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Bisherige Aufnahme der Schöpfungszeit?

 

auf internationaler Ebene

1. Die erste kirchliche Organisation, die den Vorschlag des Ökumenischen Patriarchen aufnahm, war die Konferenz Europäischer Kirchen. Am Vorabend des Eröffnungstages seiner 10. Vollversammlung in Prag (1.-11.September 1992) nahmen alle Teilnehmer an einer orthodoxen Vesper teil, an der für die ‚Erhaltung der Schöpfung’ gebetet wurde.
Die Botschaft seiner Heiligkeit Bartholomäus I an die Konferenz hatte das Thema ‘Schöpfung’ zum Inhalt....

2. Die Erste Europäische Ökumenische Versammlung in Basel (1989) sprach mit
Nachdruck von der Verantwortung der Kirchen für die Erhaltung der Schöpfung....

Die Zweite Europäische Ökumenische Versammlung in Graz (1997) war noch
bestimmter. Sie unterstrich die Notwendigkeit eines neuen Engagement der Kirchen für die Erhaltung von Gottes Schöpfung. Sie formulierte entsprechende
Handlungsempfehlungen....

download: Handlungsempfehlungen von Graz (1997)

Die Konferenz empfahl u. a. die Gründung eines Netzwerkes von Verantwortlichen für Umweltfragen in den Kirche , was 1998 im EUROPÄISCHEN ÖKUMENISCHEN UMWELTNETZWERK (ECEN) zur Verwirklichung kam. Das ECEN arbeitet seither europaweit mit etwa 100 Vertretern kirchlicher Umweltinitiativen.

Die Arbeit ist in fachbezogene Coalitions aufgeteilt wobei von Anfang an ein
Schwerpunkt auf die „Schöpfungszeit“ fiel. Aufgrund der Pionierarbeit der ARGE
Schöpfungsverantwortung wurde diese mit der Leitung der Arbeitsgruppe beauftragt, die sie bis heute innehat und deren Aktionsfeld mittlerweile auf Weltebene erstreckt....

auf nationaler Ebene

Im März 1992 wurde der Vorschlag des Ökumenischen Patriarchen auf einem Treffen der orthodoxen Primaten in Istanbul gutgeheissen. Der Ökumenische Patriarch veröffentlicht jedes Jahr zum 1. September eine Botschaft – jedes Jahr über einen andern Aspekt unserer Verantwortung für Gottes Schöpfung...

Der Vorschlag einer Schöpfungszeit wird in mehr und mehr Ländern positiv
aufgenommen. Der Grad der Rezeption ist von Land zu Land natürlich unterschiedlich.
In einigen Ländern ist er von den zuständigen Gremien – Synoden oder
Bischofskonferenzen – ausdrücklich gutgeheissen worden. In andern Ländern haben sich Vereinigungen oder Zentren dahinter gestellt und bieten der Kirche Jahr für Jahr Unterlagen an oder benützen die Zeit für besondere Veranstaltungen. Einige Beispiele mögen die heutige Situation illustrieren:

Österreich. In Österreich wurde der Vorschlag eines Schöpfungstages zum ersten Mal 1995 von der ARGE Schöpfungsverantwortung, einer ökumenischen Vereinigung römisch-katholischer Prägung, aufgenommen. Im Einklang mit der Empfehlung des Ökumenischen Patriarchen began die ARGE Schöpfungsverantwortung den 1. September als ‘Aktionstag’ für die Schöpfung zu feiern, als eine Herausforderung an Christen: Wie bringen wir unsere ökologischen Einsichten in unserem persönlichen Leben und im Leben
unserer Kirchen zur Anwendung?...
„Unser Ziel war es, Information weiterzugeben, den Sinn für Schöpfungsverantwortung zu fördern, die Zusammenarbeit unter den Kirchen zu fördern und den Prozess der Agenda 21 voranzubringen.“

Frankreich. Am 10. Januar 2000 veröffentlichte die französische Bischofskonferenz eine Erklärung unter dem Titel ‘Ehrfurcht vor der Schöpfung’. Sie trug dazu bei, dass Bewusstsein der ökologischen Krise unter Christen zu verstärken. Römisch-katholische Bewegungen und Vereinigungen, wie zum Beispiel Pax Christi, CMR (Christliches Zeugnis in ländlichen Gebieten), MRJC (Christliche Jugend in ländlichen Gebieten) begannen Begegnungen und Tagungen zu organisieren und Artikel zu publizieren....

