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Liebe LeserInnen und Leser!

Auch dieses Jahr ist die Schöpfungszeit für eine stetig wachsende Gemeinschaft von Christinnen und Christen wichtiger Bestandteil des Kirchenjahres. Die ARGE Schöpfungsverantwortung appelliert aus diesem Grund an die Kirchen, sich intensiv vom 1. September bis zum 4. Oktober der Schöpfungszeit zu widmen , um ein Zeichen ihrer Präsenz im globalen Umweltschutz zu setzen. Die für einen nachhaltigen Lebensstil geforderten Qualitäten - Genügsamkeit (Suffizienz), Ehrfurcht vor allem Leben, Mitgefühl und Solidarität, Verantwortungsbewusstsein usw. - gelten in praktisch allen Religionen als Tugenden. Es bedürfte daher lediglich des Besinnens auf die eigenen Werte. Dennoch haben sich die meisten Religionsgemeinschaften zu diesen für die Menschheit existentiellen Fragen kaum Antwort gegeben.Von Seiten der Päpste gibt es bereits einige Äußerungen zu dieser Problematik, die aktive Umsetzung beruht bis jetzt jedoch auf reiner Selbstverpflichtung.  Was hindert die Religionsgemeinschaften aber jetzt am entschlossenen Auftreten? Unwissenheit werden sie nicht ins Treffen führen können. Die ARGE Schöpfungsverantwortung möchte Ihnen mit diesem Newsletter erste Impulse für die Schöpfungszeit 2014 liefern, um das Thema "was hält uns am Leben" und "ich bin ein Teil der Welt", aufzugreifen, und sowohl in den kirchlichen wie auch den persönlichen Alltag zu integrieren. Sie finden nachfolgend nähere Details zur Schöpfungszeit: Auszug aus Fachthemen, theologische Begründung, Entstehung und internationale Entwicklung. Mit dem Dossier zur Schöpfungszeit (80 Seiten) stellen wir unter anderem die wichtigsten Fachthemen (Klima, Wasser, Boden, Kinder), Theologie und Spiritualität, biblische Zugänge, pastorale Impulse, Umsetzungsmöglichkeiten in kirchlichen Einrichtungen, Gewissensspiegel, Beiträge zum Europaweiten Autofreien Tag, zur Verfügung.

Für nähere Auskünfte stehen wir gerne zur Verfügung und verbleiben

mit Herzlichem Gruß

Das Team der ARGE Schöpfungsverantwortung


Schöpfungszeit - Was ist das?

Fresko Kapelle in Ma.Trost

1989, dem Jahr der Europäischen Ökumenischen Versammlung für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung in Basel, hat der Ökumenische Patriarch Dimitrios I. von Konstantinopel mit einer Patriarchalbotschaft die ganze orthodoxe und christliche Welt eingeladen, "jedes Jahr zum 1. September in Gemeinschaft mit der heiligen Mutter Kirche, der großen Kirche Christi, zum Schöpfer der Welt zu beten". Die westlichen Kirchen haben diese Initiative aufgegriffen und unter Berücksichtigung ihrer eigenen liturgischen Traditionen auf eine "Schöpfungszeit" vom 1. September bis zum 2. Sonntag im Oktober (das Fest des Hl. Franz von Assisi einschließend) ausgeweitet. Die Schöpfungszeit erinnert uns an unsere Verantwortung gegenüber Mitmenschen und allen Mitgeschöpfen. Sie setzt der blinden Tätigkeit Schranken und lässt uns einen Schritt zurücktreten, um uns vor Gott und seiner Schöpfung neu zu erkennen.

Die Schöpfungszeit ist eine Kritik an der menschlichen Selbstentfaltung, die den Zugang zu Gottes neuer Welt versperrt. Wir brauchen eine bestimmte Zeit der Konzentration und Einübung in eine neue Lebenskultur und wir brauchen Stärkung und Halt in der schwierigen Übergangsphase von einem zerstörerischen zu einem nachhaltigen und somit zukunftsfähigen Lebensstil.


 

 

Dossier-Auszug: Boden - Wasser - Klimaschutz - Generationenverantwortung

Foto: flickr.com


Boden

Der Boden bildet die Grundlage allen höheren Lebens. Erst durch die verschiedensten faszinierenden Auf- und Abbauprozesse wird die Weiterentwicklung des Lebens ermöglicht. In einer Handvoll Erde gibt es mehr Lebewesen als Menschen auf der gesamten Erde, etwa 100 Billionen Bakterien und 1 Milliarde Pilze. Der Boden lebt und auf dem Boden leben wir. 

