ARGE Schöpfungsverantwortung kontakt newsletter bestellen sitemap datenschutz impressum top_bar
top_bar
Home Button   ThemenSchöpfungszeitServiceSpendenNewsletter AktuellesÜber uns
Handeln! Jetzt! Vom Diskutieren zum Handeln.
Termine Schöpfungszeit
Du sollst nicht töten
Empört und Engagiert Euch!
PRESSEAUSSENDUNG: Nachhaltiger Lebensstil bekämpft Klimawandel
30 Jahre Ökosoziale Bewegung i/d kath Kirche
Was dem Leben dient
Klima Flugverkehr NGOs und Kirchen
Schenken Sie Umweltarbeit!
Advent - Weihnachten 2018
Fastenzeit 2018
Ökologie und Religion
Save the Date: Symposium
Erderwärmung, Grünes Fliegen etc.
Schöpfungstag 2018
Schöpfungszeit 2018
Einladung Symposium
Mobilität 2018
Infoabend Multimodalität
Multimodalität 2018
SYMPOSIUM 2018
Rep Friedensaktiv. Kinder
Es geht um's Klima
-
ARCHIV  2014 bis 2017
ARGE Sondernewsletter
Umweltsünder im Fokus
Weihnachten 2014
TTIP, Umweltethik
Ökosystemleistungen
Plastik
Lebensmittel
TTIP, Stadt und Mobilität
Lebensmittel
Klima und Kirche
Kernenergie
Boden
Plastik, TTIP, Wasser
Mobilitätswoche 2015
Schöpfungszeit und Mobilität
Mobilität im Fokus 2015
Klima, Wasser, Mobilität
Impulse aus der Schöpfungszeit
Schöpfungszeit 2015
Es geht ums Klima
Klimawandel, Glyphosat, ECEN
Ernährungssouveränität
Gedanken zur Urlaubszeit
SCHÖPFUNGSZEIT 2016
Bewahrung der Schöpfung
30 (+1) Jahre Tschernobyl
SDGs, Schulprojekt etc.
SCHÖPFUNGSZEIT 2017
Eine Zeit der Schöpfung
Wasser, Kreislaufwirtschaft
Kirche und Gesellschaft
Gerechtigkeit, Frieden
Die neue Transformation
Mobilitätsprojekt 2017
suche
 
spacer
Seite druckenSeite weiterempfehlen
spacer
 
Bildquelle: ARGE Schöpfungsverantwortung
Bildquelle: ARGE Schöpfungsverantwortung

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

die Einleitung dieses Newsletters soll mit einigen Fragen einstimmen:


Wie viel haben Sie sich persönlich von der Klimakonferenz in Paris erwartet und wie haben sich diese Erwartungen erfüllt? Sind Sie mit dem Ergebnis zufrieden und stimmen Sie ein in den Chor der Lobenden, die bereits die Rettung der Welt und des Klimas verkünden? Oder sind Sie der Meinung, dass in Paris wieder nichts erreicht wurde?

Zu komplex ist die Thematik mittlerweile geworden, um schon wenige Tage nach Bekanntmachung des Klima Übereinkommens, haltbare Aussagen zu treffen. Eines ist gewiss, ohne Systemwandel wird der Klimawandel nicht einzubremsen sein und dazu ist das Engagement der Zivilgesellschaft, der NGOs und jedes Einzelnen, notwendig.

Solange aber die grundlegenden Stellschrauben unserer Wirtschaft, der ungebremste Wachstumswahn und die Orientierung an materiellem Reichtum, nicht grundlegend neu gedacht werden, ist ohnehin kein wirklicher Wandel in Sicht. Der Kirche kommt hier eine zentrale Aufgabe zu, vor allem auch am Familien- oder eher doch Konsumfest Weihnachten. Dazu eine letzte Frage: Kommt die Kirche Ihrer Meinung nach dieser Verantwortung nach?

