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Donnerstag, 10. Dez 2009

Bischof Scheuer fordert völkerrechtlichen Schutz für Klimaflüchtlinge

 

UN-Klimakonferenz in Kopenhagen hat „entscheidende Bedeutung“ für künftige Entwicklung - Konkrete Ziele und Finanzierungspläne erfordert - Am 13. Dezember „Sturmläuten“ für den Klimaschutz

 

Innsbruck (pdi/fs) – Der bevorstehenden UN-Konferenz der Vertragsstaaten der Klimarahmenkonvention vom 7. bis 18. März in Kopenhagen komme eine „entscheidende Bedeutung für eine von Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit und Gemeinwohl geprägte Entwicklung zu“. Dies betonte der Innsbrucker Diözesanbischof Manfred Scheuer heute auf einer Fachtagung der österreichischen „Arbeitsgemeinschaft Schöpfungsverantwortung“ in Innsbruck. Auf dieser Tagung wurden Möglichkeiten des Energiesparens und des effizienten Energieeinsatzes in kirchlichen Einrichtungen erörtert.

 

Der im Wesentlichen von den Menschen in Industrieländern verursachte Klimawandel stellt laut Scheuer im globalen Ausmaß “eine erhebliche Gefährdung der Lebensgrundlagen der heutigen und kommenden Generationen sowie der Artenvielfalt der Natur dar“. Seine Auswirkungen bedrohten „Leben, Gesundheit, Nahrung und Sicherheit - und damit grundlegende Menschenrechte - von vielen hundert Millionen Menschen“.

 

Als „Gebot der Stunde“ erachtet Scheuer einen neuen globalen „Gesellschaftsvertrag für nachhaltigen und gerechten Klimaschutz“, der nach Ablauf des Kyoto-Protokolls im Jahr 1012 in Kraft tritt. Konkrete Reduktionsziele für klimaschädigende Emissionen seien ebenso „unverzichtbar“ wie detaillierte Finanzierungspläne. Zugleich müsse es zu eine völkerrechtlichen Verbindlichkeit der Ziele und Maßnahmen kommen.

 

Völkerrechtlicher Schutz für Klimaflüchtlinge gefordert

 

Nachdrücklich wies der Bischof auf ein bisher wenig diskutiertes Problem hin: auf den politischen und völkerrechtlichen Umgang mit Klimaflüchtlingen. Da sie derzeit im internationalen Rechtssystem nicht als Flüchtlinge anerkannt sind, forderte Scheuer, sie „unter den Schutz der Völkergemeinschaft“ zu stellen. Es gelte, „rechtzeitig geeignete institutionelle Verankerungen für den Rechtsstatus von Umweltflüchtlingen zu erarbeiten“. Dies könne z. B. die Vereinbarung eines Zusatzprotokolls zur Genfer Flüchtlingskonvention“ oder ein eigenständiges völkerrechtliches Instrument sein, „das für die Umweltflüchtlinge einen besonderen Schutzstatus schafft und vor allem die internationale Gemeinschaft auf finanzielle und technische Hilfe zum Schutz der Flüchtlinge verpflichtet.“

 

„Sturmläuten“ während der UN-Klimakonferenz

 

Bischof Scheuer wies darauf hin, dass alle katholischen und evangelischen Pfarren in Österreich, aber auch in ganz Europa und in anderen Ländern der Welt zu einem „Sturmläuten für ein gerechtes Klimaabkommen“ aufgerufen sind. Dieses Läuten der Kirchenglocken werde am Sonntag, 13. September, um 15 Uhr stattfinden. Die Gläubigen seien eingeladen, nach dem Glockenläuten für einen guten Abschluss der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen zu beten.


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  Arbeitsgemeinschaft Schöpfungsverantwortung | Peterskirche - Petersplatz 1, 1010 Wien
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