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„Warum Klimawandel mehr als ein weiteres globales Problem ist

Ein wesentlicher Verbündeter in den Bemühungen um ein Umdenken
könnten Religionsgemeinschaften sein. Die im neuen Lebensstil
 geforderten Qualitäten – Genügsamkeit (Suffizienz), Ehrfurcht
vor allem Leben,
Mitgefühl und Solidarität, Verantwortungsbewusstsein, usw. –
gelten in praktisch allen Religionen als Tugenden.“

Helga Kromp Kolb (Dossier "eine Zeit der Schöpfung"Link zum Dossier)

 


Klimawandel – Brennpunkt globaler und
intergenerationeller Gerechtigkeit

 

Sehr geehrte Leserinnen und Leser!

Wer sich für die bedrohte Schöpfung einsetzt, wird sehr rasch mit einer Überfülle an Handlungsfeldern konfrontiert. Auch die bloß aktuellste Themenauswahl für einen Newsletter erscheint schier unerschöpflich.


Wir haben für Sie diesmal drei Schwerpunkte ausgewählt: Offen ist (nach einem ersten Erfolg!) noch die Entscheidung der EU-Kommission über eine eventuelle Neuzulassung des Umweltgiftes Glyphosat – wir waren mit einem Experten im Gespräch. Obwohl der(!) Dauerbrenner, scheint nach dem Klimagipfel in Paris im letzten November die einschlägige Debatte eingeschlafen zu sein – von politischem Handeln zeigt sich noch keine Spur. Ohne Unterlass aktiv sind jedoch zivilgesellschaftliche Umweltinitiativen, darunter auch kirchliche, wovon wir In einem Interview Marijke Van Duin, Mitbegründerin und Mitarbeiterin des ECEN seit der ersten Stunde, vorstellen.


Neben den zusätzlichen Kurzmeldungen beachten Sie bitte vor allem unsere Buchtipps: Passend zur Fastenzeit und zu Ostern empfehlen wir Ihnen zwei Werke, die – ausgehend von ihrer jeweiligen Schwerpunktsetzung – Ökologisches und Theologisches bewusst verknüpfen.


Ein hohes Maß an Wachsamkeit und ein gesegnetes Osterfest wünscht Ihnen
Ihre ARGE Schöpfungsverantwortung

„Wer Ostern kennt, kann nicht verzweifeln.“
(Dietrich Bonhoeffer, 1906–1945)



 

Das Wunder von Paris: Fahrplan für einen postfossilen Gesellschaftsvertrag

Gekürzter Essay von Prof. Dr. Markus Vogt
LMU München, Lehrstuhl christliche Sozialethik       
     

Selten wurde eine Konferenz der Vereinten Nationen mit so vielen Hoffnungen und Befürchtungen erwartet wie die Weltklimaverhandlungen von Paris (30. 11. – 11. 12. 2015). Und das Unwahrscheinliche ist wahr geworden: Alle 196 beteiligten Staaten haben sich auf ein Abkommen geeinigt, das die Abkehr von der fossilen Weltwirtschaft unumkehrbar als Ziel der Weltgemeinschaft verankert. Der französische Außenminister Laurent Fabius hat sich als meisterhafter Diplomat erwiesen und auch Papst Franziskus spielte eine aktive Rolle in der Ermöglichung des Klimaabkommens von Paris – nicht zuletzt durch seine Enzyklika „Laudato Si“ vom Juni 2015.

Die Erfolge des Klimavertrags

Der mit 31 Seiten relativ kompakte Klimavertrag von Paris hat drei zentrale Ergebnisse:
1. Die Klimaerwärmung soll auf „deutlich unter 2°C“ begrenzt werden. Hintergrund des 2-Grad-Zieles ist die inzwischen umfassend fundierte Erkenntnis der internationalen Klimaforschung, dass ab dieser Schwelle mit unberechenbaren und weitreichenden Kippeffekten wie dem Auftauen des Permafrostbodens in der nördlichen Hemisphäre zu rechnen ist.
2. Der CO2-Ausstoß soll in der zweiten Hälfte des 21. Jahrhunderts vollständig gestoppt werden.
3. Die Zusage umfangreicher finanzieller und technischer Unterstützung für die sogenannten Entwicklungsländer ist der dritte große Erfolg des Pariser Klimaabkommens.