 Deutschland. Bereits 1999 entschied die Synode der Evangelischen Landeskirche in Württemberg einen jährliche Schöpfungstag einzuführen, ohne dafür ein bestimmtes Datum festzulegen. Einige Jahre später machte sich die Arbeitsgemeinschaft der Christlichen Kirchen in Württemberg diese Empfehljung zu eigen. Im Jahre 2004 ermutigte die Synode der Kirche im Rheinland die Gemeinden und Kirchendistrikte eine ‚gestaltete Schöpfungszeit’ zu erproben – wo immer möglich in ökumenischer Zusammenarbeit. Schon zuvor hatte die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) eine Konsultation einberufen unter dem Titel ‘Schöpfungstheologieund Frömmigkeit – unterwegs zu einem gemeinsamen Tag der Schöpfung’....

 Griechenland (Evangelische Kirche Griechenlands). Die Gemeinde der Stadt Volos hat in Zusammenarbeit mit der Jugendbewegung der Kirche ein Umweltprogramm entwickelt: Sie reinigt die Stadt und vor allem den Strand von Abfällen und Unrat. Eine ähnliche Anstrengung wurde in Athen während der Olympische Spiele unternommen. Das Psalmwort (24,1) ‚Die Erde ist des Herrn, und alles was sie erfüllt’ dient als geistlicher Rahmen für das Projekt. Der Gedanke einer Zeit der Schöpfung in den Monaten September und Oktober wird augenblicklich erwogen. Sie soll als Mittel dienen, die Bewegung auch auf andere Städte auszudehnen....

Ungarn. Die ökumenische und diakonische Vereinigung der Brüder und Schwestern Jesu organisiert schon seit vielen Jahren Schöpfungsgottesdienste. Eine erste Feier mit Verantwortlichen verschiedener Kirchen fand 1991 statt. Die Kirchen in Ungarn feiern im allgemeinen das Erntedankfest und verknüpfen das Lob des Schöpfers mit dieser Gelegenheit. Manche Gemeinden suchen aber einen neuen liturgischen Aufbruch und in diesem Zusammenhang ist das klare ökologische Engagement des Ökumenischen Rates der Kirchen in Ungarn von grosser Bedeutung....

Italien. Nach der Europäischen ökumenischen Versammlung in Graz ernannte die Protestantische Bund in Italien eine Arbeitsgruppe über ‘Globalisation und Umwelt’ (glam). Die Empfehlungen von Graz wurden durch diese Gruppe aufgenommen und umgesetzt. Seit 1998 wird in manchen Gemeinden die Schöpfungszeit gefeiert. Zahlreiche Aktivitäten finden in diesem Rahmen statt...

Niederlande. Der Gedanke einer Schöpfungszeit im kirchlichen Kalender wird von der Projektgruppe ‘Kirche und Umwelt’ des Rates der Kirchen in den Niederlanden unterstützt und gefördert Der Vorschlag wurde kürzlich den Mitgliedkirchen des Rates schriftlich unterbreitet. Einige Gemeinden feiern die Schöpfungszeit durch Gottesdienste, oft auch durch Veranstaltungen an Wochentagen. Eine besondere Initiative ist durch das ‘Christliche ökologische Netzwerk (CEN)’, eine Vereinigung von Christen und Christlichen nicht-staatlichen Organisationen, vornehmlich verankert in Kirchen konservativerer Prägung. Sie engagieren sich aktiv für die Verbreitung der Schöpfungszeit
vom 1. September bis zum 4. Oktober...

Norwegen. Ökologische Themen – sowohl unter nationalen als internationalen Aspekten – haben auf der Tagesordnung der Kirche von Norwegen hohe Priorität. Die Synode der Evangelisch Lutherischen Kirchen von Norwegen hat mehrere, verhältnismässig radikale Resolutionen über Umweltprobleme verabschiedet. 2003 entschied die Synode, dass die Gemeinden einen Tag der Schöpfung in der Zeit nach Trinitatis, wo möglich zusammen mit andern Kirchen begehen sollten....

Schweiz. In der Schweiz wird der Gedanke einer Schöpfungszeit vor allem von der Ökumenischen Arbeitsgemeinschaft Kirche und Umwelt (oeku) vertreten. Die oeku ist eine Vereinigung bestehend aus Gemeinden, Kirchen, Organisationen, Klöstern und auch Einzelnen aller in der Schweiz vertretenen konfessionellen Traditionen....
Diese Zeit erschien darum besonders geeignet, um die Dringlichkeit
der ökologischen Krise in Erinnerung zu rufen. Der Vorschlag wurde gut aufgenommen. Die Impulse des Erdgipfels in Rio de Janeiro waren damals noch in frischer Erinnerung. Die Initiative wurde in den folgenden Jahren wiederholt, und nach dreizehn Jahren ist die Schöpfungszeit für viele regulärer Teil des kirchlichen Lebens geworden....

