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Dienstag, 30. Okt 2007

Kein Recht auf sichere Nahrung?

Von: Isolde Schönstein

EU hebt Importverbot für Genmais auf - Importverbot von 2 Maissorten aufgehoben!

Das Diktat der EU, den Österreichern die Gentechnik aufzwingen zu wollen, ist abzulehnen. Wir dürfen uns nicht weiter einem „Tanz auf der Titanic“ hingeben, wenn das Schiff in höchster Gefahr ist.

Wien, 30. Oktober 2007. Im dritten Anlauf kippte heute, Dienstag, die EU die österreichischen Importverbote gegen genmanipulierte Pflanzen. Bereits 2004 und 2006 hatte die EU Kommission zwei Anläufe zur Aufhebung der beiden Sorten Mon810 und T25 von Bayer genommen.

Obwohl die große Mehrheit der Österreicher Gentechnik in Lebensmitteln ablehnt, will die EU-Kommission unsere Regierung zwingen, wieder einen Schritt hin zum Anbau von genmanipulierten Pflanzen zu tun. Das Erniedrigende daran: 26 andere Länder stimmen über das Schicksal Österreichs ab. Zwar geht es in diesem Fall „nur“ um die Einfuhr bestimmter genmanipulierter Sorten, aber offensichtlich soll so oft abgestimmt werden, bis jegliche Schutzbestimmungen für die heimische Landwirtschaft fallen.

Es ist nicht tragbar, dass der freie Handel höher bewertet wird als alles andere. Die Gentechnik ist eine Risikotechnologie, die einmal ausgebracht nie mehr zurückgeholt werden kann und somit irreversible Schäden für Gesundheit die Schöpfung anrichten kann. Niemand kann von einer „sicheren Nahrung“ sprechen, weil sie völlig unzureichend untersucht ist. Weltweit gibt es nach wie vor keine einzige Langzeitstudie über die Auswirkungen auf die Gesundheit, sehr wohl aber eine Reihe von Kurzzeitstudien und Erfahrungsberichte, die die Alarmglocken läuten lassen müssten.

Genmanipulierte Nahrung ist aber nicht nur gesundheitlich äußerst bedenklich, sondern auch ethisch in Frage zu stellen: Zum einen sind alle genmanipulierten Organismen wie Erfindungen patentiert. Doch Leben kann man nicht erfinden, denn kein Mensch kann Leben schaffen. Da es bei der Patentierung von Leben darum geht, die Weltherrschaft über die Nahrung zu übernehmen, ist sie in jeder Form abzulehnen. Zum anderen durchbricht die Gentechnik über Art- und Familiengrenzen, wie es die Natur nie machen würde. Nie würde sich ein Kopfsalat mit einer Ratte kreuzen oder ein Fisch mit einem Menschen. Es ist nicht abzusehen, welche Folgen es hat, mit der Erschaffung von Mischwesen Gott zu spielen.

Kein Gesetz ist für die Ewigkeit!

Es wird auch an der Haltung der Kirchen Europas liegen, ob diese Gesetzeswelle, ohne Rücksicht auf das Wohl künftiger Generationen, ohne Anspruch auf die Einhaltung der Gesetze der Ökologie als dem von Gott geschaffenen Lebenshaus, fort existieren können.

Rückfragenhinweis:

Isolde M. Schönstein
ARGE Schöpfungsverantwortung
0660 76 000 08


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  Arbeitsgemeinschaft Schöpfungsverantwortung | Peterskirche - Petersplatz 1, 1010 Wien
E-mail: office(at)argeschoepfung.at  | Tel: +43 660-76 000 08 | letzte Änderung: 09-11-2016