ARGE Schöpfungsverantwortung

ECEN – das EUROPEAN CHRISTIAN ENVIRONMENTAL NETWORK

Von Konferenz zu Konferenz – eine Erfolgsgeschichte           


Das ECEN ist eine Frucht früherer ökumenischer Bemühungen, gemeinsam die Sorgen und Nöte der Zeit aufzugreifen und eine „neue Praxis ökologischer Verantwortung jetzt und im Hinblick auf künftige Generationen“ zu fördern.
Eine wesentliche Rolle spielte dabei der Schweizer reformierte Theologe Lukas Vischer, seine Vision von einem universalen Konzil schlug sich zumindest in den drei Ökumenischen Versammlungen der Kirchen Europas nieder. 


In jungen Jahren war Lukas Vischer Beobachter des II. Vatikanums, das sich mit dem Ökumenismusdekret für die Zusammenarbeit mit den anderen Kirchen öffnete. Die frühen Kontakte mit den orthodoxen Kirchen erleichterten die Verhandlungen um die Gründung des ECEN.


Ein Meilenstein war die I. Europäische Ökumenische Versammlung in Basel 1989, die dem Ruf des Ökumenischen Rates von Vancouver (1983) folgte und einen konziliaren Prozess gegenseitiger Verpflichtung für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung thematisierte. Die II. EÖV in Graz war in ihren Handlungsempfehlungen schon weit deutlicher und empfahl den Kirchen das Engagement für die Bewahrung der Schöpfung als wesentliche Aufgabe und auf allen Ebenen des kirchlichen und persönlichen Lebens aufzugreifen, einen von Zwängen befreiten Lebensstil zu fördern, sich dem Agenda 21-Prozess anzuschließen und diesen mit dem Konziliaren Prozess zu verbinden. Empfohlen wurde, die Einladung des Ökumenischen Patriarchen Dimitrios I. für einen gemeinsamen Schöpfungstag anzunehmen. Den Kirchen wurde weiters empfohlen Umweltbeauftragte einzusetzen und eine geeignete Form der Zusammenarbeit zu finden – das ECEN ist eine Entsprechung dieser Empfehlungen!


Das Ziel des ECEN

ist, alle christlichen Traditionen zur Zusammenarbeit zu führen, Erfahrungen auszutauschen und ein gemeinsames Zeugnis in Kirche und Gesellschaft abzulegen. Die Arbeit wird in fachbezogenen Coalitions aufgegriffen, wozu u. a. Climate Change, Schöpfungszeit, Ökonomie, Theologie, Liturgie, Mobilität, Energie zählen. Einen Höhepunkt der Zusammenarbeit stellen die  Konferenzen, verteilt auf Europa, mit mehr als 100 Vertretern kirchlicher Initiativen, die in der weiteren Folge ihre Multiplikatorenfunktion in den jeweiligen Ländern und Kirchen ausüben.
 

 http://www.ecen.org/