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Freitag, 09. Mär 2018

„Walk on Earth Gently“ Aktivitäten der Diözese Exeter in England im Sinne der Schöpfungsverantwortung

 

AUS DEM ECEN

„Walk on Earth Gently“

Aktivitäten der Diözese Exeter in England im Sinne der Schöpfungsverantwortung

Martyn Goss, "Director and Environment Officer" der anglikanischen Kirche, Diözese Exeter, dazu Mitbegründer und derzeitiger Vorsitzender des ECEN *) sandte uns und damit auch allen unseren Partnern und Lesern Weihnachtsgrüße und einen Bericht über die vielfältigen Umweltschutzaktivitäten seiner Diözese.

Hier fassen wir für Sie seine Gedanken und Aktionen zusammen:

Das Große im Kleinen würdigen

Wir leben tatsächlich in einer materiellen Welt, unsere menschliche Existenz ist eine physische und das Christentum ist ein sehr materialistischer Glaube. Seine wesentlichsten Grundsätze besagen, dass Gott ein sinnlich erfassbares Universum mit seinen Planeten, Mineralien, Energie und Chemie geschaffen hat. Unser materieller Planet ist ein göttlicher, heiliger Ort und seine ökologischen Prozesse sind Teile eines zweckgerichteten Plans.

Dieser gleiche Gott inkarniert in menschlicher Gestalt, das Heilige wird fleischlich greifbar. Für Christen kann daher das Göttliche nicht vom Menschlichen getrennt werden und auch das Materielle muss ernst genommen werden. (Auf Deutsch kann das nicht entsprechend wiedergegeben werden: "the matter matters".)

Auch das weihnachtliche Konsumentenethos ist materialistisch. Wir kaufen sogenannte Güter ("Gutes"), um uns und andere zu beglücken. Dabei sättigen wir unser Leben mit teuren Produkten so sehr, dass wir diese immer weniger schätzen. Daher entsorgen wir viel von "Weihnachten" sehr rasch, das bezeugen die Mengen an weggeworfenem Verpackungsmaterial, angebrauchtem Essen und nutzlosen Dekorationen.

So gesehen müssten wir eigentlich mehr materialistisch sein! Wenn wir die Vergänglichkeit von Geschenken mehr schätzten, könnten wir ihren  Geschenkcharakter besser würdigen. Im Verzicht auf Überfluss vertiefen wir die Beziehung mit denen, die uns beschenken, sowie mit dem, was wir empfangen.

Die Psychologie lehrt uns, dass unser persönliches Sicherheitsempfinden von stabilen und dauerhaften Beziehungen abhängt. Entsprechend sind beständige Produkte für uns besser – wie auch für die Umwelt. Wir werden "grüner", wenn wir weniger kaufen und weniger wegwerfen – und wenn wir unsere Arme denjenigen öffen, die sich nicht hoffnungsvoll, geliebt oder anlassbezogen aufgemuntert fühlen.

Das Große im Kleinen zu würdigen ist möglicherweise ein positiver Leitsatz für diese Zeit – und darüber hinaus für das ganze Jahr!


"Grüne Entwicklungen" in Kirchen in Devon:

  1. Plan der Versorgung von Pfarrgebäuden mit erneuerbarer Energie
  2. 40 Kirchen streben einen Umweltpreis an
  3. Errichtung einer Ökotoilette
  4. Thematischer Gottesdienst zum Thema "Boden"
  5. Friedhofsbewirtschaftung unter besonderer Berücksichtigung der Biodiversität
  6. Pflanzungen von Kräutern, Obst, Gemüse, ... im Pfarrgarten zum allgemeinen Nutzen
  7. Kirchenbeleuchtung mittels SolarenergieEntwicklung eines Projekts, um die Stadt Exeter mit regionalen Lebensmitteln zu versorgen
  8. Unterstützung der Errichtung eines regionalen Bankenwesens
  9. Projekt zum Schutz der Zwergmaus
  10. siehe dazu auch: www.exeter.anglican.org/resources/faith-action


Ein Originaldokument mit spirituellen Überlegungen, gipfelnd in einem Appell zu einem nachhaltigen Lebensstil, finden Sie hier:

Link zum Dokument „Walk on Earth Gently“...



*) Das EUROPEAN CHRISTIAN ENVIRONMENTAL NETWORK (ECEN) ist Frucht der II. Europäischen Ökumenischen Versammlung von Graz 1997 mit dem Ziel, die Umweltarbeit in den Kirchen zu fördern und umweltpolitische Akzente zu setzen. Zu den Schwerpunkten zählt die Initiative „TIME OF CREATION“.


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  Arbeitsgemeinschaft Schöpfungsverantwortung | Peterskirche - Petersplatz 1, 1010 Wien
E-mail: office(at)argeschoepfung.at  | Tel: +43 660-76 000 08 | letzte Änderung: 09-11-2016