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Freitag, 01. Dez 2017

Konziliarer Prozess: Wie hängen Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung zusammen?

 

Konziliarer Prozess:

Wie hängen Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung zusammen?


Diesmal soll es um die Beziehung zwischen Frieden und Bewahrung der Schöpfung gehen.

 1) Friedensvision bei Jesaja

Eine der bekanntesten literarischen Ausgestaltungen einer eschatologischen Friedenszeit sind die folgenden Stellen beim Propheten Jesaja (EÜ):
Jes 11,6-8: Dann wohnt der Wolf beim Lamm, der Panther liegt beim Böcklein. Kalb und Löwe weiden zusammen, ein kleiner Knabe kann sie hüten. Kuh und Bärin freunden sich an, ihre Jungen liegen beieinander. Der Löwe frisst Stroh wie das Rind. Der Säugling spielt vor dem Schlupfloch der Natter, das Kind streckt seine Hand in die Höhle der Schlange.

Jes 65,25: Wolf und Lamm weiden zusammen, der Löwe frisst Stroh wie das Rind [doch die Schlange nährt sich von Staub]. Man tut nichts Böses mehr und begeht kein Verbrechen auf meinem ganzen heiligen Berg, spricht der Herr.

Konkreter und den Frieden schon für seine Jetztzeit (auch schon im Sinne einer eschatologischen Heilszeit) einfordernd spricht allerdings Jesus, wenn er die Feindesliebe verlangt: "Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen." (Mt 5,44) Mit diesem Durchbrechen der Spirale jeglicher Gewalt ist der Weg zu einem wirklichen Frieden geebnet.

In der Realität sind jedoch nach wie vor alle erdenklichen Formen von Unfrieden gegeben, bis hin zur schrecklichsten, dem Krieg.

2) Frieden als Abwesenheit von Krieg

Selbtverständlich bekannt ist, dass Friede weit mehr bedeutet als Nicht-Krieg. Trotzdem muss auch diese Minimalversion in unserer gewaltreichen Zeit als schon ganz wesentlich angesehen werden. Angesichts der Unsumme realer und drohender bewaffneter Konflikte ist jedes Bemühen um Beendigung bzw. Verhinderung solcher Eskalationen ethisch dringend gefordert.

3) Frieden und Bewahrung der Schöpfung

Kriegerische Auseinandersetzungen bedeuten nicht nur für die betroffenen Menschen eine Katastrophe, sondern auch für die Natur – die Tier- und Pflanzenwelt sowie Boden, Wasser und Luft. Ökologische Desaster als Folgen von Kriegen sind z. B. verbrannte Erde, vernichtetes Ackerland, bewusste Zerstörung von Trinkwasserquellen, Abholzen von Rebstöcken und Obstbäumen, Vergiftung von Brunnen und Wasserläufen, radioaktive Verseuchung durch Atombomben oder einfach mit Uran angereicherte Munition, Bodenerosion, Verminung von Landstrichen und daher Unbrauchbarmachung für die Landwirtschaft.

Doch nicht nur die unmittelbaren Kriegshandlungen zerstören Lebensraum, auch die zivile Bevölkerung in den Krisengebieten sieht sich allzuoft genötigt, zur kurzfristigen Sicherung des Lebensbedarfes Raubbau an der Natur zu betreiben, wenn keine nachhaltige Landwirtschaft oder Energieversorgung mehr möglich ist. Auch die Flüchtlingsströme, Massen von Menschen auf kleinem Raum, belasten die Ökosysteme auf ihrem Weg, im Bereich der Lager, aber auch teilweise in den Zielländern.

Absolut evident ist also die Untrennbarkeit der Trias Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung!


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  Arbeitsgemeinschaft Schöpfungsverantwortung | Peterskirche - Petersplatz 1, 1010 Wien
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