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Sonntag, 02. Aug 2009

FIAN - Blumenkampagne 2009

 

Liebe Freundinnen und Freunde der Blumenkampagne!

wir haben die Blumenkampagne mit Beginn des Jahres wieder verstärkt aufgenommen und neue Partnerinnen und Partner gewonnen. Dieser Newsletter wird Sie ab jetzt über die Aktivitäten der Kampagne und relevante Ereignisse im Blumensektor informieren.

1. Neue europäische Blumenkampagne
2. Faire öffentliche Auftragsvergabe
3. Nachhaltige Wochen
4. Blumen. Natürlich.
5. Schlechte Arbeitsbedingungen im Blumensektor Sambias
6. Handbuch zum Gesundheitsschutz von Blumenarbeiterinnen in Uganda
7. Neuerscheinung: Die Ökolüge– Wie Sie den grünen Etikettenschwindel durchschauen
8. Termine
 

1. Neue europäische Blumenkampagne
Organisationen in vier europäischen Ländern arbeiten seit Anfang des Jahres zusammen, um die Menschenrechte der Blumenarbeiterinnen durchzusetzen. Unter dem Slogan „Fair Flowers – Mit Blumen für Menschenrechte“ fordern Vamos e.V.,  FIAN Belgien, das belgische Netwerk Bewust Verbruiken, FIAN Deutschland, die tschechische Akademie Ekumenická akademie Praha gemeinsam mit FIAN Österreich Konsument/innen, Blumenhändler/innen und Einkäufer/innen öffentlicher Einrichtungen dazu auf, sich auch beim Blumenkauf für die Rechte der Arbeiter/innen und den Schutz der Umwelt einzusetzen. Mit dabei sind die Frauenrechtsorganisation Kunzwana aus Simbabwe und die ugandische Organisation für Arbeiter/innenbildung Uganda Workers’ Education Association. In Österreich wird die Kampagne von Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit und Partnerorganisationen wie der Volkshilfe Österreich aktiv unterstützt.

Politik mit dem Einkaufskorb ist möglich. Das Flower Label Program (FLP) und Fairtrade bieten über Florist/innen und Supermärkte Blumen von Gartenbaubetrieben an, die nach den strengen Sozial- und Umweltstandards des Internationalen Verhaltenskodizes für die Schnittblumenproduktion zertifiziert werden. Die Adressen von Einzelhändlern mit FLP-Ware finden Sie auf www.fian.at, mit Fairtrade-Ware auf dessen Internetseite.

Die Kampagne hat eine gemeinsame englischsprachige Internetseite: www.flowers-for-human-rights.org. Länderspezifische Informationen finden Sie auf den Internetseiten der sechs Kampagnenpartner.

 

2. Faire öffentliche Auftragsvergabe
Ein Schwerpunkt der Kampagne „Fair Flowers – Mit Blumen für Menschenrechte“ ist die öffentliche Beschaffung. Öffentliche Institutionen wie Gemeinden, das Parlament oder Ministerien kaufen regelmäßig Blumen ein - für Empfänge und Tagungen, um Gäste zu begrüßen oder Jubilare zu ehren.
Wir möchten diese öffentlichen Institutionen darin unterstützen, in Zukunft auf die faire Beschaffung von Blumen zu achten. Sie leisten so einen konkreten Beitrag zur Verbesserung der Arbeits- und Umweltbedingungen in der globalen Blumenproduktion und setzen ein Zeichen für die Öffentlichkeit.
Im Juni besuchten FIAN und die Volkshilfe Österreich Parlamentspräsidentin Barbara Prammer, um sie über die Missstände in der globalen Blumenproduktion und über Gütesiegel zu informieren. Barbara Prammer sagte zu, sich im öffentlichen Beschaffungswesen auf mehreren Ebenen verstärkt für derart ausgezeichnete Produkte einsetzen zu wollen.
 

3. Nachhaltige Wochen
Die Nachhaltigen Wochen finden heuer zum sechsten Mal vom 15. September bis 15. Oktober in ganz Österreich statt. Ziel der Nachhaltigen Wochen ist es, den bewussten Konsum in der Öffentlichkeit zu forcieren und dadurch den Produktabsatz von nachhaltigen Produkten zu steigern.
In diesem Jahr soll mit dem Blumen- und Gartenfachhandel eine neue Branche eingeladen werden. Pflanzen aus biologischer oder regionaler Produktion oder fair gehandelte Pflanzen bzw. Gartenprodukte aus zertifiziert umweltschonender Verarbeitung werden im Rahmen der Nachhaltigen Wochen mit der Wort-Bild-Marke "Das bringt's. Nachhaltig." ausgelobt. Auch die Gütesiegel FLP und Fairtrade werden hier beworben.

