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Dienstag, 13. Feb 2018

Vom Verschwinden der Grenzen zwischen Tag und Nacht - Das Problem der "Lichtverschmutzung"

 

Vom Verschwinden der Grenzen zwischen Tag und Nacht

Das Problem der "Lichtverschmutzung"

Wenn es Nacht wird, beginnen weltweit unzählige künstliche Lichtquellen zu strahlen. Ausgehend von den Städten, Ortschaften, Gebäuden und Straßen bis hin zu den Bergbahnen im Gebirge erobern nächtliche Lichtkonzentrationen immer mehr die Landschaft. Allein die Stadt Wien strahlt nachts zwei Megawatt an Licht"leistung" in den Weltraum ab.

Damit verschwindet aber nicht nur optisch für uns die Pracht des Sternenhimmels, sondern ganz real und letal auch ein Teil der Naur: Milliarden von Insekten und Vögeln gehen jährlich in die tödlichen Lichtfallen. Darüber hinaus beeinflusst die erhellte Nacht zunehmend den natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus des Menschen. Umweltassoziierte Gesundheitsstörungen wie Schlafstörungen, Energielosigkeit und andere, z. T. schwer wiegende Folgeerkrankungen können die Auswirkungen von Lichtimmissionen auf den Lebensbereich des Menschen sein.

Es ist höchste Zeit, ein Bewusstsein dafür zu entwickeln, dass der verschwenderische Umgang mit künstlichem Licht zahlreiche negative Folgen hat, und dementsprechend zu handeln!

Die s. g. Lichtverschmutzung schränkt aber auch den Beobachtungsbetrieb in großstadtnahen astronomischen Observatorien immer mehr ein. Die Instrumente traditionsreicher Sternwarten wie Greenwich, Paris, Potsdam, Wien und sogar der berühmte 5-Meter-Spiegel auf Mount Palomar wurden und werden durch die stetig anwachsende Lichterflut massiv entwertet. Selbst Observatorien, die auf hohen Bergen fernab von Millionenstädten errichtet wurden, bedürfen heute des Schutzes vor Lichtverschmutzung in Form von gesetzlichen Bestimmungen. Warum sollte, was für die Wissenschaft geregelt wird, nicht auch für Pflanzen, Tiere und Menschen möglich sein?

Bislang ist kein einziger Fall bekannt geworden, wo infolge der Reglementierung der nächtlichen Außenbeleuchtung für astronomische Forschungsinteressen negative Folgen, wie etwa mehr Einbrüche, mehr Verkehrsunfälle oder auch nur geringere subjektive Zufriedenheit der Anwohner eingetreten wären.

Selbstverständlich müssen wir zur Reduktion der Beleuchtungen nicht auf gesetzliche Vorgaben warten, sondern können auch freiwillig aktiv werden – im privaten wie im öffentlichen (auch kirchlichen) Bereich.

Quellen:

hellenot.org
Buch "Das Ende der Nacht"


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  Arbeitsgemeinschaft Schöpfungsverantwortung | Peterskirche - Petersplatz 1, 1010 Wien
E-mail: office(at)argeschoepfung.at  | Tel: +43 660-76 000 08 | letzte Änderung: 09-11-2016