Man könnte diese drei zentralen Verhandlungsergebnisse als Fahrplan bezeichnen, um einen Prozess wechselseitiger Verpflichtung und konkreter Umsetzung in Gang zu setzen. Während die Staaten in der vergangenen zwanzig Jahren darum pokerten, nationale Interessen zu wahren und verbindlichen Verpflichtungen zum Klimaschutz auszuweichen, kam es nun zu einer kollektiven Selbstverpflichtung, aus der keiner ausscheren kann, ohne sich selbst ins Abseits der Weltgemeinschaft zu stellen. Damit wurde eine neue Epoche des Klimaschutzes eingeleitet, die man als „Weltvertrag“ für eine „Große Transformation“ zu einem postfossilen Wirtschaftsmodell bezeichnen kann.


Die Schwächen des Vertragswerks

Freilich gilt es auch nüchtern die Grenzen der Pariser Klimaabkommens in den Blick zu nehmen: Es hat keinen Rechtscharakter, sondern reinen Moralcharakter. Die quantitativen Verpflichtungen bestehen aus freiwilligen Zugeständnissen der jeweiligen Staaten. Nach wie vor waren bei den Verhandlungen auch nationale Wohlstandsinteressen und Ideologien wirksam und werden sich beim Umsetzungsprozess verstärkt bemerkbar machen. Insbesondere in den USA ist mit erheblichem Widerstand zu rechnen.
Zudem werden die Erfolge der Klimakonferenz in Paris aktuell durch die beispiellos niedrigen Benzinpreise an den Tankstellen konterkariert. In der Konkurrenz um Absatzmärkte angesichts des durch Fracking erhöhten Angebotes purzeln die Preise.  Die Gefahr, dass die Weltgemeinschaft an dem in Paris formulierten hohen Ziel scheitern wird, ist nicht von der Hand zu weisen. Viele kritische Handlungsfelder wurden kaum in den Blick genommen, so beispielsweise Landwirtschaft und Welternährung, Flugverkehr und Schifffahrt sowie Fragen der Kohärenz von Klima-, Energie- und Entwicklungspolitik. Die Ziele und Selbstverpflichtungen von Paris sind nicht ohne eine grundlegende Transformation der Lebens- und Konsumstile zu erreichen. Damit ist auch jeder Einzelne in die Pflicht genommen.

ECEN - Climate Change Discussion
ECEN - Climate Change Discussion

Die Rolle der EU

Wichtig wird sein, dass die EU mit gutem Beispiel vorangeht und Maßnahmen zur Erreichung der Emissionsminderungsziele umsetzt. Dazu gehört eine zügige und zielgerichtete Reform des EU-Emissionshandelssystems und eine entschlossene Energiewende. Dass dieser Weg auch ökonomisch sinnvoll ist, darauf verweist die Tatsache, dass dieses Jahr die Investitionen in erneuerbare Energien erstmals die Investitionen in fossile Energieträger überschreiten. Zugleich gewinnt die Divestment-Bewegung an Fahrt, da immer mehr Großanleger ihre Finanzmittel aus dem Geschäft mit fossilen Energien abziehen.
Diese Beispiele lassen hoffen, dass eine Positivspirale zur Defossilisierung der Wirtschaft in Gang gekommen ist. Die EU und Deutschland haben darüber hinaus auch eine wichtige Rolle in der Unterstützung von Entwicklungs- und Schwellenländern, um eine Synthese von Klimaschutz und Armutsbekämpfung zu ermöglichen.

Die religiöse Dimension

Aus der Sicht christlicher Sozialethik stellt sich u. a. die Frage nach der Rolle der Kirchen und den Aufgaben ethischer Reflexion im begonnenen Transformationsprozess. Die Zielkonflikte zwischen Armutsbekämpfung und Klimaschutz sowie die Frage der Zurechnung von Verantwortlichkeiten und der Transformation des Wohlstandsmodells bedürfen auch nach Paris einer vertieften ethischen Reflexion.