 

4. Blumen. Natürlich.
Unter diesem Titel koordiniert das Flower Label Program ein Pilotprojekt zur Einführung der Sozial- und Umweltzertifizierung im deutschen Blumenanbau. FIAN Deutschland unterstützt FLP bei der Erarbeitung der Richtlinien für die Zertifizierung. Mehr dazu finden Sie auch auf der Internetseite des Projekts www.blumen-natuerlich.de

 

5.Schlechte Arbeitsbedingungen im Blumensektor Sambias
Die Friedrich-Ebert-Stiftung hat eine Studie zu den Arbeitsbedingungen im sambischen Blumensektor veröffentlicht. Das inhaltliche Konzept dazu hatte FIAN Deutschland entwickelt. Die Studie zeigt, dass vor allem Mitglieder armer Haushalte in den Blumenplantagen beschäftigt werden, sie aufgrund der niedrigen Löhne von etwa 35,- US-Dollar monatlich der Armut nicht entkommen. Auch in Sambia werden überwiegend Frauen in den Blumenplantagen beschäftigt. Allerdings arbeiten sie ohne Festanstellung und sind nicht selten Opfer sexueller Belästigung. Schwerwiegend sind auch die gesundheitlichen Risiken vor allem für die Frauen. Die Studie ergab, dass die von der Weltgesundheitsorganisation vorgeschriebenen Wiederbetretungsfristen nach dem Sprühen von Pestiziden oft nicht eingehalten werden. Der Autor empfiehlt eine Stärkung der Strukturen für Vertretungen der Belegschaft in den Betrieben, vor allem der Frauen sowie verstärkte Aufklärung der Arbeiter/innen über ihre Rechte. Die Zusammenfassung der Studie kann aus dem Internet herunter geladen werden: www.fes.org.zm/index.php

 

6. Handbuch zum Gesundheitsschutz von Blumenarbeiterinnen in Uganda
Die Uganda Workers’ Education Association (UWEA) hat gemeinsam mit FIAN Deutschland ein Handbuch für den Gesundheitsschutz von Blumenarbeiterinnen erarbeitet. Der Schwerpunkt des Handbuchs liegt auf dem Schutz vor Pestiziden. Denn der fehlende Schutz vor den giftigen Chemikalien ist eines der größten Probleme für die ugandischen Blumenarbeiterinnen. Gleichzeitig fehlt den meisten Arbeiter/innen das Wissen über die Gefährlichkeit der Pestizide. Das Handbuch richtet sich gleichermaßen an Manager für die Gewährleistung der nötigen Schutzmaßnahmen, an Gewerkschaften für die Durchführung von Bildungsmaßnahmen sowie an die Arbeiter/innen zur Aufklärung. Die Erstellung des Handbuchs wurde finanziert von der Stiftung Umverteilen und der Stiftung Menschenwürde und Arbeitswelt

 

7. Neuerscheinung: Die Ökolüge– Wie Sie den grünen Etikettenschwindel durchschauen
Auf knapp 300 Seiten stellt Stefan Kreutzberger in seinem Leitfaden durch den Siegel-Dschungel detailreich dar, wie Unternehmen der Sektoren Energie, Automobil, Agrarprodukte, Chemie und Geldanlagen ihr Image durch das einseitige Herausstellen ihres oft geringen Engagements für den Umwelt- und Klimaschutz aufpolieren. Er entlarvt vermeintliche Umweltpolitik großer Konzerne als pure Marketingstrategien und ermöglicht den Leser/innen nachzuvollziehen, wie Umweltzertifikate zur Verschleierung der Untätigkeit von Unternehmen beitragen können. Auch der Faire Handel wird kritisch beleuchtet, ohne seine Erfolge auszublenden. Ausführlich werden die Blumenkampagne, das Flower Label Program (FLP) und die Siegelproblematik im Blumensektor dargestellt. Neben den gut strukturierten Einblicken in den Siegel-Dschungel gibt das Buch auch praktische Tipps für Konsument/innen zum Einkauf und zeigt Möglichkeiten auf, sich zu engagieren. Fazit. Ein empfehlenswertes Buch für alle, die Politik mit dem Einkaufskorb machen und dabei reinen Marketingstrategien nicht auf den Leim gehen wollen.
Stefan Kreutzberger: Die Ökolüge – Wie Sie den grünen Etikettenschwindel durchschauen, Econ-Verlag, 2009, 287 Seiten, ISBN 978-3430300452, 16,90 Euro

 

8. Termine

FIAN auf Internationalen Gartenbaumesse in Tulln
Vom 27. bis 31. August 2009 informiert FIAN auf der Internationalen Gartenbaumesse in Tulln über seine aktuelle Kampagne "Fair Flowers - Mit Blumen für Menschenrechte" und über Gütesiegel für eine sozial- und umweltverträgliche Blumenproduktion wie das Flower Label Program (FLP). Besuchen Sie uns doch in der Halle 3!
www.gartenbaumesse.at


Podiumsdiskussion: Menschenrechte und Umweltschutz durch faire öffentliche Beschaffung

Mo., 21. September 2009, 18.30 Uhr im Albert-Schweizer Haus, 1090 Wien

Im Rahmen der Kampagne „Fair Flowers – Mit Blumen für Menschenrechte“ laden FIAN, das Renner Institut, IUFE und die Politische Akademie der ÖVP zu einer Diskussion über die Beschaffung fairer Güter im öffentlichen Sektor ein. Möglichkeiten und Herausforderungen werden am Beispiel Blumen erläutert.

Referentinnen und Referenten:
•          
Maga. Sophie Veßel, Food First Informations- und AktionsNetzwerk (FIAN)
•           Maga. Nora Holzmann, Südwind Agentur
•           Mag. Florian Schönthal-Guttmann, Vergabeexperte für öffentliche Beschaffung
•           Ing. Dr. Johann Klar, Stadt Wien (MA 54 - Zentraler Einkauf)
•           Susanne Reichard, Bezirksvorsteherin 1040 Wien

Anschließend laden wir zu einem fairen Buffet.
Information und Anmeldung unter
sophie.vessel@oneworld.at

 

Quelle: www.fian.at


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E-mail: office(at)argeschoepfung.at  | Tel: +43 660-76 000 08 | letzte Änderung: 09-11-2016