Bildquelle: Pixelio
Bildquelle: Pixelio

Klimawandelumfrage bestätigt Handlungsbedarf in der Kirche


Pünktlich zu Beginn der Klimakonferenz in Paris und zum Abschluss des letzten Newsletter-Projekts führte die ARGE Schöpfungsverantwortung eine Umfrage zum Klimawandel unter ihren Adressaten durch. Aufgrund der kleinen Anzahl beantworteter Fragebögen können keine Ansprüche auf allgemeingültige Aussagen gestellt werden, sehr wohl ist aber eine Einschätzung der diesbezüglichen Meinungen in der katholischen Bevölkerung möglich.


Ergebnisse der Umfrage

Aus der Umfrage lässt sich ablesen, dass die Menschen sich des Klimawandels und der damit einhergehenden Änderungen bis auf eine kleine Minderheit sehr deutlich bewusst sind. Zur Vermeidung des Klimawandels werden in erster Linie persönliche Maßnahmen als besonders notwendig erachtet und diese werden auch bereits gesetzt. Informationen über den Klimawandel stammen zuvorderst aus dem Fernsehen, wobei sich gut 40 % der Befragten zu wenig über das Phänomen informiert fühlen. Der ARGE SVA kommt laut der Umfrage auch eine wichtige Rolle als Informationskanal zu, weshalb hier auch ein klarer  Auftrag für die ARGE herauszulesen ist, weiterhin gute Informationsmaterialien zum Thema Klimawandel bereitzustellen.
Als wichtigstes Ergebnis der Umfrage ist aber zweifellos zu werten, dass eine große Mehrheit der Befragten den Klimawandel in der Kirche als zu wenig thematisiert empfindet und hier auch mehr Maßnahmen erwarten würde. Eine stärkere allgemeine Hinwendung zum Thema wird gewünscht, so wie dies ja auch von Papst Franziskus erwartet wird.

Bildquelle: Pixelio
Bildquelle: Pixelio

Auftrag für die ARGE Schöpfungsverantwortung


Die Ergebnisse des Fragebogens zeigen auf, dass der Klimawandel als drängendes Problem wahrgenommen und klar in Verbindung mit der eigenen Lebensweise gesetzt wird. Die Informationen darüber sind aber zu weiten Teilen noch nicht ausreichend, und hier ergibt sich ein klarer Auftrag für die ARGE SVA. Besonders dringlich wird dieser in Hinblick auch auf die Wahrnehmung der amtskirchlichen Position zum Klimawandel.
Werden Anstrengungen in den Pfarren vor Ort noch wahrgenommen und gewürdigt, so wird die Kirchenleitung in diesem Zusammenhang als inaktiv und zu wenig auf das Thema eingehend beschrieben. Gerade durch das Pontifikat Franziskus wird hier viel von der Kirche erwartet. Für die ARGE Schöpfungsverantwortung und ihren Auftrag, aktive Umweltarbeit im Denken der Diözesen und Pfarren zu verankern, bleibt daher viel zu tun.

KLIMASCHUTZ ist LEBENSSCHUTZ

 

Wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz
Ein Kommentar zum Ergebnis des Klimagipfels und dem Lichtstrahl „Divestment“

Der Dezember 2015 wird als historischer Zeitraum in die Geschichte eingehen. Hoffentlich nicht wegen eines erneuten Rekords bei den Weihnachtsumsätzen –, sondern wegen des Weltklimagipfels in Paris, dessen Ergebnisse von vielen Seiten hochgelobt werden. Ein wenig hat man dabei aber das Gefühl, dass die Kommentatoren vor allem froh darüber sind, dass überhaupt ein Ergebnis erzielt wurde und alle Politiker jetzt zufrieden nach Hause kommen können.

Schaut man sich nämlich die von den Ländern abgegebenen CO2-Einsparungziele an, so wird das allerorts auf den Lippen geführte Ziel von maximal 1,5 Grad Celsius Erwärmung nicht erreicht werden. Die in der letzten Woche in Paris vereinbarte Reduzierung des CO2-Ausstoßes würde nämlich zu einer Erhöhung der Temperatur von rund 2,5 bis 3 Grad Celsius führen. Dazu kommt, dass selbst diese Einsparungen bei Nichteinhaltung weder sanktioniert noch sonst irgendwie eingeklagt werden können. Wirklich motivierte Pläne zeigen denn auch nur die bereits konkret vom Untergang bedrohten Inselstaaten – auch die EU nimmt hier keine Vorreiterrolle ein.
 