Die Transformation der katholischen Soziallehre durch Integration der ökologischen Dimension ist noch fragil und steht erst am Anfang. Es bedarf einer breiten institutionellen Verankerung auch auf der Ebene sozialethischer Forschung sowie ökumenischer und interreligiöser Kooperationen, um diese zu stabilisieren. Die besondere Aufgabe und Kompetenz der Kirchen liegt darin, durch ethisch fundierte und zugleich alltagsnahe Kommunikation zu einem Kulturwandel beizutragen.
Durch eigene Anstrengungen etwa im Gebäudemanagement oder in der ökosozialen Ausrichtung der Nachfrage können sie den erforderlichen Wandel erheblich unterstützen und die notwendige Glaubwürdigkeit erlangen. Die Schrift „Ethisch-nachhaltig investieren“, die die deutschen Bischöfe und das Zentralkomitee der Katholiken im Juli veröffentlicht haben, ist ein guter Schritt zu beispielgebender Selbstverpflichtung. Ebenso der ökumenische Prozess „Umkehr zum Leben – den Wandel gestalten“ für Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung.

Ein Anfang ist getan

Die Weltklimakonferenz von Paris hat Ziele und einen politischen Rahmen definiert; die Umsetzung der Postulate durch konkretes Handeln steht noch bevor. Erst wenn dieser Prozess Dynamik gewinnt, wird aus dem Klimavertrag von Paris eine historische Wende. Dass die von vielen bereits totgesagte multilaterale Verhandlungsdiplomatie nun doch noch geglückt ist, scheint wie ein kleines Wunder, oder zumindest ein Grund zu großer Dankbarkeit und Freude.

Die aktuellen Grenzen des freiwilligen Klimaschutzes

Wie Prof. Vogt in seinem Essay betont, beruht der Weltklimavertrag auf der Selbstverpflichtung der Länder und sieht keine Möglichkeiten vor, säumige Vertragsstaaten an ihre eigenen Vorgaben zu binden.  Die konkrete Klimaschutzpolitik der einzelnen Staaten ist daher nach wie vor entscheidend dafür, ob der Klimavertrag von Paris tatsächlich der erhoffte Wendepunkt wird. Wie die Organisation German Watch Mitte Februar betonte, muss Deutschland und ganz Europa aufgrund der technologischen und politischen Stärken hier die Vorreiterrolle einnehmen (AIZ, 22.02.2016).
Wie es aktuell aussieht, könnte das Abkommen aber bereits in Kraft treten (China und die USA würden allein reichen, um den notwendigen Anteil am weltweiten CO2-Ausstoß von 55 % zu erreichen), ohne dass alle europäischen Staaten den Vertrag ratifiziert haben, wie Stefan Schleicher, Ökonom am Wegener Zentrum der Universität Graz, betont (Der Standard, 03.03.2016).  Europa ruhe sich auf den bereits für 2030 fixierten Zielen einer Reduktion des Kohlenstoffausstoßes um 40 % aus und einige Mitgliedsstaaten wie Polen lehnen weitergehende Schritte völlig ab. Wie auch die Organisation Greenpeace betont, droht Europa daher die führende Rolle in der Umstellung auf eine dekarbonisierte Lebensweise zu verlieren.
Paris hat ohne Zweifel aufgezeigt, wie der Klimawandel zu bekämpfen ist, aber damit ist es noch lange nicht getan. Weiterhin kommt es auf jede/n Einzelne/n an, politisch eine Umkehr zu fordern sowie auch im persönlichen Leben konkrete Schritte zur Vermeidung von Treibhausgasen zu setzen.

Eine gute Hilfestellung dazu bietet der Fastenkalender der ARGE Schöpfungsverantwortung, der innere Umkehr in der Fastenzeit mit konkreten klimaschonenden Schritten verbindet.

Link zur Außenseite des Fastenkalenders: Außenseite

Link zur Innenseite des Fastenkalenders: Innenseite

 

 

 

ECEN – das EUROPEAN CHRISTIAN ENVIRONMENTAL NETWORK

Von Konferenz zu Konferenz – eine Erfolgsgeschichte           


Das ECEN ist eine Frucht früherer ökumenischer Bemühungen, gemeinsam die Sorgen und Nöte der Zeit aufzugreifen und eine „neue Praxis ökologischer Verantwortung jetzt und im Hinblick auf künftige Generationen“ zu fördern.
Eine wesentliche Rolle spielte dabei der Schweizer reformierte Theologe Lukas Vischer, seine Vision von einem universalen Konzil schlug sich zumindest in den drei Ökumenischen Versammlungen der Kirchen Europas nieder....

Weitere Informationen zum ECEN...

