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Sehr geehrte Leserinnen und Leser,


die fünfte Ausgabe unseres Newsletters mit Servicefunktion behandelt schwerpunktmäßig die Themen Mikroplastik und Wasser. Dieses bekannt als Basis jeglichen irdischen Lebens, jenes trotz seiner Allgegenwart und Gefährlichkeit für das Leben noch ziemlich unbekannt.

Die Absicht unseres Newsletters liegt jedoch nicht nur darin, zu informieren, sondern er soll vor allem auch Orientierungs- und Entscheidungshilfen im Alltag für den persönlichen und kirchlichen Bereich sowie für gesellschaftspolitische Entscheidungen bieten.
Zu diesem Zweck wird er auch immer von Eigenveranstaltungen mit Experten begleitet. Wir erinnern an den 2. Info-Abend „Umweltgifte, mehr als Problemstoffe“ am 13. März, an das „Klimasymposium“ am 8. Mai und verweisen hiermit auf die unten folgende Einladung zum Info-Abend „Schöpfungszeit“ am 28. Mai.
Weiters wurde stets ein Behelfs-Service zum Gratisdownload angeboten mit Fachkommentaren und theologischen Überlegungen zu den Schwerpunktthemen:

  • Lebensmittelverschwendung, Falsche Propheten
  • biologischer Landbau – Bewältigungsstrategien zur Hungerbekämpfung  
  • die  „friedliche“ Nutzung der Kernenergie aus christlicher Weltsicht
  • Österreich verliert an Boden – UN-Jahr des Bodens
  • und nunmehr Wasser und Mikroplastik


Die hohe Zugriffsrate auf unsere NL-Aussendungen zeigt, dass vom Angebot stark Gebrauch gemacht wird. Um unsere Service erweitern zu können, ersuchen wir Sie daher, uns Ihre geschätzte Rückmeldung zukommen zu lassen, was Sie seit Erhalt unsere Newsletters bereits umsetzen konnten bzw. in naher Zukunft geplant haben, an:

  • Aktionen – in der Pfarre, in der politischen Gemeinde
  • Beispielen geglückter Nachhaltigkeit
  • Änderung Ihres Lebensstils
  • Kooperative Umsetzung
  • Umweltpolitische Interventionen


Wir freuen uns auf Ihre Antworten und bedanken uns für Ihr Interesse!

Ihre ARGE Schöpfungsverantwortung


Mikroplastik – omnipräsent


Bedrohung aus dem Salbentiegel?

Mikroplastik ist mittlerweile überall in der Natur zu finden und sehr persistent. Zwischen 300 und 500 Jahre benötigt es, damit sich Plastik auflöst. Bei Mikroplastik handelt es sich um Kunststoff-Teilchen verschiedener Herkunft und chemischer Zusammensetzung (Polyethylen (PE), Polyvinylchlorid (PVC), Polypropylen (PP)), welche eine Größe im Mikrometer- oder Nanometerbereich aufweisen.

In Gewässern entsteht Mikroplastik einerseits durch die Zersetzung durch photolytische Prozesse bzw. durch den langsamen Zerfall (mechanische Zerkleinerung durch Wellenbewegungen) von Plastikprodukten aus unserem täglichen Gebrauch als auch durch den direkten Eintrag von Kosmetikprodukten, wie Zahnpasten, Duschgels und anderen Hygieneartikeln (siehe Foto 1). Einige Hersteller haben mittlerweile ihre Produktion auf Produkte ohne Mikroplastik umgestellt, jedoch bedarf es einerseits eines weltweiten Verbotes als auch einer Bewusstseinsveränderung der Konsumenten, um diese Eintragsquelle deutlich zu minimieren. Eine weitere Quelle von Mikroplastik sind unter anderem synthetische Kleidungsstücke, wobei durch den Abrieb und vor allem durch das Waschen dieser synthetischen Materialien Mikroplastik in die Umwelt und auch in unseren Organismus gelangen kann.

