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Freitag, 06. Sep 2019

Bündnis für eine „Klimafreundliche Landwirtschaft“ gegründet!

 

Im Rahmen einer Pressekonferenz am 13. August 2019 stellten Greenpeace, BIO Austria, ARGE Schöpfungsverantwortung, Sonnentor, das Tierschutzvolksbegehren, Fridays for Future sowie der Klimawissenschaftlerin Helga Kromp-Kolb und dem Umweltmediziner Hans-Peter Hutter ihre 5 Forderungen an Parteien vor.

Seit ihren frühen Jahren setzt sich die ARGE Schöpfungsverantwortung für eine biologische und  klimafreundliche Landwirtschaft ein. Neben Bildungsveranstaltungen und der Erstellung von Expertisen durch eine Zusammenarbeit mit renommierten Klima- und Landwirtschaftsexperten forderte sie bereits vor der Jahrtausendwende von der katholischen Kirche in Österreich eine Ökologisierung der Landwirtschaft. Landwirtschaft (Boden) zählt zu den vier Schwerpunktthemen der jährlichen „Schöpfungszeit“-Initiative. (siehe Dossier - Zeit der Schöpfung - https://www.argeschoepfung.at/fileadmin/downloads/newsletter-downloads/2019/Juni/Dossier_Schoepfungszeit_2019.pdf).

Die ARGE Schöpfungsverantwortung ist Teil der neu gegründeten Initiative „Klimafreundliche Landwirtschaft“ - gemeinsam mit Greenpeace, BIO Austria, Sonnentor, das Tierschutzvolksbegehren, Fridays for Future sowie der Klimawissenschaftlerin Helga Kromp-Kolb und dem Umweltmediziner Hans-Peter Hutter.

Denn die Landwirtschaft ist nicht nur Verursacher, sondern auch Leidtragende der Klimaerwärmung. Mehr als ein Drittel der weltweiten Emissionen gehen auf unser globales Ernährungssystem (vor allem Landwirtschaft und Fleischproduktion) zurück. In Österreich werden rund zehn Prozent der direkten Treibhausgas-Emissionen durch die Landwirtschaft verursacht, unter Miteinbeziehung der indirekten Emissionen (Energieaufwand für die Produktion von Stickstoff-Mineraldünger oder die Abholzung von Wäldern in Argentinien und Brasilien für die Produktion von Soja-Futtermitteln) sogar mehr als 18 Prozent.

Doch die Landwirtschaft kann der Klimakrise - etwa durch die Bindung von Treibhausgasen im Boden - entgegenwirken. Allerdings ist die Anpassung der Landwirtschaft an den Klimawandel eine große Herausforderung, um die Lebensmittelproduktion langfristig zu sichern.

Die nächste Bundesregierung wird die Agrarpolitik und Landwirtschaft der nächsten Jahre maßgeblich prägen: Sie entscheidet über die Agrarfördermittel in Österreich für die Förderperiode 2021 bis 2027. Damit entscheidet die künftige Regierung auch, ob Klima- und Umweltschutz stärker in der österreichischen Landwirtschaftspolitik verankert werden. Die Agrarförderungen basieren zum großen Teil auf der „Gemeinsamen Agrarpolitk der Europäischen Union“ („GAP“), welche auf europäischer Ebene gerade neu verhandelt wird.

Die Initiative „Klimafreundliche Landwirtschaft“ fordert nun, die Anstrengungen in der österreichischen Agrarpolitik beim Schutz von Klima, Biodiversität und Umwelt deutlich zu verstärken. Gemeinsam stellen die Mitglieder der Initiative fünf Forderungen an die Spitzenkandidaten der österreichischen Parteien zur Nationalratswahl. Die Initiatoren sehen darin fünf unverzichtbare Maßnahmen für eine umwelt- und klimafreundliche Landwirtschaft in Österreich:

  • Verdoppelung der Agrar-Umweltförderungen
  • Förderung von klimafreundlicher Tierhaltung und Tierwohl
  • Verankerung des Bio-Anteils von 35 Prozent
  • 60 Prozent Bio-Anteil in öffentlichen Einrichtungen
  • Biodiversität auf allen Bauernhöfen

Schließlich wird die Initiative „Klimafreundliche Landwirtschaft“ die Spitzenkandidaten zu ihren Positionen zu den fünf Forderungen befragen und die Ergebnisse im September veröffentlichen.


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  Arbeitsgemeinschaft Schöpfungsverantwortung | Peterskirche - Petersplatz 1, 1010 Wien
E-mail: office(at)argeschoepfung.at  | Tel: +43 660-76 000 08 | letzte Änderung: 09-11-2016