Interview mit Marijke van Duin

Kirche, Umwelt und Scarlatti

Im Vorfeld zur Gründung des EUROPEAN CHRISTIAN ENVIRONMENTAL NETWORKS ( ECEN)  fanden auf Intervention von Lukas Vischer Konferenzen, u. a. auch in Wien, statt. Hier begegneten wir Marijke van Duin das erste Mal – eine jahrelange Zusammenarbeit im ECEN folgte.

Wie war damals die allgemeine Stimmung in den europäischen Kirchen?

Soweit ich weiß, schenkten die Kirchen damals den Umweltthemen und dem Klimawandel nicht viel Aufmerksamkeit. Das musste erst aufgebaut werden. Es gab aber einen fruchtbaren Boden dafür in den Kirchen dank des Konziliaren Prozesses, in dem „Bewahrung der Schöpfung“ ein Punkt war. Die anderen Punkte waren Friede und Gerechtigkeit. Auf diesem 10-jährigen Konziliaren Prozess, der mit der Ersten Europäischen Ökumenischen Versammlung in Basel 1989 in Verbindung stand, aufbauend, wurden einige kleinere ökumenische Konferenzen zu den Themen Umwelt, Klimawandel und Nachhaltige Entwicklung organisiert. Eine dieser ersten Konferenzen war eine viertägige Konferenz in Mühlheim in Deutschland, die von der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) im April 1995 organisiert wurde. Das war meine erste ökumenische Konferenz zu Umwelt/Klimawandel und seitdem arbeite ich in diesem Bereich mit....

Weiter zum gesamten Interview...

 


Nachrichten

Neuzulassung von Glyphosat für 15 Jahre droht

Glyphosat ist das am meisten eingesetzte Totalherbizid weltweit. Am meisten bekannt ist es unter dem Namen Roundup, welches vom Agrochemieriesen Monsanto gemeinsam mit gentechnisch veränderten Pflanzen insbesondere in den USA und Südamerika zum Einsatz kommt.

Im April 2015 stufte ein Expertengremium der IARC (WHO)auf dem Gebiet der Krebsforschung Glyposat als „wahrscheinlich kanzerogen“ ein. Dem gegenüber steht die Bewertung der EFSA (europäische Lebensmittelbehörde) vom November 2015, in welcher sie zu dem Schluss kommt Glyphosat sei „wahrscheinlich nicht kanzerogen“. Derselben Meinung ist das BFR (Bundesforschungszentrum für Risikobewertung) in Deutschland, auf welches sich der Ausschuss der Europäischen Kommission für die Neuzulassung von Glyphosat stützt.

Bereits am 7. März soll dieser Ausschuß darüber entscheiden, ob Glyphosat weitere 15 Jahre in der EU zugelassen wird.

Ausführliche Informationen, die Gefahren und Risiken finden Sie in einem von der ARGE Schöpfungsverantwortung durchgeführten Interview mit dem Pestizidexperten und Biochemiker von Global 2000, Dr. Helmut Burtscher.

Interview mit Dr. Helmut Burtscher



Weitere Links sowie Möglichkeiten zum Protest gegen Glyphosat:


Petitionen:

Informationen:




TTIP in der Zielgerade? – Nicht mit uns! 

Im Anschluss an die soeben erfolgte zwölfte TTIP (Transatlantic Trade and Investment Partnership) -Verhandlungsrunde wird immer klarer, unter welchem Zeitdruck die Verhandlungen stehen. Von amerikanischer Seite aus sollen die Verhandlungen unbedingt noch in der Amtszeit von Präsident Obama fertig gestellt werden. Da aber schon im November gewählt wird und aktuell noch bei vielen Themen Uneinigkeit (Investorenschutz, Zollsenkung, Marktzugang für agrarische Güter, …) herrscht, wird die Zeit knapp.


Starker Widerstand macht sich bezahlt

Dies ist sicherlich auch ein Verdienst des wachsenden Widerstands der zahlreichen TTIP-Gegner auf beiden Seiten des großen Teichs – aufgrund des steigenden politischen Drucks müssen viele Themen härter und umfassender verhandelt werden und ein Vertragsabschluss in Stille und Einigkeit wie bei CETA wurde verhindert. So sind beispielsweise in Deutschland die TTIP-Befürworter in der Bevölkerung mit 25 Prozent aktuell schon weit in der Unterzahl....

weitere Informationen...