Das deutsche Umweltbundesamt schätzt die Zugabe von Mikroplastik bei Kosmetika auf ca. 500t pro Jahr. Aus Kläranlagen kann das Mikroplastik nur mit hohem technischen Aufwand herausgefiltert werden. Die Plastikverschmutzung in unserer Umwelt, insbesondere mit Mikroplastik, wird immer mehr zu einem schwer lösbaren Problem:

Mikroplastik in Kosmetikartikel, von links nach rechts: Duschgel, Peeling, Zahnpasta (Foto © C. Kantner)

Das Fachjournal Environmental Science & Technology publizierte ein Forschungsprojekt, im Zuge dessen Untersuchungen von Stränden aller sechs Kontinente durchgeführt wurden. Dabei wurden in allen Proben teilweise hohe Anteile an Mikroplastik gefunden.

Die Ozeane sind sehr bedroht durch das Mikroplastik, wie das Wattmeer, ein sehr sensibles Ökosystem ein Teil der Nordsee, oder das am stärksten belastete Meer das Mittelmeer.

Mikroplastik findet sich sowohl an der Basis der aquatischen Nahrungskette bei Plankton (wie Ruderfußkrebsen) als auch in Krebsen, Muscheln, Würmern, Schnecken, Fischen, Robben, Schildkröten sowie Seemöwen. Schadstoffe, wie Schwermetalle, hormonaktive Substanzen, Pestizide und andere, haften an den Partikeln und können so in den Körper der Organismen gelangen und diese belasten. Das kann bei den betroffenen Organismen zu Unfruchtbarkeit, Geschlechtsänderungen, Entzündungen und zum Tod führen. Mikroplastik ist somit Schadstoff und wird zum Träger von anderen Schadstoffen.

Mikroplastik im Zooplankton, Quelle:  https://plastictides.files.wordpress.com/2014/07/zoopl.gif

Plastik kann Bestandteile wie Weichmacher, Styrolverbindungen, Phthalate usw. enthalten. Viele davon gelten als giftig, krebserregend oder endokrin (in das Hormonsystem eingreifend) wirksam. Und genau solche Gifte können sich dann entlang der Nahrungskette anreichern.

Untersuchungen im Mittelmeer ergaben, dass auf einen Planktonorganismus zwei Mikroplastikpartikel kommen.

Untersuchungen in der Donau haben ergeben, dass sich mehr Plastikpartikel als Fischlarven im Wasser befinden und jeden Tag ca. 4,2t Plastikpartikel in das Schwarze Meer gelangen.

Mikroplastik findet sich aber immer öfter auch in anderen Nahrungsmitteln, wie z. B. im Honig oder im Bier, wo teilweise erhebliche Anteile an Plastikpartikeln gefunden worden sind.

Mikroplastik reichert sich immer mehr in unserer Umwelt an, ist sehr persistent und die Langzeitfolgen für die Umwelt und für uns Menschen sind noch nicht abschätzbar.

Die Devise lautet: selber aktiv werden – jeder kann etwas dagegen tun!

Kaufen Sie keine Kosmetika mehr, in welchen sich Mikroplastik befindet, schauen Sie dabei auf die Inhaltsstoffe auf der Verpackung; wenn sie Polyethylen (PE), Polypropylen (PP), Polyethylenterephtalat (PET), Polymethylmethacrylat (PMMA) oder Nylon lesen, dann befindet sich Plastik in dem Produkt!

Kaufen Sie Naturkosmetika, in welchen sich pflanzliche Inhaltsstoffe (z. B: Zuckertenside, Kieselsäure, Leinsamen und Heilerde befinden, am besten aus biologischer Produktion!

Machen Sie Druck bei den Herstellern und fragen Sie bei Supermärkten, Discountern und Ähnlichen nach, warum Sie Produkte mit Mikroplastik führen!

Unterschreiben Sie Petitionen, welche sich für ein Verbot von Mikroplastik einsetzen!

Vermeiden sie Plastikmüll allgemein, dies verringert ebenso den Eintrag in die Umwelt!

