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Montag, 13. Jun 2011

Pressemeldung: Bischof Dr. Paul Iby, erfolgreicher Umweltbischof bis 1997 - und der "blinde" Fleck in der Berichterstattung

 

Bild 1: „Kein Patent auf Leben“ Umweltbischof Dr. Paul Iby und Isolde Schönstein auf dem Weg zur Übergabe der Unterschriftenaktion an die Vertretern von EU Kommission u. EU Parlament in Wien
Bild 2: Bischof Iby mit dem Vertreter der EU Kommission in Wien bei der Erläuterung der Mission
Bild 3: Bischof Iby legt 30.000 Unterschriften gegen die Patentierung von Lebewesen vor und freut sich über die erfolgreiche Kampagne


PRESSEINFORMATION
13. Juni 2011

Umweltschutz - ein Randgebiet in der katholischen Kirche?
Bischof  Dr. Paul Iby, erfolgreicher Umweltbischof bis 1997 - und der „blinde Fleck“ in der Berichterstattung

Anlässlich der Emeritierung von Bischof Dr. Paul Iby wurde seine Biographie verschiedentlich aufgerollt, aber nicht vollständig. Gleich einem „blinden Fleck“ wurde seine erfolgreiche Amtszeit als Umweltbischof ausgeklammert. Die ARGE Schöpfungsverantwortung sah sich daher veranlasst, in einem Gespräch mit dem emeritierten Bischof über seine Amtszeit zu reflektieren und sein Wirken zu würdigen.

Bischof Iby war der erste Umweltbischof in der Österreichischen Bischofskonferenz. Vor ihm setzte sich der früh verstorbene Bischof Florian Kuntner in diesem Gremium und im Rahmen von Iustitia et Pax für dieses Anliegen ein. Dieser war es auch, der die heute als ARGE Schöpfungsverantwortung (ARGE SVA) bekannte „Ökosoziale Bewegung in der katholischen Kirche“ als zeitgemäß engagierte Organisation erkannte und förderte.

Der aus bäuerlichen Verhältnissen stammende Bischof Iby arbeitete sich rasch in seine neue Funktion als Umweltbischof ein und wurde dabei von der ARGE Schöpfungsverantwortung und deren Experten unterstützt. Er förderte die nach und nach entstehende Errichtung von Umweltreferaten in den einzelnen Diözesen, die Bestellung von Umwelt-Pfarrgemeinderäten und unterstützte die von der ARGE SVA initiierte Kampagne gegen die „Patentierung von Lebewesen“ und schließlich die Forderungen des bis heute erfolgreichen Gentechnik-Volksbegehrens, Als ersten Schritt nahm er eine Ökologisierung seines Bischofshofes vor, er war der erste Bischof, der auf  Recyclingpapier korrespondierte und damit ein Zeichen der Ressourcenschonung auch nach außen setzte. Die Verpachtung an Bewerber, die sich nach ökologischen Grundsätzen orientieren, hat bis heute in der Diözese Eisenstadt Vorrang. Weniger Erfolg hatte sein Vorstoß in der Förderung Erneuerbarer Energie in kirchlichen Einrichtungen, das Plansoll von 800 Anlagen wurde bis heute nicht erfüllt. Bischof Iby musste in diesem Gespräch zugeben, dass es andere Probleme waren, die während seiner Amtszeit in der Kirche Vorrang hatten – und heute?

Die ARGE Schöpfungsverantwortung wurde nach wiederholter Einreichung eines Appells zur Aufnahme kirchlicher Umweltarbeit an die Österreichische Bischofskonferenz 1995 von dieser unter der Federführung des ersten Referatsbischofs für Umweltfragen, Dr. Paul Iby, für die Koordination der kirchlichen Umweltarbeit in Österreich sowie für die europäische Zusammenarbeit und internationale Kontaktaufnahme mit einschlägigen Organisationen eingesetzt. Wegen unterschiedlicher Auffassung über die Bedeutung des Umweltschutzes kam es 2000 zur Auflösung des Übereinkommens.

Rückfragehinweis:
ARGE Schöpfungsverantwortung:
0660 76 000 08,
office(at)argeschoepfung.at                          Hearing 1994

Downloads:


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  Arbeitsgemeinschaft Schöpfungsverantwortung | Peterskirche - Petersplatz 1, 1010 Wien
E-mail: office(at)argeschoepfung.at  | Tel: +43 660-76 000 08 | letzte Änderung: 09-11-2016