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Montag, 17. Nov 2014

GENTECHNEWS: Spanien: Erstmals wird wieder weniger Gentech-Mais angebaut; Synthetische Biologie auf dem Vormarsch; Sortenschutz-Gesetze gefährden Menschenrecht auf Nahrung; Erfolg mit salztoleranten Kartoffeln

 

GENTECHNEWS

 

Spanien: Erstmals wird wieder weniger Gentech-Mais angebaut
Der Anbau von gentechnisch verändertem Mais ist in Spanien erstmals wieder rückläufig. 2014 war nach Angaben des spanischen Landwirtschaftsministeriums die Anbaufläche um vier Prozent zurückgegangen. Damit wachsen nach offiziellen Angaben auf rund 31 Prozent der gesamten Mais-Anbaufläche transgene Sorten. Dies würde einer Fläche von etwa 131'500 Hektaren entsprechen. Allerdings gibt es in Spanien kein detailliertes Register. Greenpeace hält die Flächenangabe der gentechfreundlichen Behörden für übertrieben. (Informationsdienst Gentechnik, 20.10.14)


Einsprache gegen Dow in den USA
Eine Koalition aus Farmern und Umweltorganisationen hat bei einem amerikanischen Gericht eine Einsprache gegen die Zulassung eines neuen Herbizids der Firma Dow durch die Umweltbehörde EPA eingereicht. Bei der Zulassung seien die Auswirkungen des Wirkstoffes 2,4-D nur ungenügend analysiert worden. Der Wirkstoff wird mit einer Reihe neuer herbizidresistenter Gentechsorten, vor allem Mais und Soja, eingesetzt. Die Neuzüchtungen kamen auf den Markt, da viele Unkräuter eine Resistenz gegen das Herbizid Glyphosat entwickelt haben. Das neue Herbizid werde die Probleme, verursacht durch Resistenzen bei Unkräutern, noch verstärken, befürchten die Kläger. (Reuters, 22.10.14)


Synthetische Biologie auf dem Vormarsch
Weniger bekannt als die grüne Gentechnologie ist die synthetische Biologie. Obwohl in diesem Forschungsgebiet sehr intensiv gearbeitet wird. Der synthetischen Biologie liegt die Idee zugrunde, dass sich Lebewesen kontrolliert und zielgerichtet umbauen bzw. konstruieren lassen. Im Vordergrund steht die Herstellung von natürlicherweise nicht vorkommenden biologische Systemen sowie die der Nachbau bereits existierender biologischer Systeme. Kosmetik und die Nahrungsmittelindustrie gelten als die vielversprechendsten Felder für diesen Forschungszweig. Heute werden so bereits Safran, Vanille und andere Inhaltsstoffe exotischer Pflanzen hergestellt. (Beyond GM, 9.10.14)


Sortenschutz-Gesetze gefährden Menschenrecht auf Nahrung
Auf Druck von Industriestaaten werden Entwicklungsländer oft zur Übernahme strenger internationaler Sortenschutzgesetze gedrängt. Der Bericht „Owning Seeds, Accessing Food" zeigt, wie solche Zwangsangleichungen die traditionelle Saatgut-Vermehrung bedroht. Für kleinbäuerliche Familien in Entwicklungsländern hat eine solche Anpassung an internationales Recht massive Einschränkungen bei der Verwendung von geschütztem Saatgut aus ihrer eigenen Ernte zur Folge. Kommerzielles Saatgut (z.B. von Syngenta) wird gesetzlich stärker geschützt. Dies gefährde das Menschenrecht auf Nahrung, sagt die Studie. (EvB, 09.10.14)


Erfolg mit salztoleranten Kartoffeln
Ein holländisches Züchtungsprogramm erhielt von USAID eine Auszeichnung für die beste salztolerante Kartoffel. 560 Projekte aus 90 Ländern hatten sich an diesem Wettbewerb beteiligt. Versalzung des Wassers und der Mangel an Frischwasser wird von der Weltbank, vielen Behörden und Entwicklungsorganisationen als eines der grössten Probleme für die Ernährungssicherheit eingestuft. Die siegreiche Kartoffel, die ohne Gentechnik und Labortechnologien aus alten Sorten selektioniert wurde, wird nun auch in Pakistan getestet. Falls sie unter dem dortigen Klima gedeiht, könnten Tausende von Hektaren Ödland landwirtschaftlich genutzt werden. (The Guardian, 18.10.14)



Die Gentech-News werden redigiert von Paul Scherer, SAG. Einen Überblick über sämtliche Meldungen, die Referenzen und Hintergrundartikel finden Sie auf der Homepage: Gentech-news. Die Ausgaben 1- 293 sind weiterhin auf der Homepage des Blauen-Institut verfügbar: www.blauen-institut.ch/pg_blu/pg/a_gd.html


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  Arbeitsgemeinschaft Schöpfungsverantwortung | Peterskirche - Petersplatz 1, 1010 Wien
E-mail: office(at)argeschoepfung.at  | Tel: +43 660-76 000 08 | letzte Änderung: 09-11-2016