Vermeiden Sie Plastiksackerl, tragen sie Stofftaschen, am besten aus Biobaumwolle! Fragen Sie auch beim Einkaufen nach, warum Plastiksackerl ausgegeben werden – das schafft Bewusstsein!

Kaufen Sie Getränke aus Mehrwegflaschen und/oder Glasflaschen!

Kaufen Sie möglichst wenig Kleidung aus synthetischen Materialen, am besten aus Bio-Baumwolle!

Trennen Sie Müll fachgerecht und sortenrein!

Mag. Christian Kantner MSc
Experte für Bodenbiologie

Quellen:
www.wikipedia.org
www.umweltbundesamt.at
www.umweltbundesamt.de
www.bund.net

Links:
Ratgeber

Greenpeace:
http://www.greenpeace.org/austria/Global/austria/dokumente/ratgeber/Konsum_Mikroplastik_Ratgeber_Juli2014_Auflage2.pdf


Einkaufsratgeber Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (Bund)
http://www.bund.net/fileadmin/bundnet/pdfs/meere/131119_bund_meeresschutz_mikroplastik_produktliste.pdf

Weitere Informationen zu Mikroplastik  
http://www.bund.net/mikroplastik
http://www.bewusstkaufen.at/aktuelles/684/plastik-in-kosmetik.html


Widerstand gegen das Freihandelsabkommen TTIP zeigt immer mehr Wirkung

Das TTIP-Trojanische Pferd vor dem Linzer Landhaus


Dank des großen Widerstands der europäischen und amerikanischen Zivilbevölkerung wurde ein wichtiger Zwischenerfolg im Kampf gegen die Freihandelsabkommen errungen. Wie Ignacio Carcia Bercero, Chefunterhändler der zuständigen EU-Kommissarin Cecilia Malmström, bestätigte, wird es nicht mehr möglich sein, das Abkommen vor den amerikanischen Präsidentschaftswahlen abzuschließen(1).


Eine zentrale Hoffnung der Verhandlungsführer auf beiden Seiten des Atlantiks, das Abkommen aus den US-Wahlen heraus zu halten, wird sich daher nicht erfüllen. Verantwortlich dafür ist einerseits der starke Widerstand in Europa und etwas abgeschwächt in den USA gegen TTIP, vor allem aber die Verzögerungen beim Verhandlungsprozess rund um die Transpazifische Partnerschaft (TPP) zwischen den USA und asiatischen Staaten.

Vom ÖGB bis zu kirchlichen Organisationen-breiter Widerstand gegen TTIP in Linz

Das generelle Unbehagen in der Bevölkerung gegenüber vermeintlich sinnvollen Handelsabkommen auf beiden Seiten des Atlantiks wird damit endlich auch von der Politik ernst genommen.

Wie groß der Widerstand vor allem auch in Österreich ist, zeigte eindrucksvoll der TTIP-Aktionstag am 18. April 2015. Über ganz Österreich verteilt gingen mehr als 20.000 Menschen bei 14 Veranstaltungen auf die Straße und zeigten damit eindeutig, dass sie für eine andere, ökologischere und menschlichere Handelspolitik eintreten (2).

Vollständiger Artikel Hier

DI Karl-Heinz Schaurhofer

Quellen:

(1)http://www.dvz.de/rubriken/singleview/nachricht/72137.html?utm_source=RSS_Feed&utm_medium=RSS&utm_campaign=RSS_Feed_alle_News

(2)http://www.attac.at/kampagnen/ttip-ceta-co-stoppen/aktionstag-18-april.html


 

 

 

Bild aus dem Dossier Wasser/Bildquelle: M.Großmann/pixelio.de

Der stille Schrei des Wassers


Kürzung und Übersetzung von JURIGA Roman, Silent Cry of Water, 2006 (http://www.ecen.org/thematic-work/theology-and-creation-time)

Wenn wir alle spirituellen, nützlichen und sozialen Aspekte des Wassers in der Geschichte der Menschheit in Betracht ziehen, müssen wir uns fragen, was mit unserer Beziehung zum Wasser passiert ist. Was hindert uns heute daran, zu sehen, dass uns das Wasser von Gott als wertvolles Geschenk gegeben wurde? Ein Geschenk, das unser und aller Geschöpfe Leben erhalten, reinigen und bereichern soll.