Andere Staaten investieren munter weiter in Kohleabbau und -verfeuerung zur Energiegewinnung und noch immer fließt weltweit ein Großteil der Energieförderungen in die fossile Erzeugung. Nur so können veraltete, umweltschädliche Technologien noch gegen erneuerbare Energien mit ihrer immensen Entwicklung in den letzten Jahren bestehen. Hier liegt aber auch der Schlüssel zur Umgestaltung des Energiesystems: im Divestment – also der bewussten NICHT-FINANZIERUNG von klimaschädlichen Wirtschaften.

Die vor allem im US-Raum sehr starke Divestment-Bewegung kommt aus der Zivilgesellschaft und den Universitäten und fordert von Großanlegern eine konsequente Abkehr von klimaschädlichen Unternehmen. So wurde bereits die Harvard-Universität, die 14,2 Milliarden Dollar an Finanzvermögen verwaltet, zur Abkehr von Kohleunternehmen gebracht. Und in Europa konnte mit der Allianz einer der größten Versicherer der Welt von diesem zukunftsträchtigen Weg überzeugt werden. Dies war im Vorfeld der Klimakonferenz eine der erfreulichsten Nachrichten. Denn diese Umschichtungen von Kapital zeigen schnelle und umfangreiche Wirkungen. Ein Beispiel dazu:

Als die australische Regierung dem privaten Unternehmen Adani die Konzession zur Errichtung einer der weltgrößten Kohleminen samt Kohleterminal direkt im Great Barrier Reef erteilte, bildete sich 2014 schnell großer Widerstand gegen das wahnwitzige Projekt. Ein paar hundert Demonstranten gegen einige der weltgrößten Minenkonzerne – es schien ein ungleicher Kampf. Erst als die Aktivisten gezielt begannen, die Geldgeber des Projekts ins Ziel zu fassen, verschoben sich die Machtverhältnisse. Tausende Sparer der australischen Commonwealth Bank schlossen aus Protest ihre Konten und auch die Deutsche Bank zog aus Imagegründen ihr Investment zurück. Aktuell liegt das Riesenprojekt, das dem Great Barrier Reef weitere unheilbare Schäden zugefügt hätte, auf Eis und wird wohl nicht mehr realisiert.

Die in Paris aktuell verhandelten Gesetzesentwürfe und Regierungspläne werden wir im Kampf gegen den Klimawandel unbedingt brauchen, schneller und konkreter können wir aber über unsere Investments die Unternehmen selbst in die Verantwortung ziehen. Jeder Mensch kann für sich überprüfen, was  sein Geld in der Welt anrichtet, und für die großen institutionellen Anleger rechnen sich Investments in Klimasünder auch nicht mehr, falls damit ein Imageproblem entsteht. „Wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz“ – nehmen wir das Bibelzitat wörtlich und sorgen wir dafür, dass unsere Schätze Gutes tun in der Welt.

gofossilfree.org/commitments/
gofossilfree.org/de/was-ist-divestment/

DI Karl-Heinz Schaurhofer

Wenn WIR uns nicht ändern, wird es die Politik auch nicht tun
(und auch nicht die Kirche)!


