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Schöpfungszeitlogo ARGE Schöpfungsverantwortung und Subanon - Creation Logo Philippins

Sehr geehrte Leser und Leserinnen aus dem In- und Ausland!


Die ARGE Schöpfungsverantwortung ist erfreut über das zunehmende Interesse an ihrer Arbeit, die sich in den jeweiligen NEWSLETTER-Aussendungen widerspiegelt und zur globalen Zusammenarbeit einlädt.

Diesmal setzen wir einen Schwerpunkt auf die Schöpfungszeit als Impuls für das gesamte Arbeits- (Kirchen-) Jahr – eine Konzentration auf das Zusammenwirken unseres Handelns mit den globalen Entwicklungen und wie wir diese steuern können (s. Behelfe!)

Wir folgen damit der biblischen Tradition, die von einem ganzheitlichen Schöpfungsverständnis geprägt ist und zur Entscheidung für das Leben aufruft. So ist das Konzept der Nachhaltigkeit bereits in Deut 30: „Leben und Tod, Segen und Fluch lege ich dir vor, ergreife das Leben, damit du lebst, du und deine Nachkommen“, definiert.

Diese Entscheidung muss immer wieder neu getroffen werden und kann es auch, wenn das vorhandene Wissen zur Umsetzung gelangt. Die Schöpfungszeitinitiative ist eine Einladung zur Kooperation! So, wie sie sich nun global zu entfalten beginnt, wird sie dem Konziliaren Prozess für Gerechtigkeit – Frieden – Schöpfungsverantwortung zum Durchbruch verhelfen. Shalom!

Weiters finden Sie in diesem NEWSLETTER 

  • Informationen über die Praxis der Patenterteilung auf Lebewesen
  • Eine Einspruchmöglichkeit gegen Biopatente
  • Zwei Gerichtsurteile gegen die EU-Kommission
  • Öko-Flüchtlinge
  • Einen Bericht über eine Dialogveranstaltung im Stift Seitenstetten zum Thema "Friedensfähige Geldordnung"
  • Zwei theologische Beiträge zur Schöpfungszeit und zu Johannes Calvin und eine
  • Buchempfehlung über die "Imperiale Lebensweise"

 

 

Unser Motto der Schöpfungszeit 2017 lautet

Our Common Future

Apokalypse oder Wohlergehen?

Deine? - Meine? - UNSERE!

Entscheidung


Als BEHELFE dazu zwecks rechtzeitiger Vorbereitung stellen wir Ihnen zur Verfügung:

 Weitere Unterlagen finden Sie ab 15. Juli auf unserer Homepage!


 

 

NACHRICHTEN

1.    Bio Patente: Hier können Sie EINSPRUCH ERHEBEN!

Europäisches Patentamt will Verbot der Patentierung von Pflanzen und Tieren stärken
Bündnis „Keine Patente auf Saatgut!“ fordert Nachbesserungen

(gekürzter Artikel von www.no-patents-on-seeds.org )

Seit mehr als zehn Jahren gibt es kontinuierlich Proteste von großen Teilen der Zivilgesellschaft gegen die Patententscheidungen des Europäischen Patentamts (EPA). Ende Juni will sich der Verwaltungsrat des EPA in Den Haag treffen, um einen Beschluss zu fassen, mit dem die bestehenden Verbote im Patentrecht gestärkt und Patente auf Pflanzen und Tieren aus konventioneller Züchtung verboten werden sollen. Demnach sollen Pflanzen und Tiere, deren Züchtung nur auf Kreuzung und Selektion beruht, nicht mehr patentierbar sein. Patente, wie sie in den letzten Jahren auf Brokkoli und Tomaten erteilt wurden, wären damit verboten. Trotz dieses Erfolgs sehen die Organisationen der Koalition „Keine Patente auf Saatgut!“ aber noch deutlichen Bedarf für Nachbesserungen.