Seit 12.000 Jahren betreibt der Mensch Ackerbau. Heute leben wir zu 90 Prozent von gerade einmal 20 Kultursorten. Große Teile der Erde sind heute vom Menschen geprägte Kulturlandschaften. Während über Jahrtausende die Landwirtschaft an die Ertragskraft der Böden gekoppelt war, erleben wir heute durch die Industrialisierung dieses Wirtschaftsbereiches eine Loslösung davon. Durch den Einsatz von Maschinen, chemische Dünge- und Spritzmitteln, Hochertragssorten und letztlich auch der Gentechnik konnte die Menschheit einerseits zwar die Erträge steigern, andererseits potenzieren sich bereits die Kosten der Nebenwirkungen dieser exzessiven Art der Bewirtschaftung. 

Die Folgen sind mittlerweile unübersehbar. Mehr und mehr Menschen erkennen, dass diese Form der Nahrungsgewinnung nicht zukunftsträchtig ist. Als Alternative bietet sich eine Rückbesinnung an, die in Form von biologischer Landwirtschaft und nachhaltiger Regionalwirtschaft immer mehr Anhänger findet.

Wasser

Wasser zählt zu einer unserer wichtigsten Ressourcen, da es Lebensgrundlage für Mensch, Tier und Pflanze ist - Wasser wird daher von Naturwissenschaftler als die Quelle allen Lebens bezeichnet. Im Juli 2010  haben die Vereinten Nationen das Recht auf sauberes Wasser in die Erklärung der Menschenrechte aufgenommen, die Verfügbarkeit reduziert sich jedoch was auch unmittelbare Auswirkungen auf die Verfügbarkeit von sauberen Trinkwasser und der Produktion von Lebensmittel hat. Bis 2015 erwarten die Vereinten Nationen zwar eine weitere Verbesserung, doch werden dann immer noch rund 605 Millionen Menschen ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser sein. 

Theologisch betrachtet ist Gott der Urquell allen Seins. Bieten sich in diesem Zusammenhang nicht mehr als nur sprachliche Parallelen an?


Fotos: Hochwasser Philippinen, G. Ziselsberger

Klimaschutz

Der Klimawandel ist mittlerweile unter Wissenschaftern unbestritten, daran kann auch der amerikanische Senat nichts ändern, welcher kürzlich den wichtigen Forschungsarbeiten des IPCC (Zwischenstaatlicher Ausschuss über Klimaveränderung) den wissenschaftlichen Status aberkennen wollte. Selbst der Vatikan hat nun endlich in einer groß angelegten Umweltkonferenz den anthropogenen Klimawandel bestätigt. 

Wie Sie bereits wissen dürften, hat unser Energiehunger, also die Verbrennung fossiler Brennstoffe, dazu geführt, dass der Anteil an Kohlendioxid in der Atmosphäre von etwa 200 ppm (Teile einer Million) in vorindustrialisierter Zeit auf mittlerweile fast 400 ppm angestiegen ist. Die Folge davon ist, dass die globale Durchschnittstemperatur bereits um 0,8 °C angestiegen ist und ein weiterer Anstieg um +5 °C erwartet werden kann, einhergehend mit allen bekannten Folgen: Rückgang der Gletscher, Hitze- und Dürreperioden, Anstieg der Häufigkeit von Extremereignissen, Anstieg des Meeresspiegels, Hochwasserkatastrophen in Folge von Taifunen (siehe Foto) etc. Gelingt es uns nicht, die Temperaturerhöhung zu begrenzen, riskieren wir das Eintreten selbstverstärkender Rückkopplungsprozesse und damit unvorhersehbarer Veränderungen unseres Lebensbereiches. 

Wichtig ist es, zukunftsfähige Lösungen zu finden und den Verbrauch von Energie, Fläche, Raum, Wasser und Ressourcen zu reduzieren. Auf lange Sicht profitieren wir dabei nicht nur in wirtschaftlicher Hinsicht, wir könnten dadurch sogar unsere Lebensqualität steigern. Das impliziert nicht nur einen Rückgewinn an Lebensqualität, es würde selbstverständlich auch die Gesamtwirtschaftsleistung der Staaten stärken, denn die bis heute immer wieder beschworene „Stärkung der Kaufkraft“ zum Zwecke des „Wirtschaftswachstums“ bewirkt ja auf lange Sicht genau das Gegenteil.

Generationenverantwortung

Nachhaltig ist eine Entwicklung, „die den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen und ihren Lebensstil zu wählen.“
Diese Defintion aus dem Bundtlandbericht (1987) weißt darauf hin, dass wir Menschen Verantwortung für die heutige und auch zukünftige Generation übernehmen müssen.

