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Freitag, 04. Feb 2011

Geförderte Naturzerstörung

 

Geförderte Naturzerstörung

 

Zahlreiche Subventionen, auch in der EU, tragen direkt zum Artenverlust bei. Oft machen erst Subventionen die Zerstörung von Ökosystemen finanziell sinnvoll, wie aus einer Aussendung des EU Umweltbüros zu entnehmen ist.

Die Größenordnungen sind erschreckend. Laut dem Umweltprogramm der UNO (UNEP) machen umweltschädlichen Subventionen weltweit 0,5 bis 1,5 Billionen US-Dollar aus.  Zum Vergleich belaufen sich die Aufwendungen der OECD Staaten für die Entwicklungszusammenarbeit gerade auf 120 Milliarden Dollar!

So ist es kein Wunder, dass die Ziele sowohl der UNO als auch der EU, den Artenverlust bis spätestens 2010 deutlich einzubremsen, klar verfehlt wurden.

 

Als ein Beispiel sei hier der Verkehr erwähnt: 125 Milliarden € fließen in den Straßenverkehr, davon kommen 90% auf den Ausbau der Infrastruktur, die für die Biodiversität besonders schädlich ist. Verstärkt wird dieser Effekt in Österreich, Deutschland und Schweden noch durch eine, auch sozial zweifelhafte, Pendlerpauschale.

Ein anderes Beispiel sind die Agrarsubventionen: Laut Untersuchungen der OECD sind mehr als zwei Drittel der weltweiten Agrarsubventionen ökologisch schädlich, was leider auch für die EU gilt, wo zwei Drittel der Agrarsubventionen an 1,5 % der Betriebe gehen – Großbetriebe, wie Kraft Food oder Nestlé mit intensiver Bewirtschaftung. Da muss auch der Futtermittelimport, insbesondere Soja aus Brasilien oder Argentinien für die Fleischproduktion in der EU erwähnt werden.

Leider machen sich Subventionen nicht nur ökologisch sondern auch sozial negativ bemerkbar, denn die Agrarpolitik der EU führt nicht nur zur Ausbeutung der Umwelt, sondern auch zur Verstärkung der Armut in den Ländern des Südens.

Ein möglichst rascher Abbau von Natur zerstörenden und sozial schädlichen Subventionen, nicht nur in der EU, sondern weltweit, wäre dringend erforderlich.

 

Oskar Luger

(für Details siehe: Prange Florian und Besse Tim,  Biodiversität und umweltschädliche Subventionen in der EU, Europa Info, 4/10, Seiten 12-13, 2010)

 

 


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