 

 

Umweltausschuss des Europäischen Parlaments stimmt gegen den Einsatz von Reserveantibiotika


Am 17. 02. 2016 konnte Erfreuliches aus Brüssel gemeldet werden. Der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments stimmte über die neue Tierarzneimittelverordnung ab und forderte an vielen Stellen eine Verschärfung des Gesetzestextes, darunter das Verbot gentechnisch veränderter Impfstoffe und ein Verbot des Einsatzes sogenannter Reserveantibiotika.  Aufgrund der zunehmenden Resistenzen bei herkömmlichen Antibiotika, die auch in Verbindung mit falschem Medikamenteneinsatz in der Massentierhaltung stehen, kommen Reserveantibiotika eine entscheidende Rolle zur Abwehr von resistenten Keimen zu. Deren Einsatz in der Tierhaltung ist daher äußerst gefährlich und abzulehnen.


Stattdessen braucht es eine Verbesserung der Haltungsbedingungen in der Mast und eine äußerst sparsame Verwendung von Antibiotika in der Tierhaltung. Diesen Weg müssen aber auch die Konsumenten mitgehen, da Schnitzelpreise von unter fünf Euro pro Kilo mit dem Tierwohl nicht vereinbar sind.


Quelle: www.umweltinstitut.org


 

 

Handy & Co:  Zwei Dokumentarfilme brechen das Schweigen

Berichterstattung: Dr. Gernot Neuwirth


Das neue Jahrtausend hat eine explosionsartige Zunahme von neuen Mobilfunktechnologien gebracht. Die inzwischen fast allgegenwärtigen Funksignale von Handy und Handymast, WLAN und drahtlosem Baby-Überwachungsgerät, smartem Stromzähler und wohl bald auch vernetztem Kraftfahrzeug durchdringen Wände, Dächer und den menschlichen Organismus und verursachen Veränderungen in lebenden Zellen, insbesondere im Gehirn....

Weitere Informationen...

Link zu dem Artikel von Univ.-Lektor i. R. Mag. Dr. Gernot Neuwirth: Unbekannte Sensation - von Univ.-Lektor i. R. Mag. Dr. Gernot Neuwirth

 

 

Buchtipps:

 

1)      TRUMMER Peter, Auferstehung jetzt – Ostern als Aufstand. Theologische Provokationen, Herder 2016
 
Zitat vom Einbandtext: „Peter Trummer [legt] reife Früchte seiner Bemühungen zum Thema Auferstehung vor und führt von der Mystik zum politischen Handeln sowie zu einem Neuverständnis des Glaubens.“
Dementsprechend ist im Kapitel 28 „Die Schöpfung wartet“ die Rede davon, dass Jesus mit seinem Tod und seiner Auferstehung mit der ganzen Schöpfung mitfühlt und mitleidet; wir keinen Grund haben, uns selbstherrlich über die Schöpfung zu erheben; wir immer mit allem verbunden sind; alles, was wir der Schöpfung antun, auf uns selbst zurückfällt …
Auch dieses Buch belegt es also: Es gibt keine „Glaubenswahrheit“ und keinen Vollzug christlichen Selbstverständnisses, der nicht zentral Schöpfungsverantwortung mit einschließt!

2)      NUSSBAUMER Josef, EXENBERGER Andreas, NEUNER Stefan, Leidenswege der Ökonomie, STUDIA Universitätsverlag 2015

In 14 Kapiteln, entsprechend den Stationen eines Kreuzweges, legen die Autoren schonungslos und mit fundierten Fakten dar, welcher Leidensweg der Schöpfung Gottes heute zugemutet wird.Einerseits geht es dabei um die Schätze der Natur (Wasser, Wald, Boden, Arten, …), andererseits aber auch konkret um das Leid, das den Menschen direkt – nicht als Folge der Umweltzerstörung – angetan wird (Hunger, Arbeit, Produktion, …), also alle Facetten der modernen Sklaverei.

Der ARGE-Mitarbeiter Roland Zisser entwarf dazu einen liturgischen KREUZWEG, der auf unserer Homepage zur Verfügung gestellt wird.

Hier gelangen Sie zum Kreuzweg: Kreuzweg

 

KLIMASCHUTZ IST LEBENSSCHUTZ

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  Arbeitsgemeinschaft Schöpfungsverantwortung | Peterskirche - Petersplatz 1, 1010 Wien
E-mail: office(at)argeschoepfung.at  | Tel: +43 660-76 000 08 | letzte Änderung: 23-11-2018