 nur die Treibhausgasmenge verbindlich reduziert werden muss, die Ziele bezüglich Verbesserung der Energieeffizienz und Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energieträger aber nunmehr fehlen, kommt vor allem der wieder erstarkten Atomlobby entgegen. Auf Staaten herunter gebrochene Ziele bezüglich erneuerbarer Energieträger fehlen im Dokument und die Zielsetzung von 27 % über die ganze EU gerechnet ergibt de facto eine Verlangsamung des Ausbautempos um ein Drittel im Vergleich zu den letzten Jahren.

http://www.oekonews.at/index.php?mdoc_id=1086893

http://europa.eu/rapid/press-release_IP-14-54_de.htm

http://www.eu-umweltbuero.at/cgi-bin/neu/cont.pl?contentart=eunews&id=4342


 

 

Bye Bye Biene?
Fleischatlas 2014

3. Nachlesenswerte Dokumente und Reporte


Bienenreport

Der von Greenpeace erstellte Report erläutert die nicht ersetzbare Bedeutung der Bienen als Bestäuber, beleuchtet den kritischen Zustand der Bestände und zeigt Handlungsmöglichkeiten für eine Verbesserung der Situation auf.
Zu finden ist das Dokument unter:


http://www.greenpeace.org/austria/Global/austria/dokumente/Reports/landwirtschaft_ByeByeBiene_DEweb.pdf


Fleischatlas 2014

Eine äußerst informative und auch erschreckende Lektüre bietet der Fleischatlas 2014, gemeinsam erstellt von der Heinrich-Böll-Stiftung, dem Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland und Le Monde diplomatique. Brennpunkte der weltweiten, konventionellen Fleischerzeugung wie der massive Landverbrauch, die Industrialisierung in den Schlachthöfen und die chemische Belastung von Fleisch werden mittels vieler Graphiken aufbereitet. Dem gegenüber stehen Anregungen für einen nachhaltigen Fleischgenuß und positive Entwicklungen aus aller Welt.
Zu finden ist das Dokument unter:

http://www.boell.de/sites/default/files/fleischatlas2014.pdf

 


 

 

Kunstvoller Protest gegen den Verlust von Saatgut

4. Helfen sie mit, die Europäische Saatgutverordnung zu verhindern


Ein erster Erfolg konnte im Kampf gegen die europäische Saatgutverordnung erzielt werden, da sich führende Vertreter des Agrarausschußes gegen die Saatgutverordnung ausgesprochen haben. Diesen Ankündigungen müssen am 11. Februar 2014 Taten folgen, wenn die Verordnung per Abstimmung offiziell an die Kommission zur Überarbeitung zurückgewiesen werden kann. Gerade jetzt muß der Druck auf die Abgeordneten aufrecht bleiben. Diverse Möglichkeiten, sich persönlich zu engagieren, finden sie unter dieser Adresse:

https://www.arche-noah.at/politik/saatgutverordnung/grosse-saatgut-aktion


 

 

Sotschi - eine einzige Baustelle (Foto: www.welt.de)

5. Die Alpen sind zu wertvoll für Olympia


Die internationale Alpenschutzkommission Cipra zeigt durch umfassende Recherchen auf, welche Belastungen die Ausrichtung von olympischen Winterspielen für die Austragungsorte mit sich bringen. Milliardenschwere Investitionen, Knebelverträge des internationalen olympischen Komitees und die völlige Mißachtung von Nachhaltigkeitsbelange kennzeichnen diese Großveranstaltungen. Für Sotschi 2014 wurden bis dato 30-40 Milliarden Euro verbaut, ohne nachhaltiges Nutzungskonzept und unter Mißachtung der ökologischen Folgewirkungen. Dazu kommen Menschenrechtsverletzungen wie die Überwachung aller Kommunikationsmittel und die Diskriminierung homosexueller Menschen in Russland. Die Ablehnung der Bevölkerung Graubündens gegenüber einer Olympiabewerbung 2022 ist ein ermutigendes Zeichen, dass die Bevölkerung in den Alpen auch in den nächsten zehn Jahren ohne Olympische Winterspiele auskommen möchte.
Weitergehende Informationen zu Sotschi und den Erfahrungen von Alpenanrainerstädten mit bisherigen Winterspielen finden sie hier:

http://www.cipra.org/de/olympia


 

 

Seltene Ausnahme: Die Bestände des Schwarzfußalbatrosses haben sich wieder leicht erholt (Foto: Ben Lascelles)

6. Anzahl der vom Aussterben bedrohten Vögel steigt


Die vom Birdlife im Auftrag des IUCN erstellte Liste der gefährdeten Vögel weist erschreckende Zahlen auf. So finden sich fast 200 Arten in der höchsten Gefährdungsstufe, stehen also unmittelbar vor dem Aussterben. Neben dieser Höchstzahl an gefährdeten Arten sind aber auch einige Erfolge in der Artenerhaltung zu vermelden. Der Schwarzfuß-Albatros beispielsweise konnte im Gefährdungsgrad zurückgestuft werden. Die finanziellen Mittel im Artenschutz müssten aber enorm erhöht werden, um die gesamte bestehende Artenvielfalt zu erhalten. Mehr darüber finden sie hier:

http://www.eu-umweltbuero.at/cgi-bin/neu/cont.pl?contentart=eunews&id=4357

http://www.eu-umweltbuero.at/cgi-bin/neu/cont.pl?contentart=eunews&id=4357http://www.birdlife.org/worldwide/news/red-list-birds-2013-number-critically-endangered-birds-hits-new-high


 

 

 

 

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  Arbeitsgemeinschaft Schöpfungsverantwortung | Peterskirche - Petersplatz 1, 1010 Wien
E-mail: office(at)argeschoepfung.at  | Tel: +43 660-76 000 08 | letzte Änderung: 23-11-2018