Ein verantwortungsvoller christlicher Zugang zum Wasser sollte weiter gehen als nur zu sehen, dass das Wasser wertvoll, wichtig bzw. einfach wunderbar ist. Er sollte mehr beinhalten als nur anzuerkennen, dass das Wasser in der Bibel und auch in anderen Religionen als Symbol für das neue Leben und für sprirituelle Reinigung und Transformation angesehen wird. Es gibt mehrere Gründe, die Thematik „Wasser“ heute auch unter anderen Aspekten zu betrachten. Sie liegen darin, dass das lebensnotwendige Wasser für die Geschöpfe knapp und in Gefahr ist.

Die größten Probleme – und was wir dagegen tun können:

  • Wasserverschmutzung in Brunnen, Flüssen und den Ozeanen
  • Zunehmender Wassermangel am Land und sinkende Grundwasserspiegel
  • Totale Vernichtung des natürlichen Lebensraums für Fische, Amphibien und viele andere Tiere und Pflanzen, die am und im Wasser leben
  • Trinkwassermangel und Rückgang des Süßwassers für Fischer und Landwirte
  • Steigende wirtschaftliche und soziale Kosten in Zusammenhang mit der Verknappung des Trink- und sanitären Wassers, seiner Verteilung und dem Zugang dazu

Gegenmaßnahmen....

Vollständiger Artikel hier...


Wasser – Die wichtigste Ressource der Menschheit


Kürzung des Artikels von Dr. Lukas VISCHER im „Dossier zur Schöpfungszeit“ (http://www.ecen.org/thematic-work/theology-and-creation-time)

Die Wasserversorgung bis 2025 für zwei Drittel der Weltbevölkerung gefährdet!

Wasser ist die Voraussetzung für Leben. Wenn die gegenwärtigen Entwicklungen unaufhaltsam wei-tergehen, werden sogar noch größere Teile der Weltbevölkerung an Wassermangel leiden. Das Ausmaß der Katastrophe erweckt in uns ein Gefühl der Hilflosigkeit. Gibt es überhaupt Lösungen? Ist es möglich, die Bedrohung abzuwenden?

Neue Herausforderungen für die Christen – Erkennen des Ausmaßes der Bedrohung eines Gottesgeschenkes
Für Christen hat Wasser auch eine tiefe spirituelle Bedeutung, denn es ist ein Geschenk Gottes und gleichzeitig die Grundvoraussetzung des Lebens. Dies spiegelt sich sowohl im Gottesdienst als auch in den theologischen und liturgischen Traditionen der Kirchen wider. Wasser dient als Symbol in christlichen Feiern und Ritualen. Auf verschiedene Weisen unterstreicht die christliche Tradition die Bedeutung und die Heiligkeit des kostbaren Gutes. Wenn wir nun diese Traditionen wieder aufleben lassen, werden wir aber auch an die Gefahren erinnert, die aus der reduzierten Verfügbarkeit und dem Qualitätsverlust durch Verschmutzung resultieren.

Eine begrenzte Ressource
Die Verfügbarkeit von Frischwasser ist während der letzten Jahrzehnte stark zurückgegangen, be-sonders in Afrika und Asien. Tatsächlich leiden 505 Millionen Menschen in 31 Ländern unter Wasserknappheit, wodurch auch die Gesundheit der Bevölkerung, die ökonomische Entwicklung, die Nahrungsmittelproduktion und die Ökosysteme leiden.
Was sind die Gründe für diesen Rückgang?
Auf der einen Seite nimmt der Wasserentzug durch den Menschen stetig zu. Auf der anderen Seite nimmt die Verfügbarkeit von Frischwasser in vielen Teilen der Welt ständig ab. Wenn die weltweite Wassernutzung weiterhin zunimmt, werden die Menschen innerhalb von 30 Jahren 90 Prozent allen verfügbaren Frischwassers nutzen.
Die Hauptgründe für diesen gesteigerten Wasserbedarf sind industrielle Produktion, intensive Landwirtschaft, der Lebensstil der Konsumgesellschaft und das Bevölkerungswachstum.
Bezüglich der verminderten Verfügbarkeit von Wasser sind folgende Faktoren von besonderer Bedeutung:


