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Freitag, 01. Sep 2006

Rundschreiben an die Österreichischen Pfarren

Von: Redaktion ARGE SVA

Hostien aus nachhaltiger und schöpfungsgerechter Produktion, FRONLEICHNAM 2006

Immer mehr wächst in den Kirchen das Bewußtsein, dass Verkündigung im Einklang mit demalltäglichen Handeln stehen muß. Die Kriterien für Nachhaltigkeit werden daher im kirchlichen Kontext als "Reich-Gottes-Verträglichkeit" *) definiert.

Wir geben daher, noch rechtzeitig vor dem Fronleichnamsfest, eine Intiative von BIO Austria für die Verwendung von Hostien aus biologischer Produktion weiter.
Im Anhang erhalten Sie Hintergrundinformation über Biologisches Getreide und Mehl, sowie das Schreiben von BIO Austria an alle Pfarren österreichs.

Kommentar ARGE Schöpfungsverantwortung:
"Wenn für die Produktion von Hostien auschließlich Bioweizen verwendet wird, so ist man sich der besseren Qualität des Produktes wohl bewusst. Darüber hinaus kommt aber auch ein eigener theologischer Aspekt ins Spiel.

Das Brot ist Zeichen für Christus, den Gesalbten des Schöpfergottes. Biobrot zeugt von einer Achtung der Gaben des Schöpfers und von einem sorgsamen Umgang mit ihnen.

Das Brot ist auch ein Zeichen der Communio; es steht für eine Gemeinschaft von Menschen, die im Umgang miteinander auf die Kultivierung der lebensfördernden Aspekte Wert legt. Das gemeinsame Bio-Mahl ist geprägt von einer Haltung der Wertschätzung gegenüber den Mitmenschen und Ehrfurcht gegenüber Gott."

*) s. Konstultationsprozess in den schweizer Kirchen


Sehr geehrter Herr Pfarrer!
Erlauben Sie, dass wir uns kurz vorstellen und mit einem Anliegen an Sie wenden:
BIO AUSTRIA ist Österreichs und Europas größte Organisation für Biologische Landwirtschaft und zählt bereits 14.000 Biobäuerinnen und Biobauern als Mitglieder.
Achtsamkeit im Umgang mit der Natur – und mit dieser Achtsamkeit gesunde Lebensmitteln für die Bevölkerung zu erzeugen – das ist die Vision der Biologischen Landwirtschaft und das Fundament der täglichen Arbeit auf einem Biobetrieb. Daher sind Gentechnik und chemisch-synthetische Dünge- und Pflanzenschutzmittel im Biolandbau ein absolutes Tabu. Denn „Bio“ heißt Leben und ein ‚Lebens-Mittel’ bezieht seine wertvolle Vitalität ausschließlich aus einer nachhaltig bewirtschafteten Natur – aus der uns anvertrauten Schöpfung.

Nun aber zu unserem Anliegen, sehr geehrter Herr Pfarrer:
Anlässlich des diesjährigen Fronleichnamsfestes möchte BIO AUSTRIA Ihnen und Ihrer Kirchengemeinde die Möglichkeit bieten, die Eucharistie mit biologischen Hostien zu begehen. Alle österreichischen Hostien-Bäckereien wurden bereits von uns schriftlich gebeten, diese Initiative zu unterstützen und auf Wunsch der Pfarren auch Bio-Hostien anzubieten.

Dankenswerterweise haben sich bereits die Schwestern des Karmeliterinnen-Klosters in Wien St. Josef bereit erklärt, den von ihnen belieferten Pfarren biologische Hostien anzubieten. Und auch Altabt DDr. Joachim Angerer hat sich spontan entschlossen, diese Initiative zu unterstützen und wird sein Fronleichnamsfest im niederösterreichischen Thayatal mit Bio-Hostien feiern.

„In Brot und Wein vollzieht sich die innigste Verbindung von Übernatur und Natur. Dem sollte Rechnung getragen werden. Man kann den Herrn Jesus nicht zumuten, in ein Brot gezwungen zu werden, das nicht naturrein, sondern durch Kunstdünger verfälscht ist“ – ist Altabt Angerer von der Notwendigkeit dieser Initiative überzeugt.

Sehr geehrter Herr Pfarrer, Ihre Unterstützung würde uns überaus freuen. Bestimmt wird Ihre Hostien-Bäckerei Ihrem Wunsch nach biologisch erzeugten Hostien gerne nachkommen. Beiliegend zu diesem Schreiben finden Sie eine Information über die Vorzüge von biologischem Mehl.

Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit und mit freundlichen Grüßen

Wilfried Oschischnig

BIO AUSTRIA
Bereich Unternehmenskommunikation
T 01/403 70 50 – 214
M 0676/842 214 214 / E wilfried.oschischnig@bio-austria.at / H www.bio-austria.at

 
Biologisches Getreide und Mehl
Die Lebendigkeit der Natur findet sich in jedem Korn Bio-Getreide: Bereits beim Saatgut wird im Biolandbau auf höchste, gentechnikfreie Qualität geachtet, und robuste sowie standortangepasste Sorten verwendet. Leicht lösliche, mineralische Düngemittel (im Volksmund auch „Kunstdünger“ genannt) sind beim Bio-Getreide ebenso tabu wie chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel. Stattdessen wird der Boden mit organischen Düngern wie pflanzliche Komposte oder Mist und Gülle von Tieren versorgt und so mit wertvollen Nährstoffen bereichert. Das verleiht dem Bio-Getreide seine besondere Vitalität und schützt vor gefährlichen Pestizidrückständen in den Randschichten des Getreidekorns. Studienergebnisse bestätigen: Das Auftreten von giftigen Schimmelpilzen (Mykotoxine) bei Getreide wird durch Faktoren wie Vorfrucht, Sortenauswahl und Bodenbearbeitung beeinflusst. So zeigen Weizenproben aus biologischer Landwirtschaft eine geringere Belastung mit Fusarien-Toxinen (Schimmelpilzart).

Bio-Weizen besitzt einen zwischen fünf und 15 Prozent höheren Anteil an essentiellen Aminosäuren. Diese sind für zahlreiche Stoffwechselvorgänge im menschlichen Organismus von großer Bedeutung – ein Mangel kann zu Stoffwechselstörungen sowie zur Schädigung der Zellen führen.

Getreide war und ist das wichtigste Lebensmittel der Menschheit – nur durch einem achtsamen, biologischen Anbau kann seinem großen Wert entsprochen werden.


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  Arbeitsgemeinschaft Schöpfungsverantwortung | Peterskirche - Petersplatz 1, 1010 Wien
E-mail: office(at)argeschoepfung.at  | Tel: +43 660-76 000 08 | letzte Änderung: 09-11-2016