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Freitag, 28. Feb 2020

Atomgefahren nur 100 km österr. Grenze: AKW Mochovce

 

Wie Global 2000 in einer Aussendung bestätigt sind weitere Mängel am Notstromsystem, bei den Stromdieselgeneratoren, aufgetreten.

 

Im Atomkraftwerk Mochovce werden zwei „neue“ Reaktoren gebaut - mit veralteter Technik aus den 70er- Jahren. Das AKW liegt nur 100 km vor unserer Grenze, Reaktor 3 soll im zweiten Quartal 2020 in Betrieb gehen.

AKW Mochovce: Global 2000 warnt vor Notstromsystem

Global 2000 warnt vor den Stromdieselgeneratoren im umstrittenen slowakischen AKW Mochovce. Diese seien „veraltet und in schlechtem Zustand“. Deswegen ist nicht klar, ob im Fall eines Stromausfalls die Generatoren sofort anspringen und die Reaktoren gekühlt und geordnet runtergefahren werden. Und dann drohe ein „Super-GAU“, warnte die Umweltschutzorganisation.

„Falls diese Notkühlsysteme ausfallen, passiert das, was vor knapp neun Jahren in Fukushima passiert ist“, sagte Reinhard Uhrig, Atomsprecher von Global 2000, gegenüber österreichischen Journalistinnen und Journalisten in Wien: Die Brennelemente im Reaktorkern überhitzten und würden schmelzen, der Reaktorkern brenne sich durch die Schutzhülle – „und im schlimmsten Fall kommt es zur Verpuffung und Freisetzung von großen Mengen von radioaktiven Stoffen, einem Super-GAU“.

Uhrig hatte Ende November des Vorjahres die Gelegenheit, die Dieselgeneratorenhalle des Reaktors 3, der bald in Betrieb gehen soll, zu besichtigen. Global 2000 bekam darüber hinaus von einem Whistleblower Fotos von Mai 2018, die zeigen sollen, dass einer der Generatoren unzureichend abgedeckt sei und in einer Wasserlacke stehe, weil die Decke der Halle löchrig sei.

Außerdem verfügt Global 2000 über ein Video von einem Test der Notstrom-Dieselgeneratoren, das das Versagen dieser zeigt.

Ex-Mitarbeiter bestätigte Unregelmäßigkeiten

Der spanische Maschinenbauingenieur Mario Zadra, der bis April 2018 an der Baustelle in Mochovce gearbeitet hatte, bestätigte Unregelmäßigkeiten bei den Generatoren und Probleme beim Sicherheitsmanagement. Er warnte, wenn die Anlage im Notfall nicht innerhalb kürzester Zeit gekühlt und heruntergefahren werde, sei sie „komplett unsicher“. „Die Slowaken sind verrückt“, sagte der Techniker, der schon an mehreren AKWs in verschiedenen Ländern tätig war, via Skype aus Spanien.

Auch ein österreichischer Experte, der sich Messdaten der in Mochovce installierten Generatoren angesehen hat, sieht Mängel. Die Daten bei der Maschine 3 seien „wenig zufriedenstellend“, sagte das Mitglied des Fachausschusses Rotierende elektrische Maschinen des Österreichischen Verbands für Elektrotechnik, das anonym bleiben wollte. Der Experte empfahl eine „eingehende Inspektion“.

Die Generatoren, die zwar bereits 30 Jahre alt seien, könnten durchaus eine Lebensdauer von 40 bis 50 Jahren haben, wenn die Herstellerempfehlungen etwa hinsichtlich Revisionsintervalle und Inspektionen eingehalten würden. Doch genau daran hegt Global 2000 unter Verweis auf entsprechende Betreiberangaben Zweifel.

red, ORF.at


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