Klimawandel – Mit den Veränderungen am Klima wird sich auch der Wasserkreislauf unweigerlich verändern. In nördlichen Gebieten und in Flussbetten, die von der Schneeschmelze abhängen, können sich Überflutungen häufen.
Häufigkeit und Schwere von Dürren werden in vielen Gegenden zunehmen, als Folge von Änderungen in der Gesamtregenmenge, was zu höheren Ernteverlusten und gesteigertem Wasserverbrauch in der Landwirtschaft führt.

Rodungen sind ein weiterer Störfaktor. Wenn Wälder geschlägert werden, ändert sich der Wasserkreislauf; der Boden hält das Wasser nicht länger zurück, Quellen verschwinden, Erosion nimmt zu.

Müll und Umweltgifte verringern die Menge des verfügbaren Wassers. Menschliche Abfälle, ob von der Industrie oder von  Haushalten stammend, gelangen ins Grundwasser, oder brauchen Wasser, um entsorgt zu werden. Oft sind die Schäden durch Verschmutzung praktisch irreversibel oder erfordern hohen technischen und damit finanziellen Aufwand.

Schlechtes Management führt zu einem Verlust großer Mengen von Wasser. Schnell wachsende  urbane Zentren bringen besondere Probleme im Wassermanagement mit sich.

Maßnahmen
Welche Maßnahmen können ergriffen werden in dieser Wasserkrise? Viele Maßnahmen sind in der Lage, die Verfügbarkeit von Wasser zu verbessern. Die Effektivität dieser Maßnahmen kann verbessert werden durch:

  • Steigerung der Speichermenge von Wasser
  • Reduktion des Wasserverbrauchs in der Industrie durch verbesserte Technologien
  • Entwicklung effizienter Methoden der Wassernutzung in der Landwirtschaft und durch eine verminderte Nutzung von künstlicher Bewässerung
  • Eine Verbesserung der Installationen im Bereich der Wasserspeicherung und Weiterleitung
  • Verminderung der Wasserverschmutzung und Wiederaufbereitung von verschmutztem Wasser  Es ist essentiell Wasser als knappe Ressource zu betrachten und den Verbrauch so gering wie möglich zu halten. Selbst dort, wo Wasser in großen Mengen verfügbar ist, muss eine Verschwendung verhindert werden. Die Menge des Wasserverbrauchs in den Industriestaaten muss weiter reduziert werden.


Die Wasserkrise erfordert eine gemeinsame Antwort. Sie betrifft alle Schichten der Gesellschaft, von den lokalen  Gemeinschaften bis auf nationale und internationale Ebenen. Um die Teilnahme der Menschen sicherzustellen, sind lokale Aktionen notwendig. Doch ist es wichtig zu erkennen, dass die Probleme nur in überregionalem Maßstab wirksam bekämpft werden können. Kooperationen unter den Gemeinschaften sind daher erforderlich.
Infofolder Wasser Download

Die Stellung der Kirchen
Das Thema ist von besonderer Bedeutung für die Gläubigen der Kirchen. Wenn die Existenz von Lebewesen auf dem Spiel steht, haben sie keine andere Wahl, als der Wasserkrise entgegenzutreten und Stellung zu nehmen.

a) Bewusstseinsbildung
Kirchen sollen die einzigartige Rolle des Wassers für alle Lebewesen hervorheben. Christen sehen Wasser als Geschenk Gottes an. Wasser ist ein Symbol des Lebens und ein Symbol von Gottes Gnade. Wasser stellt daher mehr als nur ein nutzbares Gut dar. Wasser verdient Respekt und Schutz.
Die erste Aufgabe der Christen besteht daher darin, sich und ihre Mitmenschen des wahren Wertes von Wasser zu erinnern. Wasser kann Inhalt von Meditation und Predigt sein. Es verdient einen Platz im Dienst an Gott. Der heilige Franziskus nannte Wasser zu Recht „unsere Schwester“ – nicht ein Objekt, sondern ein lebensspendendes Wesen.

