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Montag, 19. Okt 2015

UN-Klimakonferenz - Paris 2015

 

Nur noch wenige Wochen

Countdown zur UN-Klimakonferenz in Paris 2015 läuft

Nach dem Abklingen des wohl heißesten Sommers der österreichischen Geschichte wird der Klimawandel nun zum bestimmenden Thema. Nur noch wenige Wochen sind es bis zur UN-Klimakonferenz vom 30. November bis 11. Dezember in der französischen Hauptstadt, die einen Nachfolger des Kyoto-Protokolls und damit endlich eine Wende im Kampf gegen die Klimaveränderung erreichen soll.

Die Hoffnungen ruhen nach den enttäuschenden Ergebnissen der letzten  Conferences of the Parties (kurz COP) in Lima (2014) und Warschau (2013), die beide vor allem der Vorbereitungen der heurigen Zusammenkunft dienten, auf einem bindenden Abkommen in Paris. Nur durch eine starke Selbstverpflichtung der Industrieländer und Schwellenländer sowie stärkerer Zusammenarbeit mit den ärmeren Staaten der Welt ist das 2-Grad-Ziel überhaupt noch in Reichweite. Die Verantwortung der reichen Staaten und deren konsumstarken Bevölkerung mahnt auch Papst Franziskus in seiner Enzyklika ein. Da der Klimawandel die ganze Erdbevölkerung vereint, aber Verantwortung und Leidensdruck sehr unterschiedlich verteilt sind, ist es eine Frage der Gerechtigkeit, nun endlich mit Nachdruck gegen den Ausstoß von Treibhausgasen vorzugehen.

Im Vorfeld der Konferenz sicherten einige Staaten bereits neue Reduktionsziele zu. Ein wichtiger Schritt dazu war der G7-Gipfel in Elmau/Deutschland im Juni 2015. Eine volle Dekarbonisierung der Wirtschaft bis 2100 und die Umstellung der Energieversorgung bereits bis 2050 sind wichtige Ziele, die endlich die volle Tragweite des Problems anerkennen. Auch die Zusage für mehr Unterstützung für die armen Länder der Welt lässt hoffen.

Mittlerweile hat Barack Obama den US-amerikanischen Kraftwerken eine strenge Reduktion der Treibhausgase angeordnet und damit einen ersten bindenden Schritt gesetzt, der aktuell aber noch von vielen Seiten bekämpft wird. Auch in China sank 2015 zum ersten Mal seit 14 Jahren der Kohleverbrauch, nachdem zuletzt mit 2030 auch das Jahr festgelegt wurde, ab dem der jährliche Ausstoß an Treibhausgasen zu sinken hat. Während aus den Ländern mit den größten Treibhausgas-Ausstößen also positive Nachrichten zu vermelden sind, verhalten sich andere wichtige Schwellenländer wie Indien noch zurückhaltend. Australien als Extrembeispiel kippte 2014 sogar eine Steuer auf Kohle und hat dieses Jahr wenig ambitionierte Klimaschutzziele veröffentlicht. Gleichzeitig ist Erdöl aufgrund des Preiskrieges zwischen den OPEC-Staaten und der Schieferöl-Industrie der USA in einem Preistief angekommen.

Die Vorzeichen für den Klimagipfel in Paris sind also durchwachsen und es wird gerade in den nächsten Monaten wichtig, selbst Zeichen für den nachhaltigen Umbau unserer Volkswirtschaften zu setzen. So wird am 29. November 2015 der bisher größte Klimaaktionstag vom 21. September 2014 wiederholt. Einen Tag vor Beginn der Verhandlungen werden wieder hunderttausende Menschen auf der ganzen Welt für ein starkes Nachfolgeabkommen (nach dem Kyoto-Protokoll) auf die Straße gehen.
Seien Sie dabei – die ARGE Schöpfungsverantwortung wird Sie auf dem Laufenden halten.

DI Karl-Heinz Schaurhofer



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  Arbeitsgemeinschaft Schöpfungsverantwortung | Peterskirche - Petersplatz 1, 1010 Wien
E-mail: office(at)argeschoepfung.at  | Tel: +43 660-76 000 08 | letzte Änderung: 09-11-2016