 Australien. Der Gedanke der Schöpfungszeit wurde in Australien zum ersten Mal 2004 eingeführt. In 2004 wurde die Zeit vom 1.September bis zum 4. Oktober von vierzig Gemeinden gefeiert. Im Jahre darauf erging ein Appell an alle Kirchen und Gemeinden in Australien, sich diese Zeit des Gebets und der Besinnung zu eigen zu machen. Während Jahrhunderten wurde Weihnachten ohne vorausgehende Adventszeit gefeiert. Warum sollte also der Kirchenkalender nicht jetzt um ein neues Segment bereichert werden? a)
Gott gab uns eine Schöpfung, mit der wir feiern können. b) Die Umweltkrise braucht spirituelle Ansätze c) Edin neuer Blick auf die Schöpfung lässt uns unsere Verantwortung erkennen. d) Eine Zeit der Schöpfung ermöglicht uns die vielen Wege zu feiern, die den Christen mit der Schöpfung verbinden....

Philippinen. Am 1. September 2003 erliess die Katholische Bischofskonferenz auf den Philippinen eine pastorale Erklärung unter dem Titel ‘Schöpfungstag und Schöpfungszeit feiern’...


download: gesamte Übersicht der der bisherigen Aufnahme der Schöpfungszeit

Philippinen

Feier des Schöpfungstages und der Schöpfungszeit

Pastorale Erklärung des Ständigen Rates der Philippinischen Bischofskonferenz

Auszug:

Am 1. September feiern christliche Kirchen in vielen Teilen der Welt  „Schöpfungstag“. Auch haben sie die Zeit von diesem Tag bis zum 4. Oktober (Festtag des Heiligen Franz von Assisi) bzw. den Sonntag nach dem 4. Oktober als „Schöpfungszeit“ festgelegt. Wir wollen diese Periode auch für unsere katholischen Gläubigen einführen und anerkennen die „Schöpfung“ als ein unbezahlbares Geschenk des allmächtigen und liebenden Schöpfers, der uns in seinem Bild und Gleichnis geschaffen hat.

Im historischen Hirtenbrief zur Ökologie, „Was Geschieht Mit Unserem Schönen Land“ (29. Jänner 1988) haben wir geschrieben, „An diesem Punkt der Geschichte unseres Landes ist es entscheidend, dass Menschen, die vom Glauben her motiviert sind, eine tiefe Wertschätzung für die Zerbrechlichkeit der Lebenssysteme unserer Inseln entwickeln und Maßnahmen ergreifen, die Erde zu verteidigen. „Es ist eine Sache auf Leben und Tod“...

Der Hirtenbrief von 1988 erinnerte uns an unsere Verantwortung, die Bewahrung der Schöpfung zu fördern angesichts der planetarischen ökologischen Krise. Das Leben der Schöpfung Gottes ist die „ultimative Lebensfrage“ ( „the ultimate pro-life issue“). Wir sind zu Verwaltern dieser göttlichen Schöpfung gemacht worden. Wir wissen, dass die ganze Menschheit dieser Aufgabe nicht gerecht wird während die ökologische Zerstörung und Schädigung ohne Unterlass weitergeht....

Deshalb ruft uns die Kirche auf zur ökologischen Umkehr. Um diese Umkehr zu vollziehen, haben einzelne Diözesen, Pfarreien, kirchliche Basisgemeinden, Schulen, Orden und verschiedene andere kirchliche und kirchennahe Gruppen während der vergangenen Jahre verschiedene ökologische Erziehungsprogramme, Umweltschutzaktivitäten, und nachhaltige Entwicklungsprojekte initiiert. Wir begrüßen ökumenische Initiativen zur ökologischen Anwaltschaft, um Gottes unersetzliches Geschenk der Schöpfung zu bewahren und zu fördern....

lesen Sie hier weiter...

Schöpfungszeit auf den Philippinen - Abschluss der Schöpfungszeit - Diözese Imus mit Bp. TAGLE

Abschlussmesse zur Schöpfungszeit - Ateneo de Manila University

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