b) Teilnahme an öffentlichen Debatten und Aktionen
Da Wasser für das Leben essentiell ist, haben die Kirchen die Pflicht sich in der gegenwärtigen Debatte über angemessenes Wassermanagement zu beteiligen. Es sind fundamentale ethische Entscheidungen zu treffen und nur eine volle Teilnahme an der öffentlichen Diskussion darf für die Kirchen in Betracht kommen.

c) Lebensstil
Um Glaubwürdigkeit zu wahren, müssen die Kirchen, sowohl auf persönlicher als auch auf gemeinschaftlicher Ebene, einen Lebensstil vorleben, in welchem sich Respekt und Verantwortung gegenüber dem Geschenk des Wassers spiegeln. Christen müssen der exzessiven Wassernutzung widerstehen und unnötige Verschmutzungen vermeiden. Wasser verbindet uns mit der Schöpfung. Aus diesem Grund sind sein Schutz und seine nachhaltige Nutzung eine absolute Notwendigkeit für den Erhalt des Lebens auf unserem Planeten und dem Wohlergehen zukünftiger Generationen.

Mag. Roland Zisser


Klimasymposium im Vatikan


Die päpstliche Akademie der Wissenschaften hat am 28. April eine eintägige Konferenz zum Thema Klimawandel abgehalten. Das Symposium war hochkarätig besetzt mit dem Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki-moon, und ExpertInnen aus Wissenschaft, Theologie, Entwicklung, Wirtschaft und Diplomatie.

Als Ergebnis der Tagung wurde eine Deklaration verabschiedet, die besagt, dass „der menschengemachte Klimawandel eine wissenschaftlich fundierte Realität ist und sein entschiedenes Einbremsen eine moralische und religiöse Pflicht für die Menschheit ist“ (Übersetzung ARGE SVA).

In der Deklaration wird betont, dass wir Menschen die finanziellen und technologischen Möglichkeiten und das nötige Know-how haben, um den menschengemachten Klimawandel zu bekämpfen und gleichzeitig die globale Armut verschwinden lassen können.

Das Klimatreffen in Paris dieses Jahr (COP 21) ist vielleicht die letzte Möglichkeit, die Erwärmung unter 2 Grad C zu halten. Allerdings weist der momentane Trend mehr auf einen Anstieg um ruinöse 4 Grad C oder noch darüber hin.

Kardinal Peter Turkson, Präsident des päpstlichen Rates für Gerechtigkeit und Frieden rief zu einem moralischen Erwachen der Politiker, aber auch aller Menschen des Glaubens auf.

Dr. Oskar Luger


Nachrichten


Bildungsreform – Zentralmatura: ökologisch der Schritt in die falsche Richtung!

Während sich in der Bevölkerung allmählich das Bewusstsein der Notwendigkeit eines verantwortungsvolleren Umgangs mit den Ressourcen breit macht, geht das Bildungsministerium bei der Organisation der Maturareform genau den umgekehrten Weg.

Die Fakten
Für 19.164 Schüler an allen 331 höheren Schulen Österreichs lässt das Bundesinstitut für Bildungsforschung (Bifie), das für die Abwicklung der Zentralmatura zuständig ist, Angabezettel drucken. Dazu kommen weitere 7000 Schüler, die in den berufsbildenden höheren Schulen im Mai die neue Matura als Schulversuch testen. Die Zentralmatura wird somit zur Papierschleuder: Insgesamt müssen drei Millionen Seiten hergestellt werden. Ende Februar gingen bereits die ersten Angabezettel in Druck.

