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Sonntag, 28. Jun 2015

Alarmstufe rot für die Bienen?

 

Alarmstufe rot für die Biene?

Werden solche Bilder bald einen Seltenheitswert haben? Weltweit geht die Anzahl der Bienenpopulationen dramatisch zurück. Bienen sind enorm wichtig für uns Menschen, sie bestäuben 1/3 aller unsere Kulturpflanzen. Durch Bienenverluste wird aber auch die Bestäubung von Wildpflanzen gefährdet und in weiterer Folge damit auch die Biodiversität. Dabei entfällt ein großer Anteil nicht nur auf die Honigbiene, sondern auch auf die Wildbienen. In Österreich gibt es ca. 700 Wildbienenarten, welche somit einen sehr wichtigen Beitrag für die Bestäubung leisten.

Es spielen viele Faktoren eine Rolle und diese wirken in Kombination:

  • Durch eine monokulturelle Landwirtschaft fehlt den Bienen die Nahrung (Bienen sammeln in einem Radius von 3km2 Pollen, dieser muss in ausreichender Menge und Qualität vorhanden sein)
  • Zu wenig Blühstreifen in unserer Kulturlandschaft (v.a. in der intensiven Landwirtschaft)
  • Wiesen werden zu oft gemäht und gedüngt
  • Krankheiten ausgelöst durch Bakterien oder Viren (z.b. Amerikanische Faulbrut)
  • Befall durch die Varroa Milbe
  • Hoher Einsatz von Pestiziden und Herbiziden in der intensiven Landwirtschaft, global steigt der Absatz und die Menge (viele Pestizide und Herbizide wirken in geringsten Konzentrationen neurotoxisch und schwächen das Immunsystem oder sind letal für Bienen; viele dieser Stoffe interagieren mit anderen Stoffen und wirken dabei oft sogar toxischer als wie als Einzelsubstanz; viele Pestizide sind sehr persistent im Boden und Wasser und werden nur schwer abgebaut)
  • Durch die Zunahme von milden Wintern beeinflusst der Klimawandel die Ausbreitung von Krankheiten


In Österreich ist die Kirche nach dem Staat der zweitgrößte Grundbesitzer. Dabei besitzt sie rund 215.600 Hektar, davon entfallen ca. 170.000 ha auf Forst und rund 47.000 ha auf landwirtschaftliche Flächen. Durch bienenfreundliche Maßnahmen wie Umstellung auf den ökologischen Landbau, ökologischer Waldbau, kein Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln sondern Umstieg auf ökologische Varianten, sanfte Bewirtschaftung von Wiesen und Ackerflächen (frühes oder spätes Mähen im Jahr), Förderung von Blühstreifen und WiIdblumenwiesen und anderen Maßnahmen kann die katholische Kirche einen wesentlichen Beitrag zum Bienenschutz und zum Artenschutz/Lebensschutz leisten.

Es kann auch jeder einzelne von uns etwas tun um die Bienen zu schützen:

  • Wenn Sie einen Garten besitzen lassen sie diesen ruhig "wild" wachsen
  • Pflanzen sie verschiedene bienenfreundliche Pflanzen am besten in einer Pfanzmischung an wie Kornblumen, Ringelblumen, Goldmohn oder Stockrosen an
  • Verzichten sie auf synthetische Unkrautvernichtungsmittel/Pflanzenschutzmittel, verwenden sie ökologische Alternativen
  • Nicht sofort mähen, lassen sie die wildwachsenden Pflanzen auf ihrer Wiese länger stehen
  • Bauen Sie ein Insektenhotel und integrieren sie dies in ihren Garten
  • Kaufen Sie biologische Lebensmittel ein (in der biologischen Landwirtschaft werden keine chemisch-synthetischen Pestizide und Saatgutbeizmittel eingesetzt.
  • Kaufen Sie heimischen Honig ein. damit fördern Sie die Imkerei in Östereich




Fotos: © Christian Kantner

Weiterführende Infos:

Anleitung zum Bau eines Nützlingshotels
http://www.umweltberatung.at/downloads/haus-fuer-nuetzlinge-infobl-garten.pdf


Untersuchungen von Global 2000
https://www.global2000.at/pfuetzentests 
https://www.global2000.at/bienenuntersuchung-effizienz-des-neonic-verbots-bestätigt


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  Arbeitsgemeinschaft Schöpfungsverantwortung | Peterskirche - Petersplatz 1, 1010 Wien
E-mail: office(at)argeschoepfung.at  | Tel: +43 660-76 000 08 | letzte Änderung: 09-11-2016