Im einschlägigen Dossier Schöpfungszeit widmen wir uns auch dem Thema Kinderrechte und werfen einen Blick auf die Stellung der Kinder aus der Sicht Jesu. 

Weitere Informationen zu diesen Themenbereichen find sie IN unserem Dossier auf den Seiten 5-34.


Theologische Impulse zur Schöpfungszeit

Auf der Zweiten Europäischen Ökumenischen Versammlung in Graz wurde unter anderem folgende Resolution verabschiedet: “Wir empfehlen den Kirchen, die Bewahrung der Schöpfung als Bestandteil des kirchlichen Lebens auf allen seinen Stufen zu betrachten und zu fördern. Das könnte auch durch einen gemeinsamen Tag der Schöpfung geschehen, wie er vom Ökumenischen Patriarchat gefeiert wird. Begründung: Es kommt angesichts der ökologischen Problematik für die Zukunft der Menschheit darauf an, in den Kirchen das Bewusstsein dafür zu wecken und zu stärken, dass das Engagement für die Bewahrung der Schöpfung kein beliebiges Arbeitsfeld neben vielen andern darstellt, sondern eine wesentliche Dimension des kirchlichen Lebens ist.”

Details entnehmen Sie bitte dem nachfolgenden Dokument von Lukas Vischer:
Schöpfungszeit im Kirchenjahr  (DownloaD)


 

 

Umsetzungsmöglichkeiten in Ihrer Pfarre

Foto: ARGE SVA

Die Pastorale Arbeit stellt einen großen Bereich der kirchlichen Arbeit dar, sie kann und soll daher auch Raum und Zeit geben, damit sich Menschen wieder der Verantwortung gegenüber der Schöpfung bewusst werden und die Möglichkeiten haben einen aktiven Beitrag zur Erhaltung des Lebens für alle zu leisten, sind wir doch beides, Verursacher und Betroffene von Umweltproblemen. Als Hilfestellung für die Umsetzung finden Sie in unserem Dossier "Zeit der Schöpfung" Anregungen, Beispiele und Initiativen wie das Thema Schöpfungsverantwortung in der pastoralen Arbeit umgesetzt werden kann 

Wie wär's zum Beispiel mit einem biologischen und regionalen Pfarrcafe ohne Fleischprodukte?

Weitere Umsetzungsvorschläge für die Schöpfungszeit finden Sie hier ab Seite 48. 


Die ARGE Schöpfungsverantwortung lädt Sie zum

Fachtag

„Eine Zeit der Schöpfung“

im Kirchenjahr

herzlich ein.

5. September 2014
10 – 18 Uhr
im Kardinal König Haus,
Kardinal-König-Platz 3, 1130 Wien

erreichbar mit: Strassenbahn 60, Haltestelle Jagdschlossgasse

Referenten: Mag. Kurt Zaugg OEKU Schweiz (Evang Kirche CH), Karin Bredull, Theologin, Pastorin, Biographin von Lukas Vischer (Evang. Kirche CH), Prof. Volodymyr Scheremeta (Griech. Kath. Kirche Ukraine) Prof. Kurt Remele, Sozialethiker (Kath. Kirche Ö), angefragt. Die Lage der Welt wird anhand von Dokumentationen vom Wissenschaftlichen Beirat der ARGE SVA kommentiert.

Anmeldung: ab sofort möglich, spätestens bis 15. August 2014 unter:

 office(at)argeschoepfung.at


Jetzt aktiv werden!

"Was zählt, ist die Tat!" Nicht jeder, der zu mir sagt, Herr! Herr! wird in das Himmelreich kommen, sondern nur, wer den Willen meines Vaters im Himmel erfüllt. (Mt 7,21)
Es genügt demnach nicht, Gott, den Schöpfer, im Sonntagsgottesdienst zu loben und nicht Ordnung, Maß und Sinn der Schöpfung im alltäglichen Verhalten  zu respektieren. 

Ein Drittel der Menschheit gehört christlichen Kirchen an,
nahezu alle sind Verursacher und Betroffene zugleich….

In diesem Sinne, hoffen wir der Newsletter hat Sie inspiriert und angeregt aktiv zu werden. Auf unserer Homepage und über den Newsletter werden wir Sie in nächster Zeit weiter zum Thema Schöpfungszeit informieren.

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  Arbeitsgemeinschaft Schöpfungsverantwortung | Peterskirche - Petersplatz 1, 1010 Wien
E-mail: office(at)argeschoepfung.at  | Tel: +43 660-76 000 08 | letzte Änderung: 23-11-2018