(Quelle: Oberösterreichische Nachrichten, Online-Ausgabe vom 02.05.2015)

Vor 30 Jahren genügte beispielsweise als Angabezettel für die Deutschmatura ein DIN A5-Blatt. Heute bekommt jeder Schüler und jede Schülerin 16 (!) gedruckte Seiten DIN A4, also die 32-fache Menge an Papier, ausgehändigt. Wie immer man auch inhaltlich zu den neuen Themenstellungen stehen mag, unbestreitbar ist, dass jedwede Reform das Ganze des menschlichen Lebens im Blick haben muss und daher auch die Perspektiven der Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit zu berücksichtigen hat.
Ein diesbezügliches Schreiben eines Mitarbeiters der ARGE Schöpfungsverantwortung an den Bundesminister für LFUW mit der Bitte um eine entsprechende Intervention wurde bereits versandt.


Veranstaltungshinweis/Einladung


Die Schöpfungszeit erinnert uns an unsere Verantwortung gegenüber Mitmenschen und allen Mitgeschöpfen. Sie setzt der blinden Tätigkeit Schranken und lässt uns einen Schritt zurücktreten, um uns vor Gott und seiner Schöpfung neu zu erkennen. Die Schöpfungszeit ist eine Kritik an der menschlichen Selbstentfaltung, die den Zugang zu Gottes neuer Welt versperrt.

Wir brauchen eine bestimmte Zeit der Konzentration und Einübung in eine neue Lebenskultur und wir brauchen Stärkung und Halt in der schwierigen Übergangsphase von einem zerstörerischen zu einem nachhaltigen und somit zukunftsfähigen Lebensstil.

Kirchen erkennen Handlungsbedarf
Internationale Beispiele

ARGE Schöpfungsverantwortung lädt ein

SchöpfungszeiT 2015
EINFÜHRUNG/IMPULSE


28. Mai 2015 ab 18:30 Uhr
Kardinal-König-Haus
Wien 13., Kardinal-König-Pl. 3


Boden und Klima: Mag. Christian Kantner MSc.  
Wasser: Angelika Söllner  
Kinder der Welt: Angelika Söllner  
Theologie: P. Georg Ziselsberger SVD  
Pastorale Impulse: Isolde Schönstein  
Einführung und Moderation: Mag. Christian Kantner MSc
Isolde Schönstein ARGE Schöpfungsverantwortung, ECEN

Anmeldung: bis 25. Mai 2015 unter office(at)argeschoepfung.at
Freier Eintritt! Agape

Dossier Schöpfunszeit Download


Literaturempfehlungen


Selbst Denken

Eine Anleitung zum Widerstand
Harald Welzer

Früher war Zukunft ein Versprechen, dass alles besser wird. Doch heute ist klar, dass es nicht weitergehen kann wie bisher. Harald Welzer analysiert schonungslos die gegenwärtige Lage: ein expandierender Konsum verzehrt alle Ressourcen, die Bürger sind poltisch gelähmt. Das muss anders werden. Wir müssen uns wieder ernst nehmen und selbst denken! Harald Welzer zeigt uns wie. Damit die Zukunft keine Bedrohung ist, sondern wieder Versprechen wird.

Die Entscheidung
Kapitalismus vs. Klima
Naomi Klein

Vergessen Sie alles, was sie über den Klimawandel zu wissen meinten: Es geht nicht nur um CO2-Emissionen, es geht um den Kapitalismus!
Die weltbekannte Aktivistin Naomi Klein weckt uns aus der kollektiven Ohnmacht angesichts der Klimakatastrophe. In einer packenden Vision zeigt sie, dass uns dieser existentiellen Herausforderung stellen können. Wir müssen unser Wirtschaftssystem de Immer-mehr aufgeben und etwas radikal Neues wagen. Denn überall auf der Welt gibt es bereits überraschende und inspirierende Alternativen.


 

"Umweltschutz ist Lebensschutz"

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  Arbeitsgemeinschaft Schöpfungsverantwortung | Peterskirche - Petersplatz 1, 1010 Wien
E-mail: office(at)argeschoepfung.at  | Tel: +43 660-76 000 08 | letzte Änderung: 23-11-2018