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Mittwoch, 29. Apr 2009

Tag der Arbeit: FIAN und Volkshilfe fordern faire Schnittblumen in der öffentlichen Beschaffung

 

PRESSEAUSSENDUNG
 

Mit Blumen für Menschenrechte

Tag der Arbeit: FIAN und Volkshilfe fordern faire Schnittblumen in der öffentlichen  Beschaffung

 

Wien, 28. April 2009

Am Internationalen Tag der Arbeit weisen die Menschenrechtsorganisation FIAN und die Volkshilfe Österreich auf oft verheerende Arbeitsbedingungen in der Schnittblumenproduktion vieler Länder hin: Die europaweite Kampagne „Fair Flowers – mit Blumen für Menschenrechte“ hat die Einhaltung von internationalen Arbeitsrechten in der Blumenindustrie zum Ziel.

In vielen Blumenfarmen in afrikanischen und lateinamerikanischen Ländern werden grundlegende Menschen- und Arbeitsrechte verletzt. „Die ArbeiterInnen werden gegen hochgiftige Pestizide nur unzureichend geschützt, schwangere Frauen sind besonders gefährdet. Die Folge sind schwere Gesundheitsschäden“, berichtet Sophie Veßel, Koordinatorin der Kampagne „Fair Flowers – mit Blumen für Menschenrechte“ von FIAN Österreich. „Die Arbeitsbedingungen sind menschenunwürdig, die Löhne so gering, dass sie nicht annähernd für einen würdigen Lebensunterhalt reichen.“
 
FIAN setzt sich seit vielen Jahren für die Rechte der ArbeiterInnen auf Schnittblumenfarmen weltweit ein. In Betrieben, die mit den Gütesiegeln Flower Label Program (FLP) oder FAIRTRADE zertifiziert wurden, erhalten die ArbeiterInnen langfristige Verträge, sind sozialversichert, organisieren sich in ArbeiterInnenvertretungen und werden vor Pestiziden geschützt. Hoch giftige
Pestizide dürfen nicht eingesetzt werden. Mit existenzsichernden Löhnen können sie sich und ihre Familien angemessen ernähren.
 
Gerade am Tag der Arbeit erinnert die Volkshilfe an ihre eigenen Wurzeln in der
ArbeiterInnenbewegung. „Faire Arbeitsbedingungen, Gesundheit und gerechte Entlohnung sind gerade in Entwicklungs- und Schwellenländern noch immer ein wichtiges Thema.“, so Volkshilfepräsident Univ. Prof. Dr. Josef Weidenholzer. „Um Rechte und soziale Sicherheit der BlumenarbeiterInnen zu fördern, können wir auch in Österreich etwas tun: Je mehr Menschen faire Schnittblumen kaufen, desto mehr Produktionsbetriebe werden sich für ein Gütesiegel bewerben.
Regelmäßige, unabhängige Prüfungen der Arbeits- und Umweltstandards garantieren, dass die ArbeiterInnen der FLP- und FAIRTRADE -Blumenfarmen tatsächlich von fairen und gesunden Arbeitsbedingungen profitieren.“
 
FIAN Österreich und die Volkshilfe Österreich fordern neben KonsumentInnen und privaten Unternehmen insbesondere öffentliche Einrichtungen auf, für den Blumenschmuck bei Veranstaltungen oder etwa für den Blumenstrauß für ein Gemeindemitglied in Zukunft nur mehr Blumen aus fairer Produktion zu verwenden. Gerade Gemeinden und andere öffentliche Institutionen können eine Vorreiterrolle einnehmen, indem sie beim Blumenkauf mit öffentlichen
Geldern Menschenrechts- und Umweltstandards in der Blumenproduktion berücksichtigen.
 
Weitere Informationen:
www.fian.at     
www.volkshilfe.at  
www.flowers-for-human-dignity.org
www.fairflowers.at (FLP-HändlerInnenliste)
www.fairtrade.at (FAIRTRADE-Rosen)     
 
Rückfragehinweis:
Sophie Veßel, FIAN Österreich, Tel.: 01/2350 239, sophie.vessel@oneworld.at
Daniel Auer, Volkshilfe Österreich, Tel.: 01/402 62 09 25, daniel.auer@volkshilfe.at


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E-mail: office(at)argeschoepfung.at  | Tel: +43 660-76 000 08 | letzte Änderung: 09-11-2016