ARGE Schöpfungsverantwortung

Auszug aus der Pressemeldung vom 24.09.2019


"Durch eine umweltfreundliche und tiergerechte Bewirtschaftung kann die Landwirtschaft einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Die Politik ist jetzt gefordert, uns Bäuerinnen und Bauern dabei zu unterstützen, indem sie entsprechende agrarpolitische Prioritäten setzt”
, sagt dazu BIO AUSTRIA-Obfrau Gertraud Grabmann.

Die nächste Bundesregierung muss Klimaschutz in der Landwirtschaft endlich konsequent fördern. Sie wird die Agrarförderungen für die nächsten sieben Jahre beschließen. Das wird die wichtigste agrarpolitische Weichenstellung der nächsten Jahre.“, so Sebastian Theissing-Matei von Greenpeace in Österreich.

 

Selbstverständlich ist in dieser Hinsicht nicht nur die Politik gefordert, sondern durch ihr Konsumverhalten auch die Zivilgesellschaft und vor allem auch die Kirchen in ihrer gesellschaftspolitischen Bedeutung. Dem entsprechend hat die Österreichische Bischofskonferenz bereits 1990 in ihrem Sozialhirtenbrief und anderem Folgendes geäußert:

 

Position der Österreichischen Bischofskonfernz zur Landwirtschaft aus dem Jahr 1990 - Sozialhirtenbrief

 

(43) Wir sind davon überzeugt, dass die bäuerlich strukturierte Landwirtschaft auch in Zukunft für die Versorgung der Bevölkerung mit gesunden Lebensmitteln die unmittelbare Verantwortung tragen soll. Dazu kommt aber als gleichwertige Aufgabe die Erhaltung und Pflege des ländlichen Naturhaushaltes und der natürlichen Lebensgrundlagen.

(46) Eine besondere Verantwortung kommt dabei den Konsumenten zu. Das steigende Bewußtsein über die Zusammenhänge zwischen gesunder Umwelt und gesunder Ernährung verlangt solidarische Unterstützung der Erzeuger von Lebensmitteln durch die Konsumenten.

(50) Wir haben nicht das Recht auf schrankenlosen Gebrauch und Verbrauch, sondern die Pflicht und Verantwortung für die Welt und die Menschen von morgen.

(54) Auch in der ökologischen Frage darf nicht alles vom Staat erwartet werden. Es gilt auch hier das Subsidiaritätsprinzip, das Grundgesetz der gestuften Selbsthilfe. Pfarrgemeinden, Ortsgemeinden, Sozialverbände und andere Vereinigungen haben Verantwortung wahrzunehmen. Wenn es darum geht, unsere natürlichen Lebensgrundlagen zu verteidigen, dann muss auch manchmal ein klares Nein zu bestimmten Vorhaben gesagt werden.

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