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Montag, 14. Apr 2014

Schoko-FAIR! Die bittere Wahrheit über Schokolade

 

"Die bittere Wahrheit über Schokolade"

Die Fastenzeit neigt sich dem Ende zu und viele möchten ihre Enthaltsamkeit mit schmackhaften Köstlichkeiten feiern. Gerade das Süßigkeiten Angebot zur Osterzeit verleitet zum unbedachten Konsum der hübsch dekorierten Produkte. Die meisten herkömmlichen Schokoladen aus dem Supermarkt lassen sich leider nicht mit gutem Gewissen konsumieren.
Der Anbau von Kakao ist sehr arbeitsintensiv und beruht zum Großteil auf reiner Handarbeit. Den Bauern und Bäuerinnen in den meist westafrikanischen Anbaugebieten kommen nur etwa 6% des Verkaufspreises einer Tafel Schokolade zu Gute. Allein 70% des gesamten Preises gehen an die Kakao- und Schokoladeunternehmen, der Rest teilt sich auf Zwischenhandel und Einzelhandel auf.

Problem: Kinderarbeit

Die teilweise menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen auf den Kakaoplantagen sind nur eine der katastrophalen Folgen der unfairen Bedingungen, welche durch die Übermacht der dominierenden Großkonzerne in der Schokoladenindustrie geschaffen worden sind.
Das Einkommen der Kleinbauern reicht in vielen Fällen nicht für die Einstellung von zusätzlichen Arbeitskräften aus, deshalb wird auf günstigere Kinderarbeit zurückgegriffen. Allein in Ghana und der Elfenbeinküste arbeiten mittlerweile rund 2 Millionen Kinder auf Kakaoplantagen unter widrigsten Arbeits- und Lebensumständen.

Einfluss auf die Natur?

Der nicht nachhaltige Kakaoanbau hinterlässt seine Spuren in der Umwelt.  Den größtenteils verschmutzten Böden werden ein Großteil der Nährstoffe entzogen und ausgelaugt und sind somit nur mehr bedingt regenerationsfähig. Aufgrund des niedrigen und unsicheren Einkommens werden anstelle von angemessenen Pflanzenschutz und Düngemittel oftmals billigere Pestizide und chemische Dünger verwendet um die Ernteerträge nicht komplett zu verlieren.
Allerdings sinken die Erträge dennoch bedenklich und zwingen die Kakaobauern dazu ihre Anbauflächen auszuweiten, was die Verdrängung anderer Kulturen und Waldrodung zur Folge hat.

Was muss getan werden?

Faire Arbeitsbedingungen und ein Ende der ausbeuterischen Kinderarbeit können in erster Linie über die Verbesserung der Einkommenssituation für die Bauern erreicht werden. Dazu müssen die Rahmenbedingungen hinsichtlich Preisgestaltung, Handel, Weiterbildung, Grad der Organisierung und Infrastruktur maßgeblich geändert werden. Hier spielen die Kakao- und Schokoladeunternehmen sowie die Konsumenten selbst eine entscheidende Rolle.
Einerseits müssen die mächtigen Unternehmen ihr Ziel der Profitmaximierung den Problemen und Missständen in der Kakaoproduktion angleichen und können hierbei von den Konsumenten maßgeblich beeinflusst werden. Durch kritisches Hinterfragen und Kauf von fairen Produkten durch die Konsumenten sind die großen Unternehmen gezwungen ihre Entscheidungen und Produktion zu überdenken.

Was kann ich als Konsument unmittelbar tun?

 

  • Seiner Stimme Macht geben! Unter www.makechocolatefair.org aktiv werden und die europäische Petition zur Unterstützung der Kakaobauern unterzeichnen
  • Schokolade mit dem Fair-Trade Siegel kaufen! Dieses Gütesiegel garantiert fair angebaute und gehandelte Produkte und Rohstoffe sowie gerechte Arbeitsbedingungen für die Produzenten.
  • Nachfragen! Informieren Sie sich bei ihren lokalen Supermärkten und hinterfragen Sie angebotene Produkte bezüglich Ihrer Nachhaltigkeit.

  

Wir wünschen frohe Ostern und genießen Sie
„Ihre“ Schokolade mit gutem Gewissen!

 

weitere Information: Fair-Trade Gütesiegel, Südwind
Quelle: Factsheet Make Chocolate Fair! Herausgeber: Südwind, Verein für Entwicklungspolitik


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  Arbeitsgemeinschaft Schöpfungsverantwortung | Peterskirche - Petersplatz 1, 1010 Wien
E-mail: office(at)argeschoepfung.at  | Tel: +43 660-76 000 08 | letzte Änderung: 09-11-2016