Rückblick in ein Stück Literatur aus den Jahren 1927-1929. Auch wenn sich Weltliteratur u. a. dadurch auszeichnen mag, ewig gültiges Menschliches aufzuzeigen, wird dies hoffentlich für das Folgende nicht immer zutreffen:

Hermann Hesse, Narziss und Goldmund (Anfang des zwölften Kapitels)

Andern Tags konnte Goldmund sich nicht entschließen, in die Werkstatt zu gehen. Wie schon manchen unlustigen Tag trieb er sich in der Stadt herum. Er sah die Frauen und Mägde zu Markte gehen, hielt sich besonders beim Fischmarktbrunnen auf und sah den Fischhändlern und ihren derben Weibern zu, wie sie ihre Ware feilboten und anpriesen, wie sie die kühlen silbernen Fische aus ihren Bottichen rissen und darboten, wie die Fische mit schmerzlich geöffneten Mäulern und angstvoll starren Goldaugen sich still dem Tode ergaben oder sich wütend und verzweifelt gegen ihn wehrten.
Wie schon manches Mal ergriff ihn ein Mitleid mit diesen Tieren und ein trauriger Unmut gegen die Menschen; warum waren sie so stumpf und roh und unausdenklich dumm und blöde, warum sahen sie alle nichts, weder die Fischer und Fischweiber noch die feilschenden Käufer, warum sahen sie diese Mäuler, diese zum Tod erschreckten Augen und wild um sich schlagenden Schwänze nicht, nicht diesen grausigen nutzlosen Verzweiflungskampf, nicht diese unerträgliche Verwandlung der geheimnisvollen, wunderbar schönen Tiere, wie ihnen das leise letzte Zittern über die sterbende Haut schauderte und sie dann tot und erloschen lagen, hingestreckt, klägliche Fleischstücke für den Tisch der vergnügten Fresser?
Nichts sahen sie, diese Menschen, nichts wussten und merkten sie, nichts sprach zu ihnen! Einerlei, ob da ein armes holdes Tier vor ihren Augen verreckte oder ob ein Meister in einem Heiligengesicht alle Hoffnung, allen Adel, alles Leid und alle dunkle schnürende Angst des Menschenlebens zum Erschauern sichtbar machte – nichts sahen sie, nichts ergriff sie! Alle waren sie vergnügt oder beschäftigt, hatten es wichtig, hatten es eilig, schrien, lachten und rülpsten einander an, machten Lärm, machten Witze, zeterten wegen zwei Pfennigen, und allen war es wohl, sie waren alle in Ordnung und höchlich mit sich und der Welt zufrieden. Schweine waren sie, ach viel schlimmer und wüster als Schweine!

Mag. Roland Zisser

GLOBAL CLIMATE MARCH in Wien, 29. 12. 2015

Weltweit und daher auch in Wien fanden am 29. Dezember "Klimamärsche" anlässlich der beginnenden COP21, des Weltklimagipfels in Paris, statt.

Ziel der vielen teilnehmenden Organisationen war es, die in Paris vertretenen, aber auch die im Hintergrund agierenden, Politiker auf ihre Verantwortung zur wohl letzten Chance, den Planeten vor den katastrophalen Auswirkungen des Klimawandels zu bewahren, hinzuweisen und den klaren Willen der Menschen für eine sozial verträgliche Wirtschaftspolitik zu untermauern.

Selbstverständlich war auch die ARGE Schöpfungsverantwortung mit einem großen Transparent vertreten, dessen Botschaft lautete: "Wir" (die Erwachsenen, die jetzt am Entscheiden und Handeln sind) "haben die Erde von unseren Kindern nur geliehen" und sind deshalb den nachfolgenden Generationen gegenüber absolut zur Verantwortung verpflichtet.

 IMPULSe, Mitmach Aktion:

  • Protestkarten gegen beheizte Straßenlokale - diese Initiative der Jungen Generation in der ARGE Schöpfungsverantwortung, soll auf das falsche Signal hinweisen, dass damit gesetzt wird!  Kärtchen an den betreffenden Stellen deponieren und ev. das Gespräch zu suchen
  • Lebensstil stoppt Klimawandel – behüten und bebauen - ein Handlungskatalog für das Alltagsverhalten

 

 

spacer
spacer
  Arbeitsgemeinschaft Schöpfungsverantwortung | Peterskirche - Petersplatz 1, 1010 Wien
E-mail: office(at)argeschoepfung.at  | Tel: +43 660-76 000 08 | letzte Änderung: 23-11-2018