Die Organisationen hinter „Keine Patente auf Saatgut!“ fordern, dass konventionelle Zucht von Pflanzen und Tieren vollständig von der Patentierung ausgenommen wird und die Patente strikt auf gentechnische Verfahren begrenzt werden. Diese Forderung wird auch vom Europäischen Parlament unterstützt und steht in Übereinstimmung mit dem Inhalt einer Stellungnahme der EU-Kommission vom November 2016. Auch der Evangelische Kirchentag in Berlin hat sich jüngst in einer Resolution dieser Forderung angeschlossen.

Schlupflöcher schließen

Der derzeitige Entwurf soll immer noch weitreichende Ausnahmen erlauben: Weisen die Pflanzen oder Tiere beispielsweise zufällige Mutationen auf, können sie weiterhin wie Erfindungen patentiert werden. Ein Beispiel dafür, wie diese Schlupflöcher bereits genutzt werden, sind Patente auf Bier der Firmen Carlsberg und Heineken, die 2016 vom EPA erteilt wurden. Ausgehend von zufälligen Mutationen werden alle Gerstenpflanzen beansprucht, die eine bestimmte Brauqualität haben. Zudem werden auch das Brauen und das Bier selbst als Erfindung beansprucht. Gegen diese Patente wurden inzwischen in mehreren europäischen Ländern Protestaktionen gestartet und Einsprüche eingelegt (http://www.no-patents-on-beer.org/de/die-kampagne/aktuelles ).

Anlässlich der geplanten Abstimmung Ende Juni hat „Keine Patente auf Saatgut!“ einen Brief an das Europäische Patentamt geschrieben und gefordert, dass der vorliegende Vorschlag noch einmal diskutiert und überarbeitet wird (http://no-patents-on-seeds.org/en/information/background/letter-epo). Zudem beanspruchen die Organisationen Zugang zur entscheidenden Sitzung des Verwaltungsrats. Dort sind bisher nur die Vertreter der Industrie und der Lobby der Patentanwälte als Beobachter zugelassen.

2.    Zwei Gerichtsurteile gegen die EU-Kommission

EU-Kommission scheitert bei Demokratieabbau
Zwei Gerichtsurteile als krachende Niederlage

Wie attac berichtet ( http://www.attac.at/news/ ), entschied der Europäische Gerichtshof (EuGH) im Mai dieses Jahres zwei Mal gegen undemokratische Vorgehensweisen der EU-Kommission zugunsten konzerngetriebener EU-Handelspolitik.

Urteil 1: Ablehnung der TTIP- und CETA-BürgeInneninitiative war rechtswidrig!


Das Gericht gab der Klage hunderter europäischer Organisationen statt: Die Europäische BürgerInneninitiative (EBI) gegen TTIP und CETA hätte nicht abgelehnt werden dürfen.

Die Vorgeschichte: Am 15. Juli 2014 stellte das Bündnis "Stop TTIP“ (bestehend aus 500 europäischen Organisationen) einen Antrag auf Registrierung einer Europäischen Bürgerinitiative. Die Forderung: das Verhandlungsmandat für TTIP aufzuheben und CETA nicht abzuschließen. Doch die Europäische Kommission verweigerte im September 2014 mit fadenscheinigen Argumenten die Zulassung. "Stop TTIP" klagte.

Die EBI hätte diese Ratifizierung zwar nicht direkt verhindern können, sie hätte aber zumindest eine Anhörung im Europäischen Parlament zur Folge gehabt. Außerdem wäre die EU-Kommission gezwungen gewesen, sich für den Abschluss von CETA öffentlich zu rechtfertigen. Das Gericht gibt der EBI zwar Recht – aber zu spät. Denn mittlerweile ist CETA auf europäischer Ebene ausverhandelt und unterzeichnet.

Dennoch war der Einsatz, dem sich auch die ARGE Schöpfungsverantwortung anschloss, nicht umsonst. 3,3 Millionen Europäerinnen und Europäer haben die selbstorganisierte EBI gegen TTIP und CETA unterzeichnet. Hunderttausende gingen auf die Straße. Der Widerstand gegen CETA geht jetzt in den einzelnen Ländern weiter!

Urteil 2: Nationale Parlamente müssen bei Konzernklagerechten mitentscheiden können

Der EuGH hat am 17. Mai festgestellt, dass das Handelsabkommen zwischen der EU und Singapur nur von der EU und den Mitgliedsstaaten gemeinsam beschlossen werden kann. Das Gutachten gilt als richtungsweisend für die gesamte EU-Handelspolitik. Nationale Parlamente müssen künftig bei Abkommen beteiligt werden, wenn diese Konzernklagerechte enthalten. Die EU-Kommission und das EU-Parlament wollten hingegen, dass die EU-Institutionen künftige Abkommen allein und über nationale Parlamente hinweg beschließen können. Der EuGH:

„Eine Regelung, die Streitigkeiten der gerichtlichen Zuständigkeit der Mitgliedstaaten entzieht, kann nämlich nicht ohne deren Einverständnis eingeführt werden.“

3.    Öko-Flüchtlinge

ÖKOFLÜCHTLINGE, nicht erst seit gestern

Pazifische Inseln

Bereits 1995 waren die Vertreter der Pazifischen Inseln in Europa zu den Verantwortungsträgern der einzelnen Staaten unterwegs, um auf die drohende Gefahr des Anstieges des Meeresspiegels infolge des Klimawandels hinzuweisen und an die europäischen Staaten zu appellieren, sich dem Klimaschutz zu öffnen. In Österreich fand diese Vorsprache mit der damaligen Umweltministerin Maria Rauch-Kallat im Beisein von Greenpeace und der ARGE Schöpfungsverantwortung statt. Der Zusammenhang von Klimawandel und Flucht aus den unbewohnbaren Regionen war unbestreitbar – Öko-Flüchtlinge, nicht erst seit gestern. (Anm. d. Red.)

Eine jüngst von Greenpeace veröffentlichte Studie belegt den Zusammenhang zwischen Klimawandel und Migration – ein Appell an die Staatengemeinschaft...

4.    Friedensfähige Geldordnung – Auszüge aus einer Dialogveranstaltung im Stift Seitenstetten

Vom 12. – 14. Mai 2017 fand im Bildungszentrum St. Benedikt, Seitenstetten,
 zum dritten Mal eine Dialogveranstaltung für
„Schritte in Richtung friedensfähige Geldordnung“ statt.  

Experten für alternative Geldkonzepte, darunter Professoren aus Wirtschaftsuniversitäten, Vertreter von Friedensinitiativen sowie ökologischen und sozialen Bewegungen und interessierte Einzelpersonen versuchten, ihr Wissen und ihre Kreativität zu bündeln.

Gesucht wurden gemeinsame Wege für eine nachhaltige Geldordnung, denn es scheint unmöglich zu sein, die Nachhaltigkeitsziele der UNO ohne eine nachhaltige Geldordnung erreichen zu können. >> download Bericht <<


 

Mitarbeiter des Ausbildungsprogramms der ARGE SVA

IN EIGENER SACHE

SPENDENAUFRUF!

Wir haben uns 1992 als Arbeitsgemeinschaft  von Christen (vorwiegend Katholiken) und interdisziplinären Experten konstituiert. Was 1989 als ökosoziale Bewegung ins Leben gerufen wurde, fand damit eine konstruktive Möglichkeit, kompetent und engagiert am Puls der Zeit zu arbeiten. In der Zeit der Beauftragung durch die Österreichische Bischofskonferenz (1995–2000)  fielen starke Impulse unsererseits wie die Mitbegründung des EUROPEAN CHRISTIAN ENVIRONMENTAL NETWORKS (ECEN), das Gentechnik-Volksbegehren, eine Kampagne gegen die Patentierung von Leben, eine Klimainitiative in der Kirche: „jeder Pfarre ihre Solaranlage“ und ein umfangreiches Umweltbildungsprogramm.

 

Seit 2001 arbeiten wir als unabhängige christliche Umweltorganisation, über unsere ökumenische Zusammenarbeit hinaus auch interreligiös (Manifest).

Warum wir Spenden benötigen:

Unsere Arbeit konnte bisher unter persönlichem Einsatz, Verwendung eigener Mittel sowie aus Beiträgen von Fördermitgliedschaften und Teilsubventionierung von Projekten finanziert werden. Die Mittel sind rückläufig und decken wichtige Erfordernisse, wie Infrastrukturkosten und eine ständige Assistenzkraft nicht ab. Beides ist jedoch unentbehrlich für eine effiziente Arbeit. Die Assistenzkraft z. B. koordiniert die nebenberufliche Arbeit, die 90 % ausmacht.

 

Helfen Sie mit, dass diese unabhängige, auf christlicher Ethik beruhende, engagierte Arbeit weitergehen kann!

>> Hier finden Sie Möglichkeiten der Unterstützung! <<

Bankverbindung: Erste Bank, IBAN: AT 12 2011 1292 5730 9601


Bei dieser Gelegenheit halten wir fest, dass wir keine Mittel aus den Kirchenbeiträgen erhalten. Diesbezügliche Auskünfte sind unrichtig und sollten uns bekanntgegeben werden!

 


 

THEOLOGIE

Lukas Vischer zur Schöpfungszeit:

„Wenn eine Zeit der Schöpfung einen Beitrag zu dieser Umkehr leistet, hat sie ihre Aufgabe erfüllt.“

(Es folgt eine Zusammenfassung seiner Überlegungen zur Schöpfungszeit aus mehreren seiner Beiträge) >> download Zusammenfassung<<

Lukas Vischer zu Calvin:

Kritiker Calvins behaupten, sein Interesse gelte nur dem Menschen. Dabei ist sein Verständnis der Schöpfung unerwartet relevant für die Bewältigung der ökologischen Krise.

Neuerdings gesellen sich zu den Kritikern Calvins auch Theologen, die sich mit den Herausforderungen der ökologischen Krise befassen. Ohne lange Nachforschungen wird behauptet, dass Calvin zu jenen Theologen gehöre, deren Interesse einzig dem Menschen und seiner Berufung gelte und die den Horizont der Schöpfung in ihrer Gesamtheit aus den Augen verloren hätten. Calvin als finsteres Gegenbild zu Franziskus von Assisi? Kaum eine Behauptung könnte falscher sein. Bei näherem Besehen zeigt sich, dass Calvin ein Verständnis der Schöpfung und vor allem der Rolle des Menschen in der Schöpfung vertrat, das auch in der heutigen Situation unerwartet relevant bleibt ... >> download gesamter Beitrag<<


 

BUCHEMPFEHLUNG

BRAND Ulrich, WISSEN, Markus: Imperiale Lebensweise

Zur Ausbeutung von Mensch und Natur in Zeiten des globalen Kapitalismus

oekom Verlag, München 2017, ISBN 9783865818430, Taschenbuch, 224 Seiten, 14,95 EUR

Klappentext

Immer mehr Menschen - im globalen Norden und zunehmend auch im globalen Süden - machen sich eine imperiale Lebensweise zu eigen. Sie bedienen sich an den ökologischen und sozialen Ressourcen andernorts, um sich selbst einen hohen Lebensstandard zu sichern. Appelle an einen "grünen Konsum" oder Strategien einer "grünen Ökonomie" ändern daran nichts. Viel grundlegendere Veränderungen sind nötig. Ulrich Brand und Markus Wissen analysieren die Ursachen der imperialen Lebensweise, beleuchten ihre zerstörerischen Wirkungen und zeigen Wege zu ihrer Überwindung auf.


Schöpfungstag im Stephansdom

ANKÜNDIGUNG und EINLADUNG

1. September 2017 – Schöpfungstag

EINLADUNG zur feierlichen

Ökumenischen Schöpfungs-Vesper

um 19:30 Uhr

in die Jesuitenkirche in Wien 1., Ignaz Seipl-Platz

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  Arbeitsgemeinschaft Schöpfungsverantwortung | Peterskirche - Petersplatz 1, 1010 Wien
E-mail: office(at)argeschoepfung.at  | Tel: +43 660-76 000 08 | letzte Änderung: 23-11-2018